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Vinyl als Rollenware (PVC-Boden)

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Kaufberatung: Vinyl- & PVC-Bodenbelag als Meterware

Sie sind auf der Suche nach einem Fußbodenbelag zum Ausrollen? Elastisch, dekorativ und pflegeleicht? Dann sollten Sie sich nach einem modernen PVC-Bodenbelag umsehen! Wie die Abkürzung bereits erahnen lässt, besteht ein solcher Belag aus Kunststoff. Genau genommen ist Polyvinylchlorid (kurz: PVC) eine chemische Verbindung, die sich zur Fertigung harter und spröder Kunststoff-Festkörper eignet. Erst durch die Beigabe von Weichmachern lassen sich weiche, elastische Kunststoffprodukte wie Folien, Schläuche, Kunstleder oder Bodenbeläge daraus formen. Ein kompletter Verzicht auf Weichmacher ist somit unmöglich.

Da sich Weichmacher im Laufe der Zeit aus Kunststoff lösen und von ihrer Umwelt aufgenommen werden können, stehen sie quasi unter ständiger Beobachtung: Viele Behörden, Wissenschaftler und Verbraucherschutzorganisationen setzen sich intensiv mit der Wirkung von Weichmachern auf unsere Umwelt und Gesundheit auseinander. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben bereits vor Jahren zu einem schrittweisen Umdenken in der Industrie geführt. So einigten sich die führenden Hersteller von PVC-Belägen zur Jahrtausendwende auf eine Selbstverpflichtung, künftig umwelt- und gesundheitsfreundlich zu produzieren. Seitdem kamen immer mehr Produkte mit alternativen Weichmachern oder unbedenklichen Kunststoffen auf den Markt. Bei Hartvinylböden verzichten viele Hersteller bereits komplett auf Weichmacher.

PVC-Bodenbeläge: Unterschiede & Eigenschaften

Heutzutage unterscheidet man dreierlei Arten von PVC-Bodenbelägen:

  1. Planken, die mit Kleber, Klicksystem oder lose verlegt werden können. Hersteller und Händler vermarkten sie unter den Bezeichnungen Vinyl- oder Designboden.
  2. Fliesen, die per Clipsystem verlegt werden können. Sie kommen vor allem als Gewerbe- und Industriebodenbeläge zur Anwendung.
  3. PVC-Meterware, die in verschieden breiten Bahnen erhältlich ist und zum Verlegen ausgerollt wird. Man spricht deshalb auch von PVC-Bahnenware oder Rollenware.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen PVC-Beläge! Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns Ihre Fragen über das Kontaktformular.

Was versteht man unter Vinyl-Rollenware?

Um der technischen Weiterentwicklung Rechnung zu tragen und deutlich zu machen, dass sich "guter" PVC-Boden von heute durch seine umwelt- und gesundheitsfreundliche Zusammensetzung von PVC-Boden nach alter Herstellungsweise unterscheidet, haben die Hersteller im Handel den Begriff der Vinyl-Meterware oder -Rollenware etabliert. Das Pendant dazu ist der Vinylboden in Planken- oder Dielenform, welcher aus technischer Sicht ebenso ein PVC-Bodenbelag ist. Wer also von Vinyl-Meterware spricht, meint zugleich PVC-Meterware. Einen objektiven Unterschied zwischen beiden gibt es nicht.

Unterschiede innerhalb der Vinyl- & PVC-Meterware

Bei der Suche nach einem PVC-Belag zum Ausrollen sollten Sie beachten, dass es zwei verschiedene Arten gibt: Einerseits homogene, andererseits heterogene Beläge. Homogene Vinyl- und PVC-Meterware besteht aus einer durchgängigen Schicht PVC, die überall die gleiche Zusammensetzung aufweist. Sie verfügt über eine Oberflächenvergütung, die das Material vor äußeren Einflüssen schützt. Dank dieses simplen Aufbaus kann homogener PVC-Belag folgende Eigenschaften vorweisen:

Elastisch leicht zu verarbeiten und bis 20 m² lose verlegbar
Widerstandsfähig feuchtigkeits- und abnutzungsbeständig
Pflegeleicht einfache Haus- und Reinigungsmittel genügen
Schallhemmend verringert Trittschall ohne zusätzliche Unterlage
Allergikerfreundlich Oberfläche ist antistatisch und bakterienhemmend

Zu den homogenen PVC-Belägen in unserem Sortiment zählen die Gerflor Mipolam-Kollektionen Cosmo, Symbioz und Troplan.

