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Kork-Designboden

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Kork-Designboden im Schlafzimmer

Kaufberatung: Kork-Designboden

Sie interessieren sich für ressourcenschonende Bodenbeläge? Dann haben Sie bestimmt schon davon gehört, dass Kork zu den umweltfreundlichsten Materialien gehört, mit denen Fußböden belegt werden können. Bereits der Anbau von Kork ist ein Beitrag zum Erhalt der Pflanzenvielfalt. Zudem schaffen Korkeichenbestände wertvolle Lebensräume für seltene Tierarten. Wird ein Korkboden nicht mehr gebraucht, lässt sich er sich problemlos in den biologischen Kreislauf zurückführen, da er komplett abbaubar ist. Doch selbst als Abfallprodukt bleibt Kork ein Rohstoff – und zwar für Recyclingprodukte wie Korkplatten, Korkuntersetzer, Flaschenkorken oder Dämmstoffe.

Was ist ein Kork-Designboden?

Kork wird seit vielen Jahren zu Bodenbelägen verarbeitet. Als einschichtigen Presskork sieht man ihn seit den Achtzigerjahren vermehrt im gewerblichen und privaten Innenausbau. Hinzu kommen seit den Neunzigerjahren zunehmend mehrschichtige Korkböden, bei denen Kork wahlweise als Oberfläche – in Form von Furnier –, wie auch als Trägermaterial oder Unterlage Verwendung findet. Kork-Designböden sind die neueste Entwicklungsstufe dieser mehrschichtigen Bodenbeläge: Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Regel nicht wie Korkböden aussehen, aber aus Kork bestehen.

Designböden sind nämlich für ihre fotorealistischen Nachbildungen von Holz- oder Steinoberflächen bekannt. Sie wurden als günstige Alternative zu klassischen Fußbodenbelägen wie Parkett, Dielen oder Natursteinfliesen auf den Markt gebracht und spiegeln das breite Spektrum von Farben wider, die man von den natürlichen Vorbildern kennt. Die Nachbildung weiterer Naturmaterialien wie Kork ist aus technischer Sicht zwar möglich, allerdings richten die Hersteller ihre Kollektionen nicht darauf aus, mit echtem Korkboden zu konkurrieren. Ihre Strategie besteht vielmehr darin, sich die Vorteile von Kork bei der Fertigung zeitgemäßer Designböden zu Nutze zu machen.

Korkboden vs. Kork-Designboden

Mit einer Selbstverpflichtung im Jahre 2000 haben sich die führenden Hersteller von Designböden unter Zugzwang gesetzt: Ihre Produktionsverfahren sollen kontinuierlich verbessert werden, damit sie Verbrauchern immer umwelt- und gesundheitsfreundlichere Produkte anbieten können. Kork spielt dabei eine wichtige Rolle! Es eignet sich dazu, den Anteil von Kunststoff in den Belägen zu reduzieren. Vinyl respektive Polyvinylchlorid (PVC) bildet nämlich nach wie vor den Hauptbestandteil vieler Designböden. Wird es mit Kork als Trägermaterial oder integrierte Trittschallunterlage kombiniert, entstehen mehrschichtige Kork-Vinylböden, die herkömmlichen Vinylböden in puncto Verlegbarkeit, Strapazierfähigkeit und geringem Pflegebedarf in nichts nachstehen. Ferner kann Kork – ebenso wie Vinyl – mit weiteren Naturmaterialien kombiniert werden, sodass am Ende auch komplett PVC-freie Designböden realisierbar sind.

Obwohl der Anteil von Kork bei den Designböden je nach Hersteller und Modell verschieden ausfällt, ist die Verwandtschaft zum echten Korkboden enger als viele denken. Dies veranschaulicht folgende Übersicht, die die Eigenschaften der Bodenbeläge gegenüberstellt:

echter Korkboden Kork-Designboden
Ästhetik einzigartig & natürlich authentische Nachbildungen
Komfort elastisch, gelenkschonend, fußwarm elastisch, gelenkschonend, fußwarm
Akustik schall- & trittschallmindernd schall- & trittschallmindernd
Verlegung schwimmend oder verklebt schwimmend oder verklebt
Hygiene antistatisch & antibakteriell antistatisch & antibakteriell
Reinigung leicht zu reinigen & anspruchslos leicht zu reinigen & anspruchslos
Pflege pflegeleicht, Oberfläche abschleifbar pflegeleicht, Oberfläche nicht auffrischbar

Von anderen Bodenbelagsarten wie Fliesen, Laminat, Parkett und Stein hebt sich Kork durch folgende Vorteile ab:

  • Er trägt zur Schall- und Trittschallminderung bei, weil seine Zellstruktur mit ihren vielen kleinen Hohlräumen wie eine akustische Isolierung aufgebaut ist.
  • Er wirkt wie eine natürliche Wärmedämmung, da in den Hohlräumen auch Luft gespeichert wird. Dadurch kann Kork im Sommer auch Wärme aus der umgebenden Raumluft aufnehmen und zur Kühlung beitragen.
  • Er trägt zu gelenkschonendem Laufen oder Stehen bei, weil ihn seine Zellstruktur widerstandsfähig gegenüber Auftrittskräften macht und zugleich elastisch und komprimierbar ist.

