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Vinyl für Gewerbe

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Vinylboden für GewerbeVinylboden in der Gastronomie

Kaufberatung: Vinylboden für Gewerbe- & Objektbereiche

So strapazierfähig Vinylböden auch sein mögen – nicht jeder der Bodenbeläge erfüllt die Voraussetzungen eines jeden Anwendungsbereichs. Wegen ihres Materialaufbaus sind einige von ihnen beispielsweise nicht zur Verarbeitung in Feuchträumen zugelassen, andere sollten nicht auf sonnenexponierten Flächen verlegt werden. Die große Gemeinsamkeit praktisch aller Beläge besteht darin, dass sie der Beanspruchung in privaten Wohnräumen wie Schlafzimmern, Esszimmern und Wohnzimmern gewachsen sind. Wenn Sie Ihren neuen Vinylboden jedoch in einer gewerblich genutzten oder anderweitig öffentlichen Räumlichkeit verlegen möchten, kommt ein Großteil der verfügbaren Beläge nicht dafür infrage. Ihre Auswahl beschränkt sich auf Beläge, die der erhöhten Beanspruchung in diesen Anwendungsbereichen gerecht werden.

Vinyl-Nutzschicht – Gradmesser für die Qualität

Wenn Sie sich fragen, von welchem Kriterium die Strapazierfähigkeit von Vinylböden abhängt, lautet die kurze Antwort: von der Dicke ihrer Nutzschicht. Hersteller und Händler ziehen in erster Linie ihren Wert heran, um zwischen Vinylböden für den privaten Wohnbereich und Vinylböden für Objekt- und Gewerbeflächen zu unterscheiden. Die Nutzschicht bildet die oberste Schicht der Beläge und kommt somit direkt mit Schuhsohlen, Haustierpfoten, Stuhlrollen, Möbelfüßen und allen anderen mechanischen Einflüssen in Berührung. Außerdem wird sie durch Ablagerungen, Feuchtigkeit, Schmutz und Sonneneinstrahlung sowohl physikalischen, als auch chemischen Einflüssen ausgesetzt. Sie können sich sicher vorstellen, dass eine dickere Nutzschicht solche Einflüsse besser verkraftet als eine dünnere. Und genauso ist es: Ab einer Nutzschichtdicke von 0,40 mm bis 0,55 mm sind Vinylböden für die normale Beanspruchung in Gewerbe- und Objektbereichen geeignet. Beläge mit einer dünneren Nutzschicht sind privat genutzten Räumen vorbehalten.

Damit Sie im Onlineshop von BodenFuchs24 gezielt nach Vinylböden mit starken Nutzschichten suchen können, gibt es den gleichnamigen Filter Nutzschichtdicke. Wenn Sie diesen ausprobieren, werden Sie feststellen, dass wir mehrere hundert Beläge führen, deren Nutzschichten sogar bis zu 1,00 mm dick sind. Mit derart robusten Nutzschichten sind diese Beläge nicht nur in Gewerbe- und Objektbereichen, sondern auch im industriellen Umfeld einsetzbar. Auf die feinen Unterschiede zwischen der Objektqualität und der Industriequalität möchten wir im Folgenden näher eingehen.

Vinylboden in Objektqualität

Neben der Nutzschichtdicke gibt es weitere Kriterien, die Vinylböden erfüllen müssen, damit sie für Gewerbe- und Objektbereiche ausgewiesen werden können. Als interessierte – und im besten Fall auch kaufende – Person brauchen Sie diese Kriterien allerdings nicht im Einzelnen zu kennen! So genannte Nutzungsklassen nehmen Ihnen den Aufwand ab, sich näher in die Thematik einzulesen: Gemäß DIN EN ISO 10874 "Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge - Klassifizierung" werden Vinylböden hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Anwendungsbereiche klassifiziert. Beläge in Objektqualität erfüllen danach mindestens die Kriterien für Nutzungsklasse 31, bestenfalls für die Nutzungsklasse 34.