Was sind CV-Beläge?

Als heterogene Vinyl- und PVC-Meterware bezeichnet man Beläge, bei denen die Vinylschicht um eine Zwischenschicht aus geschäumtem PVC erweitert und/oder mit einem Schaumrücken unterlegt wird. Bei diesem Zusatz bleibt es meist nicht: Um die elastische Schicht zu stabilisieren, ergänzen die Hersteller einen formstabilen Kern aus Glas- oder Polyestervlies. Die offizielle Bezeichnung für solche mehrschichtigen Vinyl- und PVC-Beläge ist CV, was auf die englische Bezeichnung "cushioned vinyl" (auf Deutsch: geschäumtes Vinyl) zurückgeht. Zu den Vorteilen, die solche CV-Beläge bieten, gehören ihre erhöhte Trittschalldämmung und ihre fußwarme Haptik. Außerdem wirkt ihr Aufbau dämpfend, falls einmal ein zerbrechlicher Gegenstand herunterfällt. Gläser oder Porzellan gehen auf CV seltener kaputt als auf herkömmlichen Vinylböden.

Zu den CV-Belägen in unserem Sortiment zählt die übrige Vinyl-Rollenware von Gerflor.

Vinyl- & PVC-Boden – Kaufkriterien bei Meterware

1. Wo soll der Vinyl- & PVC-Boden verlegt werden?

Im Unterschied zu Parkett, Laminat und Linoleum liegt der große Vorteil von PVC-Bodenbelägen darin, dass sie uneingeschränkt in allen Wohnbereichen verlegt werden können – auch als Meterware sind sie feuchtigkeitsbeständig und rutschfest. Hinzu kommt, dass sich PVC-Böden dank ihrer Oberflächenvergütung selbst in stark frequentierten Räumen wie Diele, Flur und Wohnzimmer bewährt haben. Auf Grund ihrer geringen Dicke von 2 mm bis 4 mm stellt sich bei ihnen eher die Frage, worauf sie verlegt werden sollen. Denn unebene Untergründe können sich mit der Zeit auf die Beläge übertragen oder bereits ihre präzise Verlegung erschweren.

Grundsätzlich empfehlen die Hersteller, dass der Untergrund glatt, fest, trocken und sauber sein soll. Diese Voraussetzungen sind bei Estrich- und Betonböden am ehesten gegeben. Einzig raue Betonböden sollten vor der Verlegung von Vinyl- und PVC-Rollenware gespachtelt werden. Wenn Sie PVC-Belag als Renovierungsboden auf einem Altbelag verlegen möchten, eignen sich Holzfußböden, Parkett und Laminat ähnlich gut, sofern diese ausreichend gereinigt, geglättet und befestigt sind. Weiche, nachgiebige Untergründe sind für PVC-Beläge ungeeignet. Dies gilt für PVC-Altbeläge ebenso wie für textile Auslegware oder Teppichböden.

Bei Fliesen als Untergrund sollten Sie eine geeignete Ausgleichsmasse aufbringen. Ansonsten können Sie davon ausgehen, dass sich das Fugenraster früher oder später auch im PVC-Belag abzeichnen wird. Ferner sollten Sie abwägen, ob ein luftdichter Abschluss, wie er durch das PVC entsteht, auf dem Fliesenuntergrund geeignet ist. Generell ist Vorsicht angebracht, wenn eine Restfeuchte im Untergrund vorhanden sein kann oder auf Grund der räumlichen Gegebenheiten – wie in Kellern oder Garagen – die Gefahr besteht, dass die PVC-Meterware von unten feucht wird. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie am besten unser Serviceteam, um sich zu vergewissern, ob Ihr favorisierter Belag für den Anwendungsfall infrage kommt.