Neben den meisten Vorteilen teilen sich echte Korkböden und Designböden mit Kork auch einige Nachteile: Dazu gehört eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber punktuellen Druckbelastungen, die durch herunterfallende Gegenstände oder Füße von schweren Möbeln hervorgerufen werden. Außerdem sind die Oberflächen beider Belagsarten nicht besonders kratzfest. Ihre Elastizität führt außerdem dazu, dass die Beläge bei Temperaturschwankungen nicht hundertprozentig dimensionsstabil sind, wobei dieser Nachteil bei Designböden mit starrem Kern (Stichwort: "Rigid-Core") weitgehend minimiert wird.

Kork-Designboden: Aufbau & Unterschiede

Wenn Ihr Interesse an Designkork oder Kork-Vinylboden geweckt ist, möchten wir Ihnen anhand unseres Sortiments die feinen Unterschiede im Aufbau der Beläge erläutern. Über den Filter Materialaufbau können Sie in unserem Onlineshop zwischen drei verschiedenen Lösungen wählen:

  1. Als Rigid-Kork bezeichnen wir PVC-freie Designböden, die in ihrer Trägerschicht einen starren Rigid-Core enthalten, der aus einem Verbundmaterial aus Kork und Füllstoffen gefertigt ist. Dieses erhöht die Form- und Maßtreue des Belags auch bei hohen Temperaturen und sorgt dafür, dass das Klicksystem ausgesprochen stabil und komfortabel verlegt werden kann.
  2. Im Vergleich zum Vinylboden mit hochdichter Faserplatte (HDF) kommt Kork mit HDF als Trägermaterial oft schon mit einer dünnen Vinyleinlage als Nutzschicht aus. Das feste Trägermaterial wird durch einen elastischen Kork-Verbundstoff und einer Schicht Presskork als Gegenzug ergänzt. Bei Belägen zum Verkleben kann sogar auf die HDF verzichtet werden, da die Stabilität über den Klebstoff kommt.
  3. Einen geringen PVC-Anteil verzeichnet Vinylboden mit Kork. Hier wird Kork als Trägermaterial mit dünnen Vinylschichten kombiniert, die die Nutzschicht und den Gegenzug bilden. Der Vorteil gegenüber HDF als Trägermaterial liegt in der geringeren Belagsstärke sowie in der besseren Feuchtraumeignung. Da Naturkork als Trägermaterial zu elastisch wäre, wird bei Kork-Vinyl ein Kern aus gepressten Korkbestandteilen eingesetzt.

Wie Sie sehen, stehen Materialaufbau und Eigenschaften der Beläge in direktem Zusammenhang. So sind Beläge mit HDF-Trägerplatte beispielsweise nicht zur Verlegung in Feuchträumen geeignet und ziehen – ebenso wie Kork-Trägerplatten und Klicksysteme – eine größere Belagsstärke nach sich. Mit dem gleichnamigen Filter können Sie unser Sortiment gezielt auf flache Beläge ab 5 mm eingrenzen. Generell sind Kork-Designböden etwas stärker gebaut als viele Designböden aus Vinyl. Mit bis zu 10 mm Belagsstärke liegen sie im Bereich von Laminat, Klick-Linoleum und Zwei-Schicht-Parkett. Solche flachen Beläge sind von Vorteil, wenn die Verlegung auf einem Altbelag erfolgen soll.

Mithilfe des Filtersystems können Sie unser Sortiment nach vielen weiteren Eigenschaften durchstöbern. Dazu gehören auch Aspekte der Wohngesundheit: So bekommen Sie mit dem Filter Phthalatfrei bestätigt, dass alle Bodenbeläge in diesem Sortimentsbereich frei von Weichmachern sind, die eventuelle Risiken für Gesundheit und Umwelt bergen. Zusätzlich zeigt Ihnen der Filter Blauer Engel alle Kork-Designböden, die das bekannte Umweltsiegel tragen dürfen. Die Auszeichnung geht nur an Bodenbeläge, die nachweislich emissions- und schadstoffarm und damit gesundheitlich unbedenklich für das Wohnumfeld sind.

