PVC-Boden

Überblick: PVC-Bodenbelag

Sie möchten einen elastischen Bodenbelag verlegen? Dann kommen Sie nicht an PVC-Boden vorbei! Seit vielen Jahrzehnten dominieren diese drei Buchstaben den Markt. Doch was steckt eigentlich hinter dem Kürzel? Und welche Unterschiede zwischen PVC-Bodenbelägen sollten Sie vor dem Kauf berücksichtigen? – Auf dieser Seite finden Sie Antworten und können gezielt in unser Sortiment einsteigen.

Was ist PVC-Boden? Was sind PVC-Bodenbeläge?

So wie Korkparkett, Linoleum und andere elastische Bodenbeläge ist auch PVC-Boden nach seinem Grundstoff benannt. In diesem Fall: Polyvinylchlorid. Der besser als "PVC" bekannte Kunststoff wird aus Vinylchlorid gewonnen – einem farblosen, brennbarem Gas, das bei Aufnahme über die Atemwege leicht betäubend wirken kann. Im Gegensatz dazu ist PVC ein fester Stoff von weißer Farbe und leichter Brüchigkeit. Nur durch Beimengung von Weichmachern und Stabilisatoren entsteht aus ihm ein Material, das sich zu weichen, biegsamen und strapazierfähigen Bodenbelägen verarbeiten lässt. Im Fachjargon spricht man von "Weich-PVC".

Als in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts die ersten PVC-Auslegewaren auf den Markt kamen, war Linoleum der dominierende elastische Bodenbelag. Dieser hatte allerdings drei Nachteile gegenüber dem neuen Konkurrenten aus Kunststoff: Er war preisintensiver in der Herstellung, bot weniger Gestaltungsmöglichkeiten und war durch seinen Eigengeruch nach Leinöl berüchtigt. Deshalb war der geruchlose und vielgestaltige PVC-Fußboden eine willkommene Alternative, die sich auf Grund ihrer attraktiven Anschaffungspreise schnell verbreitete.

Während sich das Angebot an PVC-Böden im Laufe der Zeit immer breiter auffächerte, zogen für ihre Hersteller allmählich dunkle Wolken auf. Es begann damit, dass die so genannte Vinylchlorid-Krankheit in den Siebzigerjahren entdeckt und als Berufskrankheit anerkannt wurde. Weitere Untersuchungen ergaben, dass das Gas auch krebserregend sein kann. Schließlich wurden über die Phthalat-Weichmacher, als weiterer Hauptbestandteil von PVC-Böden, ebenfalls gesundheitliche Risiken bekannt. In Summe führten die Erkenntnisse und ihre mediale Verbreitung dazu, dass sich die Kundschaft zunehmend von PVC-haltigen Produkten abwendete. Die führenden Bodenbelagshersteller reagierten nach der Jahrtausendwende mit einer Umstellung ihrer Rezepturen und dem weitgehenden Verzicht auf Phthalate, sodass man heute wieder guten Gewissens behaupten kann, dass PVC-Böden gesundheitlich unbedenklich sind. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie bei Fachhändlern wie BodenFuchs24 kaufen und darauf achten, dass die Ware ein bekanntes Prüfsiegel wie den "Blauen Engel" trägt.

Die neuen Rezepturen veränderten auch die typische Gestalt des PVC-Bodens, der bis dahin vornehmlich als Auslege- bzw. Meterware gefertigt wurde. So hielten nach der Jahrtausendwende zunehmend Beläge Einzug, die im Format von Fliesen, Dielen oder Planken gehalten sind und bis heute günstige Alternativen zu hochwertigen Bodenbelägen wie Parkett oder Naturstein bilden. Bei Herstellern und Händlern haben sie sich unter der Bezeichnung "Vinylboden" etabliert. Sie sehen: Der Grundstoff PVC verleiht auch ihnen seinen Namen! Um den technischen Unterschied zu den früheren PVC-Böden zu unterstreichen, wird Vinylboden allerdings auch als "Luxus-Vinylboden" oder "Vinyl-Designboden" vermarktet.

PVC-Bodenbelag im Wohn-Essbereich

PVC-Boden: Aufbau & Eigenschaften

Zwischen der klassischen PVC-Meterware, die buchstäblich von der Rolle verkauft wird, und den Belagsstücken der Vinylböden besteht also eine enge Verwandtschaft. Doch weil die Entwicklung nicht einschläft, haben sich immer größere Unterschiede aufgetan. So haben Sie längst die Möglichkeit, sich für Designböden aus unbedenklichen Kunst- oder Verbundstoffen zu entscheiden. Dazu gehören auch PVC-freie Vinylböden zu entscheiden – was wortwörtlich natürlich ein Widerspruch in sich ist. Bei diesen Bodenbelägen werden Rohstoffe verarbeitet, die dem Kunststoff in ihren Eigenschaften sehr nahekommen und demzufolge zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Allerdings hat der Verzicht auf PVC seinen Preis, weshalb die Beläge bislang noch keine großen Marktanteile verzeichnen. Sie deuten aber den Trend an, dass es langfristig zu einem Abschied von PVC als Grundstoff kommen wird.

