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Wicanders Parkett

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Wicanders wood ParquetWicanders Parkett im Wohnzimmer

Überblick: Wicanders Parkett

Die Marke Wicanders bringen selbst bewanderte Bodenleger und -händler zuallererst mit Korkboden in Verbindung. Grund dafür ist August Wicander, der im 19. Jahrhundert eine Korkfabrik unter seinem Namen aufbaute und damit den Grundstein für einen erfolgreichen Konzern legte. Nach über hundert Jahren kaufte Amorim den Konzernteil, der am Kerngeschäft festhielt und neben verschiedenen Einrichtungsprodukten auch Bodenbeläge aus Kork fertigte. Die neuen Eigentümer belebten Wicanders als Marke neu und erweiterten ihre Produktpalette vor einigen Jahren um Parkettböden. Zu diesem Zweck führten sie das Label Wicanders wood Parquet ein, das über allen Belägen steht, die wir Ihnen in dieser Kategorie unseres Onlineshops präsentieren.

Markenkern & Stärken

Kork und Holz gehören zu den nachhaltigsten Ausgangsmaterialien, die für Bodenbeläge infragekommen. Obwohl der Trend zu immer mehr Kreislaufwirtschaft geht und für Kork nicht einmal Bäume gefällt werden müssen, erfreut sich Holz dennoch größerer Beliebtheit. Dies liegt zum einen daran, dass es besser verfügbar ist, und zum anderen daran, dass es mehr Gestaltungsspielräume bietet. Deshalb ergibt es für Wicanders durchaus Sinn, mit beiden Materialien zu arbeiten. Obendrein lassen sich Kork und Holz auch noch gut kombinieren, da sie unverwechselbare organische Oberflächen aufweisen, in jedem Stück einzigartig sind und ihre natürlichen Farbtöne harmonieren. Bei der Auswahl der geeigneten Hölzer und ihrer Weiterverarbeitung, macht sich die langjährige Erfahrung von Wicanders im Umgang mit Naturmaterial bezahlt. Hinzu kommt, dass die Oberflächen der Parkettböden trotz technischer Alternativen handveredelt werden, um ihren natürlichen Wuchscharakter zu erhalten und zu unterstreichen.

Belagsarten & Aufbau

Dank der werksseitigen Veredelung erhalten Sie wohnfertige Beläge, die Sie nach der Verlegung nicht erst einpflegen müssen, sondern direkt begehen und nutzen können. Zudem sparen Sie gegenüber rohen Belägen aus Massivholz in der Regel Anschaffungskosten, weil Wicanders Parkett mehrschichtig aufgebaut ist – aus technischer Sicht handelt sich um 3-Schicht-Parkett: Hochwertiges Massivholz wird dabei nur für die Deckschicht (auch: Nutzschicht) verwendet, während die tragende Schicht im Innern der Dielen und Planken aus einzelnen Massivholzstäben zusammengefügt wird, die quer zur Deckschicht liegen. Komplettiert wird der Aufbau von einem Gegenzugfurnier, das wiederum längs zur Deckschicht verläuft. Auf diese Weise ist mehrschichtiges Parkett unempfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen und hohe Luftfeuchtigkeit in der Umgebung als einschichtiges Parkett. Kurzum: Es "arbeitet" weniger.

Rein äußerlich werden Sie keinen Unterschied zu Massivparkett erkennen können, da die Deckschicht aus demselben Material besteht: hartes, strapazierfähiges und schön gemasertes Eichenholz. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass diese Holzschicht dünner ist als ein Stück Massivparkett – zwischen 3,00 und 4,00 mm im Vergleich zu 10,00 bis 20,00 mm bei massiven Dielen oder Planken. Solch eine Belagsstärke erreicht 3-Schicht-Parkett mit seinem gesamten Materialaufbau. Zwischen 14,00 und 15,00 mm sind es bei wood Parquet von Wicanders.

Wie dick das Holz der Deckschicht ist, entscheidet darüber, wie oft ein Parkettboden abgeschliffen werden kann. Je nach Härte des Holzes gehen bei einem Schleifvorgang zwischen 0,50 bis 0,70 mm Holz verloren. So bleibt Ihnen nach einmaligem Abschleifen einer 3,00 mm dicken Deckschicht noch ausreichend Holz übrig, das sich als Belagsoberfläche eignet. Eine 4,00 mm dicke Deckschicht können Sie dagegen sogar zwei- bis dreimal abschleifen. Wie oft eine solche Auffrischung nötig ist, hängt von vielen Faktoren ab – darunter auch von der Pflege. Wenn Sie Ihr Wicanders Parkett regelmäßig reinigen und fit für die alltägliche Beanspruchung halten, kann es eine Lebensdauer von zwanzig bis dreißig Jahren erreichen.