Kork-Designboden – Kaufkriterien im Überblick

Auf welche Eigenschaften Sie beim Kauf besonderen Wert legen sollten, hängt davon ab, wie und wo sie Ihren neuen Kork-Designboden verlegen möchten und welche Optik er haben soll. Im folgenden Teil der Kaufberatung möchten wir diese drei Fragen mit Ihnen Schritt für Schritt durchgehen.

1.) Wie soll der Kork-Designboden verlegt werden?

Wie bei allen Designböden gibt es auch bei ihren Ablegern mit Kork zwei Verlegearten, zwischen denen Sie sich im Vorfeld des Kaufs entscheiden müssen. Wir gehen kurz auf die Unterschiede ein:

  • Schwimmende Verlegung: Klick-Korkboden ist mit einem Profilverbindungssystem ausgestattet. Beim Verlegen werden die einzelnen Planken entlang ihrer Kanten fest ineinander verriegelt. Sie liegen dann im Verbund, ohne mit dem Untergrund verklebt werden zu müssen. Der Vorteil davon ist, dass sich der Belag später wieder leichter entfernen lässt.
  • Vollflächiges Verkleben: Klebekork wird Planke für Planke entweder direkt auf den Untergrund oder auf eine Unterlagematte geklebt. Eine dritte Variante stellt das trockene Klebebett dar, für das eine doppelseitige Klebefolie benötigt wird. Die Vorteile einer vollflächigen Verklebung bestehen darin, dass der Bodenbelag stärker fixiert wird als bei der Klick-Verlegung und deshalb nicht nur einer höheren Beanspruchung gewachsen ist, sondern auch "ruhiger" liegt und somit positiv zur Raumakustik beiträgt.

Mit dem Filter Verlegeart können Sie die Auswahl auf Designkork zum Kleben oder zum Klicken einschränken. Detaillierte Informationen zur Vorgehensweise liefern die Verlegeanleitungen der Hersteller, welche auf den Artikeldetailseiten der Beläge abrufbar und später auch im Lieferumfang enthalten sind. Sollten Sie eine ausführliche Beratung zur Verlegung wünschen, wenden Sie sich am besten direkt an BodenFuchs24! Dank unserer Wurzeln im mittelständischen Handwerk, ist das Beratungsangebot unseres Serviceteams mit Tipps und Erfahrungen aus der Praxis angereichert.

2.) Wo soll der Kork-Designboden verlegt werden?

Alle bei uns gelisteten Kork-Designböden sind für die Verlegung im Wohnbereich geeignet. Ausschlaggebend dafür ist nicht etwa ihre Belagsstärke, sondern ihre Nutzschicht. Je dicker diese ist, umso strapazierfähiger der Belag. Ohne die Nutzschicht wären sein Dekor und das darunterliegende Trägermaterial nicht vor äußeren Einflüssen wie Abrieb, Feuchtigkeit, Licht, Stößen und Verunreinigungen geschützt. Die Nutzschichtdickte beträgt bei unserem Designkork jeweils 0,55 mm. Eigentlich reicht eine Dicke bis 0,30 mm für normal frequentierte Wohnräume aus. Ab 0,40 mm sind Beläge auch für Gewerberäume mit geringer bis mittlerer Beanspruchung geeignet. Das heißt, dass Sie unsere Kork-Designböden auch in Büros, Wartezimmern, Fitnessstudios und Einzelhandelsgeschäften mit wenig Kundenverkehr verlegen können. Für stärker beanspruchte Bereiche sind Beläge ab 0,70 mm Nutzschichtdicke zu empfehlen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei unserem Serviceteam nach!

Wenn Sie einen neuen Bodenbelag für Ihr Badezimmer oder Ihre Küche suchen, kommen dafür auch Kork-Designböden infrage. Um sich die betreffenden Beläge anzeigen zu lassen, wählen Sie einfach das Filtermerkmal Feuchtraum geeignet im Filter Weitere Eigenschaften. Beachten Sie, dass bei der Verlegung von Klick-Korkböden ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden muss, dass die Belagfläche gegenüber eindringender Feuchtigkeit abgedichtet wird – insbesondere im Randbereich und an Übergängen. Wenn Ihnen die entsprechenden Verlegehinweise des Herstellers nicht ausreichen und Sie den Belag als Heimwerker dennoch selbst verlegen möchten, sollten Sie sicherheitshalber Rücksprache mit dem Hersteller oder unserem Serviceteam halten.

