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3-Schicht-Parkett

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3 Schicht Parkett aus EicheDreischichtparkett aus Eiche im Wohnzimmer

Kaufberatung: 3-Schicht-Parkett

Wer nicht gerade als Bodenleger tätig ist oder Bodenbeläge verkauft, hat beim Stichwort "Parkett" wahrscheinlich einen Holzboden vor Augen – mit soliden Dielen, die aus einem Stück des Naturmaterials gefertigt sind. Dass es auch mehrschichtiges Parkett gibt, wissen viele Außenstehende nicht, bis sie sich zum ersten Mal näher mit Parkettböden befassen. Welche Vorteile dreischichtige Beläge mit sich bringen und welche Eigenschaften sie von ein- und zweischichtigem unterscheiden, fassen wir in den folgenden Abschnitten für Sie zusammen.

3-Schicht-Parkett: Aufbau & Vorteile

Jahrhundertelang war Parkett, vereinfacht gesagt, die schickere Form eines Holzbodens. Im Unterschied zu gewöhnlichen Dielen bestand es meist aus Hartholz, das in handliche Belagsstücke gesägt und dann zu einem Muster zusammengefügt wurde. Das änderte sich in den 1940er-Jahren, kurz nachdem sich der Schwede Johannes Kährs das Patent für Mehrschichtparkett gesichert hatte. Seine damalige Bezeichnung dafür war Lamellenboden (auf Schwedisch: "lamellgolv") und ergab sich aus dem neuartigen Materialaufbau, den Kährs entwickelt hatte. Eine Lamelle entsprach dabei einer Parkettschicht. Drei Lamellen wurden übereinander gelegt und miteinander verleimt, sodass ein Parkettstab bzw. eine Parkettdiele daraus entstand. An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts geändert:

  • Auf eine mindestens 2,5 mm dicke Nutzschicht aus Hartholz folgt eine etwas stärkere Trägerschicht aus Weichholz oder Holzwerkstoffen. Sie setzt sich meist aus einzelnen Elementen zusammen, die quer zur Nutzschicht angeordnet sind. Die darunterliegende Schicht bildet ein flacher Gegenzug aus den gleichen Materialien, die wiederum längs zur Nutzschicht ausgerichtet sind. Die Gesamtstärke eines solchen Aufbaus beträgt je nach Hersteller und Modell zwischen 10 und 22 mm.

Der mehrschichtige Aufbau reduziert den Bedarf an hochwertigem, dekorativem Holz, weil lediglich die oberste Schicht aus einem solchen gefertigt wird. Dies schont die Ressourcen und senkt zugleich die Herstellungskosten. Der so geschaffene Preisunterschied ist für den Betrachter aber nicht erkennbar, weil er auch bei mehrschichtigem Parkett nur das hochwertige Hartholz sieht. Dass dieses statt zwei Zentimetern wenige Millimeter dick ist, bleibt ihm verborgen.

Ein zweiter Vorteil von mehrschichtigem Parkett liegt darin, dass es weniger "arbeitet" als massives Parkett. Das heißt, dass es zu deutlich weniger Verformungen durch Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit kommt. Seine Trägerschicht und der darunterliegende Gegenzug sorgen für Stabilität und hindern die Nutzschicht daran, äußeren Einflüssen nachzugeben. Eine weitere Funktion des Gegenzugs besteht darin, die oberen Schichten gegen mechanische oder andere Belastungen zu schützen, die vom Untergrund ausgehen.

Vergleich: Zweischicht- vs. Dreischichtparkett

Neben dreischichtigen gibt es im Handel auch zweischichtige Parkettböden. Bei diesen wird der Gegenzug im Materialaufbau eingespart. Damit 2-Schicht-Parkett dennoch eine vergleichbare Stabilität erreicht wie 3-Schicht-Parkett, muss es vollflächig am Untergrund verklebt werden. Dies vergrößert den Verlegeaufwand, sodass vorwiegend professionelle Bodenleger mit 2-Schicht-Parkett arbeiten. Außerdem muss der Untergrund praktisch plan sein und druckstabiler als bei dreischichtigen Belägen. Diese verzeihen kleinere Makel. Ein weiterer Grund, weshalb Zweischichtparkett häufiger von Profis genutzt wird, ist der größere Gestaltungsspielraum. Die Beläge werden von Herstellern in mehr Formaten als Dreischichtparkett angeboten. Das heißt, dass die einzelnen Stäbe bzw. Dielen mehr Varianz in ihren Abmessungen bieten, sodass sich viele verschiedene Verlegemuster daraus ergeben.

3-Schicht-Parkett: Verlegung & Ästhetik

Dreischichtiges Parkett kann grundsätzlich klebstofffrei verlegt werden, was eine sofortige Nutzung nach den Verlegearbeiten ermöglicht. Ebenso gestaltet sich das spätere Entfernen der Beläge unproblematisch, weshalb selbst wenig erfahrende Heimwerkende gerne auf sie zurückgreifen. Aus fachmännischer Sicht handelt es sich um Klickparkett: Die einzelnen Belagsstücke werden durch sanftes Einrasten miteinander verbunden. Sie kennen diese Technik vielleicht schon von Laminat oder Klick-Vinylboden? – Im Verband liegen die Stäbe und Dielen dann schwimmend auf dem Untergrund, was gegenüber verklebtem Parkett zwei Nachteile mit sich bringt:

  1. Zum einen wird das Entstehen von Geh- und Trittschall begünstigt, sodass 3-Schicht-Parkett stets mit einer trittschalldämmenden Unterlage verlegt werden sollte.
  2. Zum anderen wird die Effektivität von Fußbodenheizungen beeinträchtigt, falls Sie Parkett schwimmend darüber verlegen. Der Wärmedurchlasswiderstand von verklebten Belägen ist deutlich besser.

