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Unterlagen & Trittschallmatten

Für welchen Bodenbelag suchen Sie eine Unterlagematte?

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Kaufberatung: Trittschallmatten, Dämmunterlagen und weitere Unterlagen

Sie benötigen eine Unterlage für Ihren Fußbodenbelag, kommen mit unserem Produktfinder aber nicht weiter? Dann möchten wir Ihnen mit dieser Kaufberatung unter die Arme greifen: Lesen Sie, welche Unterlagsmatten wir für welche Zwecke anbieten und welche der Matten für welche Bodenbeläge vorgesehen sind. Zu Beginn allerdings noch ein wichtiger Hinweis: Wenn Sie sich bereits einen Bodenbelag ausgewählt haben und nun nach einer geeigneten Unterlage umsehen, sollten Sie sich unbedingt nach der Herstellerempfehlung richten! Diese finden Sie in der Verlegeanleitung zu Ihrem Belag. Manche Hersteller nennen darin Mindestanforderungen, andere geben konkrete Produkte vor – in der Regel ihre eigenen. Beachten Sie solche Empfehlungen genau, da sie für Garantiezwecke bindend sind.

Unterlagsmatten als Bodenzubehör

Mit Unterlagsmatten halten es viele unserer Kunden wie mit Steuererklärungen oder Arztbesuchen: Sie befassen sich erst mit ihnen, wenn sie müssen. Doch Spaß beiseite: Ein Teil von ihnen weiß es nicht besser und erfährt erst nach der Auswahl eines Bodenbelags, dass er solche Unterlagen benötigt. Ein anderer Teil von ihnen hofft bis zum Tag der Bodenverlegung, dass er um den Kauf dieses Zubehörs herumkommt.

Zugegeben: Das Image von Unterlagsmatten ist nicht das beste und könnte eine Aufklärungskampagne vertragen! So stehen die Matten nicht nur im Ruf, unverhältnismäßig teuer zu sein, sondern auch einen deutlichen Mehraufwand zu verursachen. Genau genommen handelt es sich aber nicht um Mehraufwand, denn ohne die erforderlichen Unterlagen könnte der Fußbodenbelag ja nicht fachgerecht verlegt werden! Auch das Preis-Argument relativiert sich, wenn Sie sich vor Augen halten, dass Unterlagsbahnen eine wichtige Vermittlerrolle zwischen Bodenbelag und Untergrund zukommt – denn sie gleichen eines oder mehrere Defizite zwischen ihnen aus. So können sie nicht nur notwendige Funktionen für einen Bodenbelag übernehmen, die jener auf Grund seines technischen Aufbaus oder der Eigenschaften seiner Materialien nicht selbst erfüllen kann, sondern auch einen Untergrund aufbereiten, der sonst nicht für die Verlegung eines Bodenbelags geeignet wäre.

Was können Unterlagsmatten leisten?

Um die konkreten Funktionen von Unterlagsmatten zu verdeutlichen, haben wir eine kleine Übersicht zusammengestellt:

  • Ausgleich von Unebenheiten im Untergrund, damit der Bodenbelag auf einer glatten, sauberen Fläche verlegt werden kann.
  • Bildung einer Dampfbremse, damit das Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Bodenbelag verhindert wird und dieser schadlos bleibt.
  • Verleihen von Haftung, damit ein schwimmender Bodenbelag auf seinem Untergrund nicht ins Rutschen gerät oder "wandert".
  • Bildung eines Kleberbetts zur doppelseitigen oder Trockenklebung, damit der Bodenbelag nicht direkt auf dem Untergrund befestigt und später somit rückstandsfrei entfernt werden kann.
  • Beitrag zur Schallreduzierung, indem der Trittschall des Bodenbelags in andere Räume hinein vermindert und auch der Gehschall im selben Raum optimiert wird.
  • Wirkung als Wärmedämmung, damit das Eindringen von Kälte aus dem Untergrund in den Bodenbelag verhindert wird und dieser nicht fußkalt wirkt.