Möchten Sie Ihren neuen Designkork oder Kork-Vinylboden in einem Raum mit Fußbodenheizung verlegen? Dann spricht grundsätzlich nichts dagegen, denn obwohl Kork wie eine natürliche Isolierschicht wirkt, ist der Wärmedurchlasswiderstand bei den meisten Belägen nicht so hoch, dass der Betrieb der Heizung ineffizient wird. Wichtig: Es sollte sich um eine Standard-Warmwasserheizung handeln, die die Oberfläche des Belags nicht über 27 bis 28 °C erwärmt. Bei anderen Heizungssystemen fragen Sie vor dem Kauf am besten den Hersteller oder wenden sich an uns. Zulässige Beläge können Sie mithilfe des Filtermerkmals Fußbodenheizung geeignet im Filter Weitere Eigenschaften gezielt auswählen.

Es gibt Wohnbereiche, in denen ein Bodenbelag besonders schallmindernd sein sollte. Dazu gehören Kinderzimmer, Schlafzimmer sowie Räume mit hohen Decken oder wenig Möblierung, in denen sich Schall gut ausbreiten kann. In solchen Fällen sollten Sie sich für einen Kork-Designboden mit integrierter Trittschalldämmung entscheiden oder eine entsprechende Unterlagematte dazubestellen.

3.) Wie soll der Kork-Designboden aussehen?

Wenn Sie sich auf eine Verlegeart festgelegt und passende Beläge für den Verlegeort gefunden haben, kommen Sie Ihrer Kaufentscheidung bereits sehr nahe. Wählen Sie nun aus den verbliebenen Belägen diejenigen aus, die Ihnen äußerlich gefallen und mit Merkmalen wie Optik, Farbe und Oberfläche zum Verlegeort passen. Berücksichtigen Sie dabei die dortigen Lichtverhältnisse, Wohnfarben, Möbel und deren Materialien! Mit dem Filter Optik treffen Sie die Wahl zwischen Kork-Designboden in Holzoptik und Steinoptik. Erstere umfasst vor allem Eiche-Texturen in vielen verschiedenen Brauntönen. Letztere tendiert eher in Richtung Betonoptik mit gleichmäßigen Farbverläufen in hellen Braun- und Grautönen. Unabhängig davon, ob die Dekore direkt auf das Trägermaterial gedruckt werden oder sich als Dekorfilm unter der Vinyl-Beschichtung eines Belags befinden, lassen sich beide Optiken in bester Qualität umsetzen. Möchten Sie sich nicht auf eine Optik festlegen, können Sie die Auswahl mithilfe des Filters Farbton auf Beläge in hellen, mittleren oder dunklen Farben eingrenzen.

Ein weiterer ästhetischer Aspekt bei Bodenbelägen ist die Beschaffenheit ihrer Oberflächen. Diese prägt nicht nur die Haptik eines Belags, sondern auch sein Verhalten bei Lichteinfall – das heißt, ob er mehr oder weniger Licht reflektiert. Mit dem Filter Oberflächenstruktur können Sie bei Designkork zwischen Modellen mit strukturierten und glatten Oberflächen wählen. Bei Belägen in Holzoptik passt eine strukturierte Oberfläche intuitiv. Wenn sie jedoch eher auf Glanz Wert legen, finden Sie in diesem Sortimentsbereich auch Beläge ohne Struktur. Auf den Pflegeaufwand hat die Wahl zwischen glatt und strukturiert übrigens kaum Auswirkungen.

Tipp: Musterservice nutzen & Gutschein einlösen!

Produktbilder sind das eine, Produktmuster zum Anfassen das andere: Wenn Sie sich einen Bodenbelag ausgesucht haben, aber unsicher sind, ob er wirklich zu Ihrem Einrichtungsgeschmack passt, empfehlen wir Ihnen, ein Muster bei uns anzufordern. Dieser Service ist zwar nicht kostenfrei, dafür bekommen Sie von uns einen Einkaufs-Gutschein, den Sie direkt beim Kauf einlösen können.

Hat Ihnen unsere Kaufberatung nützliche Hinweise und Anregungen geliefert? – Wenn das so ist, sollten Sie Ihre Recherche am besten gleich im Onlineshop von BodenFuchs24 fortsetzen! Bei Fragen steht Ihnen jederzeit die Möglichkeit offen, unserer Kundenberatung eine Nachricht über das Kontaktformular zu schicken. Während der Servicezeiten können Sie sich auch gerne telefonisch weiterhelfen lassen. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Sortiment!

2021-02-03