Ein weiterer Vorteil der geringen Belagsstärke von Vinyl- und PVC-Rollenware ist ihr niedriger Wärmedurchlasswiderstand, welcher deutlich unter jenem von Kork-, Parkett- und Holzfußböden liegt. Sie finden die genauen Angaben zu Ihrem Belag auf der Produktverpackung oder im technischen Datenblatt. Relevant wird der Wärmedurchlasswiderstand, wenn Sie Ihren PVC-Belag auf einem Boden mit Fußbodenheizung verlegen möchten. Liegt der Wert über 0,15 m² K/W, wird die Heizung ineffizient. Ist dies nicht der Fall, können Sie den PVC-Belag bedenkenlos verlegen. Wichtig ist nur, dass Sie ihn vollflächig verkleben. Ansonsten könnten sich Luftbläschen unter ihm bilden, die schlimmstenfalls wie eine Isolationsschicht wirken.

Wenn Sie Vinyl- und PVC-Rollenware für den Gewerbebereich suchen, sollten Sie bei der Auswahl auf die Nutzschicht des Belags achten: Je dicker diese ist, umso stärker kann der Belag beansprucht werden. Als Richtwert können Sie 0,50 mm annehmen – Modelle mit dieser Nutzschicht sind sowohl für den Wohn-, als auch für den Gewerbebereich geeignet. Für stark frequentierte Objekte wie Eingangsbereiche, Großraumbüros, Praxen oder Verkaufsräume ist eine Nutzschicht über 0,50 mm zu empfehlen. Mithilfe des Filters Nutzschichtdicke können Sie unser Sortiment gezielt eingrenzen. Bei Fragen steht Ihnen unser Serviceteam gern zur Verfügung!

2. Wie soll der Vinyl- & PVC-Boden verlegt werden?

Sobald feststeht, in welchem Raum oder Raumbereich die neue PVC-Meterware verlegt werden soll, sollten Sie die Fläche ausmessen, um den Materialbedarf und die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Außerdem bildet der ermittelte Wert einen wichtigen Anhaltspunkt, um sich für eine der beiden Verlegearten zu entscheiden: Als Faustregel gilt, dass das lose Verlegen auf Flächen bis 20 m² fachgerecht möglich ist. Eine Fixierung mit Teppichklebeband oder doppelseitigen Klebestrips entlang der Außenkanten und Stöße ist in diesem Fall zu empfehlen. Beachten Sie, dass die Klebemittel laut Verlegeanleitung häufig weichmacherbeständig sein sollten.

Bei größeren Fußbodenflächen muss ein Vinylboden zum Ausrollen vollflächig verklebt werden, damit er dauerhaft ortsfest bleibt. Dazu benötigen Sie einen einseitig aufzutragenden Dispersionsklebstoff, den Sie mit einem Spachtel auf dem Untergrund verteilen. Passende Klebemittel zu unserer Vinyl- und PVC-Rollenware finden Sie auf der jeweiligen Artikeldetailseite oder mithilfe des Produktfinders in unserer Kategorie Klebstoffe. Um harmonische Übergänge zwischen den Bahnen zu erzielen, sollten Sie die Stöße außerdem kaltverschweißen. Dazu benötigen Sie ein spezielles Kaltschweißmittel, welches vorsichtig entlang der Stöße zwischen den Bahnen eingebracht werden muss. Lassen Sie die Klebestellen anschließend noch etwa eine Stunde trocknen, ehe Sie den Fußbodenbelag erstmals belasten. Einige Hersteller wie Gerflor sehen ein thermisches Verschweißen vor. Dieses sollte immer erst 24 Stunden nach dem Verkleben des Belags und bestenfalls von einem Fachmann ausgeführt werden.

Apropos Bahnen: Sie werden feststellen, dass Vinyl- und PVC-Meterware in verschiedenen Bahnenbreiten angeboten wird. Das kleinere Standardmaß beträgt 2 m, das größere 4 m. Als Ergänzungsmaße werden von einigen Herstellern noch Breiten von 3 m und 5 m angeboten. Der Vorteil schmaler Bahnen liegt darin, dass sie einfacher zu verarbeiten sind, während breite Bahnen eher zur Verlegung in großen Räumen geeignet sind. Je weniger Bahnen Sie benötigen, umso weniger Übergänge müssen kaltverschweißt werden.