Nutzungsklasse Beanspruchung Anwendungszwecke
31 mäßig Aufenthalts- und Besprechungsräume, Einzelbüros Pensions- und Hotelzimmer
32 normal Flure zwischen Büros und im Gastgewerbe, Klassenzimmer, Warteräume in Behörden und Praxen, Gemeinschaftsbüros, kleine Ladenlokale des Einzelhandels
33 stark Flure in Schulen und Behörden, Empfangsbereiche und Gasträume in der Gastronomie und Hotellerie, Großraumbüros, große Ladenlokale und Warenhäuser
34 sehr stark Mehrzweck- und Schalterhallen, Passagierabfertigungen in Flughäfen u. Ä.

Für welche der Nutzungsklassen ein Vinylboden klassifiziert ist, entnehmen Sie dem technischen Datenblatt des Herstellers. Wir stellen dieses jeweils auf den Artikeldetailseiten der Beläge zum Download bereit. Sie finden es im Reiter Dokumente als PDF-Dokument.

Abgesehen von dieser Klassifizierung, sollten Objekt- und Gewerbeböden einige Zusatzeignungen erfüllen. Bestimmt haben Sie schon einmal etwas von der Barrierefreiheit, dem Brandwiderstand, der Chemikalienbeständigkeit, der Rutschfestigkeit, der Stuhlrollenfestigkeit und dem Verschleißverhalten gehört. Am besten erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob es in Ihrem Gewerbe Vorschriften gibt, die Richtwerte für diese Zusatzeignungen definieren, und prüfen dann im technischen Datenblatt des gewünschten Belags, ob die Werte von ihm erfüllt werden. Bei Fragen zur Objekt- und Gewerbetauglichkeit von Vinylböden können Sie sich auch gerne an unsere Kundenberatung wenden!

Vinylboden im Büro

Wie die obige Tabelle erkennen lässt, gibt es Anwendungszwecke im Gewerbe- und Objektbereich, für die ein Vinylboden höhere Nutzungsklassen erfüllen muss als für andere. Umgekehrt reicht es beispielsweise bei Bürofußböden aus, wenn diese mit Vinylböden der Nutzungsklassen 31 und 32 belegt werden. Im normalen Arbeitsablauf werden diese Beläge weniger begangen und strapaziert als etwa Flurböden in öffentlichen Einrichtungen. Suchen Sie einen geeigneten Vinylboden für Ihr Einzelbüro oder die Büros in Ihren Geschäftsräumen? Dann sollten Sie darauf achten, dass der ausgewählte Belag eine Nutzschicht um 0,50 mm aufweist und eine hohe Trittschallminderung bietet – schließlich sorgt eine gute Raumakustik für produktive Arbeitsbedingungen. Bei vielen Klick-Vinylböden sind trittschallmindernde Unterlagen bereits integriert. Bei Klebevinyl müssen Sie diese separat dazubestellen.

Vinylboden im Einzelhandel

Im Einzelhandel und Ladenbau können Bodenbeläge, je nach Anwendungszweck, sehr unterschiedlichen Beanspruchungen ausgesetzt sein. Hier kommt es vor allem darauf an, ob Räumlichkeiten für den Kundenverkehr zugänglich sind oder nicht: Für Büros, Lagerräume und andere rückwärtige Bereiche reichen Vinylböden der Nutzungsklasse 31 in der Regel aus. Bei allen vorgelagerten Bereichen kommt es darauf, wie hoch die Auslastung respektive Kundenfrequenz ist. Diese kann sich nicht nur von Ladenlokal zu Ladenlokal, sondern auch innerhalb einzelner Geschäftsräume deutlich unterscheiden. So unterliegen Beläge in Ladengängen beispielsweise einer viel stärkeren Beanspruchung als Beläge in Schaufenstern – um einmal zwei Extreme gegenüberzustellen. In stark beanspruchten Bereichen sollte der von Ihnen gewählte Vinylboden der Nutzungsklasse 33 entsprechen und bestenfalls eine Nutzschicht ab 0,70 mm aufweisen. Außerdem empfehlen wir, auf eine ausreichende Rutschfestigkeit zu achten – insbesondere, wenn Sie einen Belag für einen Eingangsbereich suchen.