Beachten Sie, dass nicht jede Unterlage alle der aufgezählten Funktionen übernehmen kann. Dies macht meist auch fachlich keinen Sinn. Vielmehr verhält es sich so, dass es für die einzelnen Funktionen speziell konzipierte Bodenmatten gibt. Welche das sind und für welche Beläge sie sich als Bodenzubehör eignen, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Unterlagsmatten für Vinylboden

Da sich Vinylböden in ihrem Materialaufbau zum Teil deutlich voneinander unterscheiden und zudem auf verschiedene Weisen verlegt werden können, sollten Sie bei der Wahl einer Unterlagsmatte lieber genauer hinschauen: Finden Sie im Artikelnamen oder in der Beschreibung einen Hinweis darauf, ob die Unterlage für Klebe-, Klick- oder selbstliegendes Vinyl geeignet ist? Oder handelt es sich um eine der wenigen universell einsetzbaren Unterlagen? – Ein Beispiel dafür sind Dämm- und Trittschallmatten aus Polyestervlies. Diese tragen sowohl bei vollflächig verklebten, als auch bei schwimmend verlegten Vinylbelägen zur Reduzierung von Tritt- und Gehschall bei. Außerdem entlasten sie die Beläge bei Druckbelastung. Der Effekt solcher Unterlagsmatten ist bei verklebtem Vinyl geringfügig besser, da sich bei ihnen keine versteckten Hohlräume zwischen Untergrund und Belag bilden können.

Für Klebevinyl gibt es auch selbstklebende Trittschallmatten, die zugleich als Klebe- und Dämmunterlage dienen. Das heißt, dass der Vinylbelag nicht mit Klebstoff auf dem Untergrund verklebt, sondern auf der klebenden Oberseite der Trittschallmatte verlegt werden kann. In so einem Fall verursacht die Unterlage also keinen Mehraufwand – sie beschleunigt die Verlegearbeiten sogar! Je nach Hersteller und Modell können die selbstklebenden Unterlagen auch so konzipiert sein, dass sie als Ausgleichsmatten fungieren. Das heißt, dass sie selbst größere Unebenheiten im Boden kaschieren und dadurch die Untergrundvorbereitung erleichtern.

Klick-Vinyl, insbesondere wenn es durch Trägerplatten aus hochdichter Faserplatte (HDF) oder Rigid-Core-Mittellagen versteift ist, steckt Unebenheiten oft besser weg. Sein Klicksystem setzt dennoch eine gute Untergrundvorbereitung voraus, damit es dauerhaft stabil bleibt. Deshalb sollte eine Dämmunterlage für Klick-Vinyl zum einen den Gehkomfort verbessern, zum anderen den Trittschall mindern und zu guter Letzt auch leichte Unebenheiten des Untergrunds ausgleichen. Bestenfalls ist die Unterlegmatte mit einer griffigen Oberseite ausgestattet, die rutschhemmend auf den Vinylbelag wirkt und dadurch zu seiner Maßtreue im Verlegebett beiträgt.

Im Bereich der PVC-freien Designböden halten sich Beläge zur schwimmenden und festen Verlegung ungefähr die Waage. Passend zu ihrem ökologischen Materialaufbau gibt es Unterlagsmatten aus natürlichen respektive recycelbaren Rohstoffen. Bei Belägen mit HDF oder Kork als Trägermaterial kann eine Polyethylen-Folie (PE-Folie) als Dampfbremse notwendig sein. Beachten Sie dazu die Herstellerempfehlung! In der Regel sind diese Folien dafür vorgesehen, das Trägermaterial vor aufsteigender Restfeuchte im Untergrund zu schützen.

Unterlagsmatten für Laminat & Parkett

Wie bei Vinylböden gibt es auch bei Laminat bereits einige Beläge, die über eine integrierte Trittschalldämmung verfügen. Ist das nicht der Fall, sollten Sie der Herstellerempfehlung folgen. Da Laminat meistens schwimmend verlegt wird und einen eher starren Materialaufbau aufweist, ist eine Trittschallmatte als Unterlage eigentlich unvermeidlich. Sie verhindert zum einen, dass sich der Trittschall ungemindert vom Laminat auf den Untergrund überträgt. Zum anderen reduziert sie das unvermeidliche Einfedern des Bodenbelags, der bei jedem Schritt leicht nachgibt und dadurch mitschwingen kann. Trittschallmatten werden übrigens auch als Akustikmatten oder werbesprachlich als "Sound-Protect-Matten" bezeichnet, weil sie neben dem Tritt- auch den Gehschall reduzieren. Damit ist der Schall gemeint, der sich vom Boden aus in den Raum hinein ausbreitet.