3. Wie soll der Vinyl- & PVC-Boden aussehen?

Wenn Sie sich festgelegt haben, welche technischen Eigenschaften Ihr neuer PVC-Fußbodenbelag aufweisen soll und welche der beiden Verlegearten Ihren Anforderungen entgegenkommt, können Sie die Auswahl anhand der äußeren Merkmale weiter eingrenzen. Dazu stehen Ihnen in unserem Onlineshop mehrere Filterfunktionen zur Verfügung. Mit dem Filter Optik können Sie gezielt nach Vinyl- und PVC-Meterware in Ihren bevorzugten Dekoren suchen. Wir unterscheiden:

  • Meterware in Holzoptik, wobei dies Parkett-, Laminat- und Dielenoptik einschließt
  • Meterware in Steinoptik, wobei dies Betonoptik und Fliesenoptik einschließt
  • Meterware in Abstraktoptik, wobei dies bunte Marmorierungen und Fantasie-Dekore einschließt

Der Filter Oberflächenstruktur erlaubt Ihnen, zwischen glatten und strukturierten PVC-Belägen zu wählen. Letztere sind in der Regel in Holzoptik gestaltet und verfügen über eine oberflächliche Prägung, die den authentischen Charakter des Dekors unterstreichen soll. Wenn Sie von vornherein eher nach einer passenden Farbe als nach einem passenden Dekor suchen, empfehlen wir den Filter Farbton. Mit seiner Hilfe können Sie unser Sortiment nach hellen, mittleren, dunklen oder rötlich gefärbten PVC-Belägen als Meterware filtern.

Unsicher? Dann Muster anfordern!

Sie haben sich einen Belag ausgesucht, sind sich aber noch unsicher, ob er in natura wirklich Ihren Erwartungen entspricht? Wenn das so ist, raten wir Ihnen, zuerst ein Muster bei uns anzufordern – am besten auch von weiteren Belägen, die Ihnen gefallen. Bis zu fünf verschiedene Muster sind zulässig. Der Service ist zwar nicht kostenlos, aber dafür erhalten Sie von uns einen Einkaufs-Gutschein, den Sie beim Kauf der gewünschten Vinylboden-Rollenware gleich mit einlösen können.

Häufige Fragen zu Vinyl- & PVC-Rollenware

  • Wie hoch sind die Kosten für PVC-Boden als Meterware? – Bei BodenFuchs24 können Sie homogene PVC-Meterware bereits ab einem Preis von rund 10 Euro/m² online bestellen. Für heterogene CV-Beläge sollten Sie mindestens 25 bis 40 Euro/m² einkalkulieren.
  • Wie kann man Vinyl- & PVC-Rollenware später wieder entfernen? – Am einfachsten lässt sich lose verlegter PVC-Boden entfernen. Hier können Sie große zusammenhängende Flächen vor dem Abtransport mithilfe eines Cuttermessers "portionieren". Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht in den Untergrund schneiden. Bei punktuell verklebten Belägen genügt kräftiges Abziehen an den Klebepunkten. Diese befinden sich meist an den Ecken und Rändern. Zusätzlich können Haftstreifen angebracht worden sein, die parallel oder kreuzförmig verlaufen. Bei vollflächig verklebter Vinyl- & PVC-Rollenware sollten Sie mit dem Cuttermesser feine Streifen schneiden und dann mit einem Spachtel versuchen, die Belagstreifen von der Klebefläche zu trennen. Auch ein elektronischer Teppichstripper oder Spachtel leistet hierbei gute Dienste. Die Kleberückstände können nach Entfernen des Belags abgespachtelt oder abgeschliffen werden. Manchmal ist es auch möglich, sie mithilfe von Lösungsmitteln aufzuweichen, sodass sie sich mit warmem Wasser und Spülmittel abschrubben lassen.
  • Ist Vinyl- & PVC-Meterware in jedem Fall recycelbar? – Sie können sich darauf verlassen, dass Neuware von bekannten Herstellern und Marken recycelbar ist. In unserem Sortiment finden Sie ausschließlich 100% recycelbare Vinyl- & PVC-Meterware.

Haben Sie damit Ihr Wissen rund um PVC-Fußbodenbelag erweitert? Dann schauen Sie sich bei BodenFuchs24 gleich nach Ihrem favorisierten Belag um und nutzen Sie vor dem Kauf unseren Musterservice. Gerne beraten wir Sie auch ausführlich zu unserem Sortiment! Sie erreichen unser Serviceteam während der Telefonzeiten oder können uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular mitteilen.