Dreischichtparkett aus unserem Sortiment ist dennoch zur Verlegung über Fußbodenheizungen geeignet, weil sein Wärmedurchlasswiderstand maximal 0,15 m²K/W nicht übersteigt. Sie können die entsprechende Angabe jeweils im technischen Datenblatt eines Belags nachprüfen.

Was das Verlegebild betrifft, bietet Ihnen dreischichtiges Parkett viele Möglichkeiten, allerdings sind die Beläge aus unserem Sortiment hauptsächlich zum Verlegen paralleler Legeverbände vorgesehen. Dazu werden ihre Belagsstücke entweder im Format von Landhaus- oder Schiffsbodendielen gefertigt. Falls Sie aufwendigere Muster wie Fischgrät- oder Flechtboden bevorzugen, berät Sie unser Serviceteam gerne bei der Auswahl!

  • Das Format Landhausdiele erkennen Sie daran, dass die Belagsstücke eher breit und länglich ausfallen. Ihre Nutzschicht wird aus einem durchgehenden Holzstück gefertigt. So erhalten die Belagsstücke das Aussehen klassischer Holzdielen und sorgen dafür, dass der fertige Parkettboden ein ruhiges, elegantes und hochwertiges Gesamtbild erhält.
  • Das Format Schiffsboden erkennen Sie daran, dass die Belagsstücke eher schmal und kurz aussehen. Bei genauer Betrachtung werden Sie feststellen, dass sich ihre Nutzschicht aus mehreren – meist drei verschiedenen – Holzstücken zusammensetzt. So erhalten die Belagsstücke eine kleinteilige Optik, die unruhig und dynamisch wirkt. Sie erinnert entfernt an die Gestalt von Holzböden auf historischen Schiffen.

Ein weiteres ästhetisches Merkmal ist die Oberflächenveredelung der Beläge. Sie wird bereits werksseitig vor Auslieferung vorgenommen, sodass 3-Schicht-Parkett immer verlegefertig ist. Man spricht deshalb auch von Fertigparkett. Sie haben die Wahl zwischen lackierten und geölten Belägen. Ersteres ist gegen Feuchtigkeit versiegelt, letzteres lediglich dagegen geschützt. Das bedeutet, dass geölte Beläge regelmäßig nachgepflegt werden müssen, damit äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, UV-Licht und Staub keine dauerhaften Spuren auf ihnen hinterlassen. Äußerlich erkennbar sind lackierte Parkettböden an ihrem leichten Glanz. Ihre Oberflächen fassen sich glatt an. Dem gegenüber sind geölte Beläge matt und strukturiert. Das Öl verändert die natürliche Haptik des Holzes nicht.

Wie bei anderen Bodenbelägen können Sie auch bei 3-Schicht-Parkett zwischen verschiedenen Farben wählen. Die Auswahl beschränkt sich natürlich auf die verschiedenen Farbtöne der verwendeten Hölzer. In unserem Onlineshop bieten wir in erster Linie Eiche-Parkett an, das durch seine Varianz an hellen, dunklen und rötlichen Brauntönen viele Facetten aufweist und zugleich ein hartes und äußerst strapazierfähiges Material ist. Weitere Unterschiede in der Ästhetik der Beläge ergeben sich durch individuelle Wuchsmerkmale im Holz sowie Texturen, die durch zusätzliche Oberflächenbehandlungen geschaffen wurden. So können die dreischichtigen Parkettböden beispielsweise gebürstet, gehobelt oder geräuchert sein. Die entsprechende Angabe finden Sie entweder im Artikelnamen oder auf der Artikeldetailseite eines Belags.

Parkett erst bemustern, dann bestellen!

Haben wir Ihr Interesse an Dreischichtparkett geweckt? Dann sehen Sie am besten gleich in unserem Sortiment nach, welche Beläge Ihnen gefallen! Sie können die schönsten auf eine Wunschliste legen, um sie später direkt wiederzufinden. Vor der endgültigen Kaufentscheidung sollten Sie sich Handmuster Ihrer Favoriten bestellen, um ihre Oberflächen in natura betrachten zu können. Oft wirken Farben an Bildschirmen anders als bei Tageslicht. Auch die Strukturen auf den Deckschichten der Beläge kommen – abhängig vom Lichteinfall – mal mehr, mal weniger deutlich zur Geltung. Für den Musterservice erhebt BodenFuchs24 eine Aufwandsentschädigung von wenigen Euro. Als Ausgleich erhalten Sie einen Einkaufs-Gutschein, den Sie beim Kauf Ihres neuen Parketts direkt in unserem Onlineshop einlösen können.

Bei Fragen zu einzelnen Artikeln oder zum Bestellvorgang wenden Sie sich gerne an unser Serviceteam! Es ist während der Bürozeiten telefonisch für Sie da, nimmt Ihre Anfrage aber auch gerne per E-Mail oder über das Kontaktformular in unserem Onlineshop entgegen.