Um Ihnen die wesentlichen Unterschiede zwischen PVC-Belag als Meterware und Stückware zu verdeutlichen, haben wir folgende Übersicht zusammengestellt:

PVC-Boden als Meterware PVC-Boden als Stückware
Grundlegender Aufbau heterogen oder homogen immer heterogen
Materialaufbau Vollvinylboden, Cushioned Vinyl (CV-Belag) u. a. Vollvinylboden, Vinyllaminat (Vinyl mit HDF), Hartvinylboden (Rigid-Vinyl), Mineraldesignboden, Vinyl-Korkboden u. a.
Format Bahnen in verschiedenen Breiten Fliesen, Dielen oder Planken in verschiedenen Abmessungen
Verlegung selbstliegend oder vollflächige Verklebung selbstliegend, vollflächige Verklebung oder schwimmende Verlegung
Belagsstärke ca. 4 mm bis 15 mm ca. 1,5 mm bis 11 mm

Der überwiegende Teil von PVC-Bodenbelägen ist heterogen aufgebaut, das bedeutet, dass sie aus mehreren Schichten bestehen, die sich in ihrer Materialzusammensetzung unterscheiden. Im Gegensatz dazu werden homogene Beläge aus einer oder mehreren Schichten gefertigt, die in ihrer Zusammensetzung identisch sind. Der Vorteil von homogenem PVC kommt vor allem in gewerblichen und Objektbereichen zum Tragen, denn die Beläge sind enorm belastbar und dauerhaft strapazierfähig. Heterogene Beläge eröffnen dafür größere Gestaltungsspielräume, was sie für Wohnbereiche und repräsentative Räume prädestiniert.

In puncto Materialaufbau gibt es bei der Meterware keine großen Spielräume: Die flachen Bahnen werden in der Regel aus Vollvinyl gefertigt. Sie sind dadurch wasserfest, widerstandsfähig, pflegeleicht und grundlegend trittschallhemmend. Um besonders weiche, fast teppichähnliche Beläge zu erhalten, setzen viele Hersteller auch geschäumtes PVC (auf Englisch: "cushioned vinyl") ein. Bei der Stückware geht die Bandbreite weit auseinander, da neben Vollvinyl zunehmend Multilayer-Böden eine Rolle spielen. Während erstere Schicht für Schicht aus PVC bestehen, kommen bei letzteren verschiedene Materialien wie hochdichte Faserplatte (HDF), Kork oder Verbundstoffe mit mineralischen Anteilen zum Einsatz. Den Herstellern gelingt es auf diese Weise nicht nur, den PVC-Anteil zu senken und die Beläge damit umweltfreundlicher und recyclingfähiger zu machen. Sie erreichen damit auch, dass die hohe Elastizität von PVC gezügelt wird. Dadurch neigen Multilayer-Böden weniger dazu, sich bei Wärme auszudehnen. Sie bleiben langfristig form- und maßstabiler. Im Fachjargon spricht man gar von Hartvinyl (auf Englisch: "rigid vinyl").

Vorteile von PVC-Bodenbelägen

Abgesehen von den Unterschieden bei ihrem Aufbau, haben PVC-Böden eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die ihren dauerhaften Erfolg gegenüber anderen Bodenbelägen begründen:

gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als Meterware sehr günstig in der Anschaffung
strapazierfähige Oberflächen bei entsprechender Nutzschicht selbst in Industriebereichen einsetzbar
geringer Pflegebedarf mit Oberflächenvergütung sehr anspruchslos in der Unterhaltspflege
wasserfest & relativ rutschsicher bis auf wenige Ausnahmen als Feuchtraumböden geeignet
angenehme Elastizität bieten besonders als Weich-PVC Begehkomfort und Trittschallminderung
flacher Materialaufbau eignen sich als Renovierungsböden auf vielen Altbelägen und Untergründen
vielfältige Designs große Farbpalette bis hin zu realistischen Nachbildungen von Holz und Stein

Details und "harte Fakten" zu den genannten Eigenschaften erfahren Sie in unseren Beratungstexten auf den Kategorien der entsprechenden Beläge, auf den Artikeldetailseiten sowie in den technischen Datenblättern zu den einzelnen Artikeln.