Neben den technischen Voraussetzungen spielt im Einzelhandel auch die Ästhetik eines Belags eine wichtige Rolle: Objektqualität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Vinylboden ausgefallene Designs bietet, in ungewöhnlichen Formaten erhältlich ist oder auch individuelle Verlegemuster ermöglicht. Seien Sie sich bewusst, dass Bodenbeläge das Einkaufserlebnis beeinflussen und beachten Sie die psychologische Wirkung von Farben, wenn Sie sich für einen Belag entscheiden!

Vinylboden in der Gastronomie

Ähnlich wie im Einzelhandel, gibt es auch in der Gastronomie und Hotellerie sehr unterschiedliche Anwendungsbereiche, von denen einige überschaubare, andere hingegen höchste Anforderungen an einen Bodenbelag stellen. Dies trifft vor allem auf stark frequentierte Gasträume, Speisesäle und Lobbys zu. Hier sollten Sie kein Risiko eingehen und sich für einen Vinylboden der Nutzungsklasse 33 entscheiden, der eine entsprechend dicke Nutzschicht um 0,70 mm aufweist. In Toiletten und Bädern, die Gästen zugänglich sind, kommen rutschfeste Vinylböden in Fliesenoptik infrage, weil sie ähnlich pflegeleicht und unempfindlich sind wie Bodenfliesen.

Für Küchenräume in der Gastronomie sind solche Vinylböden ebenfalls geeignet, allerdings kann es sein, dass sie die Auflagen zur Rutschfestigkeit und Hygiene erst durch entsprechende Versiegelungen erfüllen. Wir raten Ihnen, sich auch nach Alternativen umzusehen und alle Vor- und Nachteile genau abzuwägen! Weniger problematisch ist die Auswahl von Bodenbelägen für Gäste- und Hotelzimmer, da diese einer mäßigen Beanspruchung unterliegen. Hier können Sie auf Vinylböden ab einer Nutzschicht von 0,50 mm zurückgreifen, die die Kriterien der Nutzungsklasse 31 oder höher erfüllen.

Vinylboden in Praxisräumen

Hygiene spielt bei gewerblichen und öffentlich zugänglichen Objekten immer eine große Rolle, weshalb leicht zu reinigende Bodenbeläge wie Vinylboden auf diesem Terrain eindeutige Vorteile mit sich bringen. In Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen hat die Sauberkeit von Fußböden aber noch einmal eine ganz andere Tragweite. Sie kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden, weil es innerhalb der Räumlichkeiten Risikobereiche für die Verbreitung von Infektionen gibt. Damit sich Erreger nicht auf Böden vermehren und dann über Schuhsohlen von einem Bereich zum nächsten gelangen können, werden von behördlicher Seite entsprechende Anforderungen an Art und Beschaffenheit der Fußbodenoberfläche gestellt. Diese sollten Sie bei Ihrem örtlichen Gesundheitsamt in Erfahrung bringen! Am besten, Sie bitten die Behörde um eine "objektbezogene Freigabe" – also um grünes Licht für den gewünschten Bodenbelag im konkreten Anwendungsbereich. Oft gelten für Empfangs-, Warte- und Sprechzimmer andere Anforderungen als für Untersuchungs- und Behandlungszimmer.

Grundsätzlich sind Vinylböden antibakteriell, allergikergeeignet, chemikalienbeständig und reinigungsfreundlich. Das heißt, dass sich die Beläge häufig und unkompliziert reinigen lassen, ohne regelmäßiger Pflege zu bedürfen. Aufwände, die damit einhergehen, sind auch in Arztpraxen ein wichtiger Kostenfaktor! Bei der Auswahl eines Belags sollten Sie darauf achten, dass er eine Nutzschicht ab 0,50 mm aufweist. Je nachdem, wie stark der Belag am Verlegeort beansprucht wird, sollte er für Nutzungsklasse 31 oder 32 zugelassen sein. Um in der Praxis eine gute Raumakustik zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen, den Vinylboden vollflächig verkleben zu lassen. Diese Verlegart hat den weiteren Vorteil, dass der Belag dauerhaft strapazierfähig bleibt und bedenkenlos feucht gereinigt werden kann. Die Verklebung verhindert nämlich, dass Nässe und Flüssigkeiten unter den Belag gelangen. Achtung: Randbereiche und Dehnungsfugen sollten ebenfalls abgedichtet sein! Von einer Verlegung in Duschen, Nasszellen oder Ähnlichem raten wir ab. In Feuchträumen sollten Sie nur feuchtraumgeeigneten Vinylboden einsetzen. Mithilfe des Filters Weitere Eigenschaften können Sie die Auswahl auf solche Beläge eingrenzen.