Verlegeart & Anwendungsbereiche

Ein weiterer Vorteil von mehrschichtigem Parkett besteht darin, dass es nicht zwangsläufig vollflächig verklebt werden muss, sondern auch schwimmend verlegt werden kann. Dies hängt einerseits mit seiner größeren Formstabilität, andererseits mit seiner Tragschicht zusammen, in die werksseitig ein Klicksystem integriert werden kann. Erst dieses ermöglicht die stabile, klebstofffreie Verlegung. Klicksysteme können sich in Aufbau und Funktionsweise leicht voneinander unterscheiden. Es gibt verschiedene Anbieter und Patente. Bei den Wicanders Parkettböden in unserem Sortiment ist entweder das "Loc&Fold"-System oder das "Loc&Fold"-System mit zusätzlicher Nut-und-Federverbindung (auf Englisch: "Tongue&Groove") integriert. Die entsprechende Angabe entnehmen Sie am besten dem technischen Datenblatt des jeweiligen Belags. "Loc&Fold"-System zeichnet sich dadurch aus, dass Sie ein loses Belagsstück mit einem einzigen Handgriff an ein bereits verlegtes Belagsstück anfügen und befestigen können.

Während verklebtes Parkett direkt am Untergrund fixiert ist, liegt Klickparkett als Verband lose auf dem Untergrund. Dadurch kann es nicht nur leichter verlegt, sondern später auch wieder unkompliziert entfernt werden. Allerdings hat das Fehlen der Fixierung zwei kleine Nachteile:

  1. Sie sollten Klickparkett auf jeden Fall mit einer Dehnungsfuge in den Randbereichen verlegen, damit es sich beim Einwirken von Wärme, Feuchtigkeit oder starker mechanischer Belastung nicht aufwellt. Wicanders empfiehlt in seiner Verlegeanleitung einen Spielraum von mindestens 1,5 mm pro verlegtem Meter.
  2. Auf einer Unterkonstruktion mit Fußbodenheizung sollte Parkett immer verklebt werden, weil dadurch die Wärme der Heizung besser durch den Bodenbelag in die Raumluft gelangt. Bei einer schwimmenden Verlegung können sich Luftpolster zwischen dem Belag und der Heizung bilden, die wie eine Isolierschicht wirken.

Grundsätzlich sind alle Parkettböden von Wicanders zur Verlegung auf Fußbodenheizungen freigegeben. Voraussetzung ist, dass es sich um Warmwasser-Heizsysteme handelt, bei denen die Oberflächentemperatur 26 °C nicht übersteigt. Im Zweifel wenden Sie sich mit Ihren Fragen am besten an die mit der Heizungsinstallation beauftragte Firma. Falls Sie in Eigenleistung arbeiten, versucht unsere Kundenberatung natürlich gerne, Ihnen bei Fragen zur Verlegepraxis weiterzuhelfen!

Um eine Verklebung von Parkett kommen Sie auch nicht herum, wenn Sie vorhaben, Ihr Bad oder einen anderen Feuchtraum mit einem neuen Bodenbelag auszustatten. Hier verhindert der Klebstoff, dass Nässe unter die Dielen bzw. Planken gerät und das Holz dort angreift, wo es ungeschützt ist. Wicanders spricht für seine Parkettböden keine Freigabe für Feuchträume aus. Unsere Empfehlung lautet, in solchen herausfordernden Bereichen lieber auf Vinylboden in Parkettoptik zurückzugreifen!

Formate & Optiken

Die Belagsstücke von Parkett können mit vielen verschiedenen Abmessungen gestaltet werden. Je nachdem, für welche Maße sich ein Hersteller entscheidet, weisen seine Dielen oder Planken nicht nur verschiedene Verlegeeigenschaften auf, sondern kommen auch für unterschiedliche Verlegemuster infrage. Als Faustregel gilt: Je kleiner sie dimensioniert sind, umso mehr Muster lassen sich mit ihnen verwirklichen. Die Belagsstücke von Klickparkett sind generell eher größer dimensioniert, damit sie sich vernünftig verarbeiten lassen und auch stabil in ihren Verbindungen liegen. Um dennoch klassische Verlegemuster mit kleinteiliger Struktur nachzubilden, wird bei diesen Belägen mit Deckschichten gearbeitet, die sich aus mehreren Holzstäben zusammensetzen. Im Fachjargon spricht man in solchen Fällen von 3-Stab- respektive Schiffsboden-Parkett.

Wicanders setzt dem gegenüber auf Landhausdielen-Parkett. Dieses zeichnet sich durch großzügige Abmessungen und Deckschichten mit durchgängigen Holzstäben aus:

  • Die meisten Beläge sind als 1-Stab-Landhausdiele gestaltet. Das heißt, dass ihre Deckschicht aus einem einzigen Holzstab besteht.
  • Einige wenige Beläge sind auch als 2-Stab-Landhausdiele gestaltet. Das heißt, dass sich ihre Deckschicht aus zwei aneinander gelegten Holzstäben zusammensetzt. Diese können sich in ihrem natürlichen Farbton und/oder in ihrer Maserung voneinander unterscheiden.