Weil Laminat und Parkett zum Großteil aus Holz oder Holzfasern bestehen, müssen beide Bodenbeläge bei der Verlegung auf mineralischen Untergründen wie Beton, Estrich, Lehm oder Ziegel unbedingt gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt werden. Sie können zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn Sie bei der Auswahl einer geeigneten Trittschallunterlage darauf achten, dass diese mit integrierter Dampfbremse ausgestattet ist. Entsprechende Modelle sind oft an ihrer metallisierten Oberfläche zu erkennen. Der Vorteil solcher "kombinierten" Unterlagen besteht darin, dass Sie auf die Verlegung einer separaten PE-Folie als Dämmunterlage verzichten können. Wir geben allerdings zu bedenken, dass diese im Einzelfall einen höheren Sperrwert aufweisen. Dieser gibt an, wie viel Diffusion ein Bauteil zulässt. PE-Folien mit einem Sperrwert von über 1.500 m gelten als Dampfsperren.

Viele Unterlegmatten sind gleichermaßen für Laminat und Parkett geeignet. Grund dafür ist der hohe Holz- bzw. Echtholzanteil bei Parkett. Um klappernde Geräusche beim Begehen eines Parkettbodens abzumildern, sollten Sie auf jeden Fall Trittschallmatten verlegen. Diese verhindern, dass das Parkett ganz oder stellenweise auf dem Untergrund aufliegt und dadurch den Begehschall ungehindert nach unten überträgt. In unserem Sortiment finden Sie Modelle aus Polyolefinschaum. Wenn Ihr Parkett aus Hartholz besteht, könnte jedoch eine stärkere Unterlage in Form von Faser- oder Styropor-Platten notwendig sein. Der Vorteil von Rollenware besteht darin, dass diese auch zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet ist. Setzen Sie sich im Zweifelsfall mit unserem Serviceteam in Verbindung!

Weitere Unterlagsmatten

Für Bodenbeläge wie Linoleum oder PVC-Meterware, die sich elastisch über ihren Untergrund legen, sind Ausgleichsmatten zu empfehlen, die über kleine Unebenheiten hinweggehen und verhindern, dass sich diese auf Dauer von unten durch den Belag drücken – der Fachmann spricht von "Durchtelegrafieren". Während Linoleum von sich aus schallhemmend wirkt, bieten wir für PVC-Beläge auch Trittschallstreifen an; wahlweise mit selbstklebender Oberseite, auf der der Belag direkt fixiert werden kann. Solche selbstklebenden Unterlagsmatten sind zum Teil sogar für die Verklebung von Teppichfliesen geeignet, falls Sie diese nicht, wie üblich, lose verlegen möchten. Sehen Sie jedoch in der Verlegeanleitung nach, ob der Hersteller eine feste Verlegung für zulässig erklärt.

Neben universell anwendbaren Ausgleichs- und Klebematten finden Sie in unserem Sortiment auch Unterbodensysteme, mit denen Sie schnell verlegbaren Untergründe für die Bodenbeläge unseres Sortiments erhalten – vom Vinyl- bis zum Teppichboden. Die Systeme bestehen jeweils aus einer Unter- und einer Deckplatte mit einer Gesamtstärke von nur rund 10 mm. Sie gleichen unebene Untergründe aus, dämmen gegen Bodenkälte und reduzieren Trittschall. Außerdem lassen sie sich direkt nach der Verlegung weiterverarbeiten – unabhängig davon, ob Meterware, Klick- oder Klebeböden auf ihnen verlegt werden sollen.

Wir hoffen, dass Sie nun einen Überblick darüber haben, welche Unterlegmatten zu Ihrem Wunsch-Bodenbelag passen! Sollten weitere Unklarheiten bestehen, wenden Sie sich einfach an uns. Fachliche Beratung erhalten Sie bei BodenFuchs24 wahlweise telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!