Vinylboden in Industriequalität

Vinylböden, die für industriell genutzte Räumlichkeiten vorgesehen sind, müssen noch strapazierfähiger sein als Beläge für starke frequentierte Objektbereiche und Gewerbeflächen. Insbesondere die mechanischen Kräfte, mit denen im industriellen Umfeld zu rechnen ist, machen einen stabileren Materialaufbau notwendig. Die Nutzschicht sollte ab 0,70 mm dick sein. Je höher der Wert, umso besser – insbesondere, wenn zu erwarten ist, dass der Belag häufig von Geräten wie Hubwagen oder Staplern befahren wird.

Nutzungsklasse Beanspruchung Anwendungszwecke
41 mäßig Lager, Werkstätten oder andere Produktionsräume, in denen überwiegend sitzende Tätigkeiten ausgeführt und Hubwagen eingesetzt werden
42 normal Lager, Werkstätten oder andere Produktionsräume, in denen eher stehende Tätigkeiten ausgeführt werden und Stapler- bzw. Fahrzeugverkehr vorkommt
43 stark Lager, Werkstätten oder andere Produktionsräume, in denen überwiegend stehende Tätigkeiten ausgeführt werden und reger Fahrzeugverkehr herrscht

Übrigens: Auf Grund ihrer Eigenschaften werden Vinylböden der Nutzungsklasse 41 gerne auch auf stark frequentierten Flächen in Warenhäusern, Großraumbüros, Hotel und Krankenhäusern verlegt. Dem steht nichts im Wege, da sämtliche Beläge mit Industriequalität auch als Objektböden und für gewerbliche Nutzung geeignet sind.

Neben ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Beanspruchungen ermöglichen Vinylböden in Industriequalität eine rasche Verlegung auf großen Flächen, tragen mit einer guten Trittschallminderung zu einer verbesserten Raumakustik bei und wirken grundlegend rutschhemmend. Hinzu kommt, dass sie unempfindlich gegenüber vielen Stoffen sind, die in industriell genutzten Räumlichkeiten mit dem Boden in Berührung kommen können – darunter Farben, Fette, Öle und Teer. Verfärbungen durch aggressive Stoffen lassen sich allerdings nicht ganz ausschließen! Ebenso sollten Vinylböden nicht in Raucherbereichen oder Produktionsräumen verlegt werden, in denen glimmende Materialien zu Boden fallen können.

Alternative: PVC-Fliesen

Wenn Sie Vinylböden suchen, die noch einen Tick robuster und schneller zu verlegen sind, sollten Sie sich unser Angebot an PVC-Fliesen ansehen! Die Beläge im quadratischen Kachelformat bestehen meist aus einer stark verdichteten Trägerschicht, die durch ein einfaches oder doppeltes Gitter aus Glasfasern stabilisiert wird. Als Oberfläche dient eine 0,70 bis 2,00 mm dicke Vinyl-Nutzschicht, in die zugleich das schlichte Design eingearbeitet ist. Meist sehen PVC-Fliesen gesprenkelt aus oder ahmen die Optik von Terrazzoboden nach. Im Premium-Segment stehen Ihnen auch Beläge mit aufwendigen Dekoren in Holz-, Stein- oder Textiloptik zur Auswahl. Im Unterschied zu herkömmlichen Vinylböden in Industriequalität können PVC-Fliesen klebstofffrei verlegt werden. Oft ist die Verarbeitung in Eigenleistung möglich, womit Sie einen Teil der höheren Quadratmeterkosten einsparen können.

– Sind Sie bei der Suche nach einem Objekt- und Gewerbeboden ein Stück weiter gekommen? Wenn nicht, dann können Sie Ihre Fragen gerne an die Kundenberatung von BodenFuchs24 richten! Schreiben Sie eine E-Mail oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Während der Bürozeiten sind wir selbstverständlich auch telefonisch für Sie da.