So gestaltet, ist wood Parquet tatsächlich mit massiven Dielen herkömmlicher Holzböden vergleichbar, aber ungleich edler in seinem Erscheinungsbild, weil es nicht das typische Fugenbild aufweist. Die Kanten der Belagsstücke liegen dicht beieinander und sind entweder längsseitig oder umlaufend gefast. Auf diese Weise kommen die natürlichen Wuchsmerkmale des Holzes besser zur Geltung und ergeben aus Sicht des Betrachters ein einheitlicheres, flächigeres Gefüge. Gerade in großen Räumen macht es deshalb Sinn, eher zu Landhausdielen- als zu Schiffsboden-Parkett zu greifen.

Wie oben festgestellt, verwendet Wicanders ausschließlich Eichenholz für seine Parkettböden. Dieses ist als Hartholz prädestiniert als Material für Bodenbeläge. Neben seiner Robustheit bringt Eiche ein günstiges Quell- und Schwindverhalten für die verschiedenen Wohnbereiche mit, das bedeutet, dass es unter dem Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit nur geringfügig "arbeitet". Vergleichbar maßtreue Holzarten wie Ahorn, Fichte oder Kiefer sind entweder weicher – und damit weniger strapazierfähig – oder durch ihr natürliches Wuchsbild eingeschränkt einsetzbar. Eichenholz zeigt sich in vielen Facetten, weil es aus verschiedenen Arten von Eichen gewonnen wird. Daher bietet es fast die komplette Bandbreite an Brauntönen sowie dezente bis rustikale Wuchsbilder. Zusätzlich kann die Textur des Holzes durch gezielte Oberflächenbehandlungen individualisiert und veredelt werden. Dazu gehören mechanische Bearbeitungen oder Einfärbungen. Standardmäßig werden alle Belagsoberflächen gegen äußere Einflüsse geschützt:

  • Geöltes Parkett ist zwar nicht versiegelt, aber dennoch grundlegend gegen Schmutz und Nässe geschützt. Die Porenstruktur des Holzes bleibt offen und kann dadurch Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen oder an sie abgeben. Wicanders legt Wert darauf, dass beim Ölen seiner Parkettböden ein oxidatives Verfahren angewandt wird. Das heißt, dass das Öl an der Luft trocknen und dadurch tiefer in das Holz einziehen kann.
  • Lackiertes Parkett ist durch eine dünne, fest Schutzschicht gegen Schmutz und Nässe versiegelt. Diese Schicht schließt die Porenstruktur des Holzes, sodass es nicht mehr "atmet". Dafür ist es besser und dauerhafter gegen äußere Einflüsse geschützt als geöltes Holz. Wicanders legt Wert darauf, dass besonders matte Lackierungen auf seinen Parkettböden aufgetragen werden. Grund dafür ist, dass glänzende Oberflächen heutzutage von vielen Parkettliebhabern als unnatürlich empfunden werden, weil sie an Laminat erinnern.

Um den Oberflächenschutz dauerhaft zu erhalten, sollten Sie geöltes Parkett regelmäßig und lackiertes Parkett bei offensichtlichen Abnutzungserscheinungen nachbehandeln. Zur Alltagspflege bietet BodenFuchs24 professionelle Parkettreiniger an, die Sie beim Kauf eines Wicanders Parketts gleich dazubestellen können!

Zubehöre für Wicanders Parkett

Damit Sie Ihrem neuen Parkettboden einen sauberen und fachgerechten Abschluss verleihen können, bieten wir Ihnen eine Auswahl universeller Fußleisten an, die Sie zu einer passenden Lösung für Ihren Anwendungsbereich zusammenstellen können. Sie sind mit verschiedenen Profilen und in verschiedenen Abmessungen erhältlich. Darüber hinaus halten wir sowohl akustische, als auch feuchtigkeitssperrende Dämmunterlagen als Zubehöre bereit. Für den Fall, dass Sie nicht um eine Verklebung herumkommen, finden Sie in unserem Onlineshop selbstverständlich geeignete Klebstoffe. Beachten Sie vor dem Kauf die Herstellerhinweise, um Verwechslungen auszuschließen!

Ist Ihr Interesse an den Parkettböden von Wicanders geweckt? Dann zögern Sie nicht länger, durch unser Sortiment zu stöbern! Bei Fragen zu einzelnen Belägen oder zum Bestellvorgang bei BodenFuchs24 wenden Sie sich am besten telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular an unsere Kundenberatung.