Nachteile von PVC-Bodenbelägen

Keine Frage: Wo Stärken sind, sind auch Schwächen! Deshalb möchten wir an dieser Stelle auch auf die grundlegenden Nachteile von PVC-Böden eingehen. Einige – wie den Kunststoffanteil und die Temperaturanfälligkeit – haben wir bereits erwähnt. Hier noch einmal ein Überblick:

geringe Nachhaltigkeit Beläge bestehen oft nicht aus recycelten Materialien oder sind nicht komplett recyclingfähig
temparaturempfindlich besonders Weich-PVC bleibt bei hohen Temperaturen nicht dimensionsstabil
punktuell elastisch sorgfältige Untergrundvorbereitung oder Unterlagsmatten erforderlich
selten 100% emissionsfrei durch den PVC-Anteil werden geringfügig (unbedenkliche) Weichmacher freigesetzt

Die führenden Hersteller arbeiten kontinuierlich daran, diese Nachteile zu beheben oder zumindest auszugleichen. So haben sich viele von ihnen beispielsweise den Initiativen "Vinyl 2010" und "VinylPlus" verpflichtet, um eine nachhaltige und klimafreundliche Produktion voranzutreiben. Einige Mankos, wie die Sensibilität gegenüber hohen Temperaturen und UV-Licht, sind jedoch dem grundsätzlichen Materialaufbau geschuldet und nur zu überwinden, indem auf Alternativen zu PVC gesetzt wird. Für Flächen im Außenbereich empfehlen wir ohnehin, zu widerstandsfähigeren Belägen wie Dielen aus Echtholz oder Holz-Kunststoff-Verbindungen (kurz: WPC) zu greifen.

PVC-Boden verlegen: verklebt oder geklickt

PVC-Boden verlegen: Was gibt es zu beachten?

Wenn Sie Ihren neuen Bodenbelag selbst verlegen möchten, sind dafür nicht alle PVC-Böden zu empfehlen. Insbesondere die klassische Meterware ist auf Grund ihrer unhandlichen Bahnen schwierig zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass diese Bahnen auf größeren Flächen in der Regel vollflächig am Untergrund verklebt werden sollten, was Geschick und Erfahrung im Umgang mit den entsprechenden Klebemitteln verlangt. Auf kleineren Flächen und für den privaten Gebrauch kann eine lose Verlegung mit Klebebandfixierung ausreichen. Ob dies auf Ihren favorisierten Belag zutrifft, entnehmen Sie am besten der Verlegeanleitung des Herstellers!

Ein weiterer Grund dafür, dass die Meterware vornehmlich von Profis verlegt wird, ist das Verschlussverfahren, mit dem die Nähte nebeneinanderliegender Bahnen abgedichtet werden. Man spricht dabei entweder vom "Kaltverschweißen" oder vom "thermischen Verschweißen". Dazu werden neben den geeigneten Schweißmitteln auch einschlägige Werkzeuge benötigt, die Heimwerkende meist extra kaufen oder von einem Baumarkt mieten müssen. Im Vergleich dazu geht die Verarbeitung von PVC-Fußböden im Fliesen-, Dielen- oder Plankenformat deutlich leichter von der Hand. Hier haben Sie die Wahl zwischen folgenden Verlegetechniken:

  • Kleben im nassem Kleberbett ("Dryback")
  • Kleben im trockenen Kleberbett mit Klebefolie als Haftvermittler
  • Kleben auf Dämmung mithilfe spezieller Unterlagsmatten
  • schwimmendes Verlegen mithilfe eines Klicksystems der Belagsstücke
  • schwimmendes Verlegen mithilfe von Clipverbindungen der Belagsstücke
  • loses Verlegen mit Fixierung in Randbereichen
  • loses Verlegen selbsthaftender oder selbstklebender Belagsstücke

Beachten Sie, dass PVC-Boden zum Kleben nicht schwimmend verlegt werden kann, während Klick-PVC-Boden in bestimmten Anwendungsbereichen sogar verklebt werden sollte! So lautet unsere Empfehlung, in Feuchträumen generell auf eine schwimmende Verlegung zu verzichten, damit der Fußboden stabil und wasserdicht liegt und somit nicht nur gegen Spritzwasser, sondern notfalls auch für stehende Nässe gewappnet ist. Praktische Informationen zu den Verlegetechniken erhalten Sie in unserem Vinylboden-Ratgeber.

Untergrundvorbereitung: ja oder nein?

Unabhängig von der Verlegetechnik, stellen PVC-Bodenbeläge gewisse Anforderungen an den Untergrund, auf dem sie verlegt werden sollen. Gemäß DIN 18365 "Bodenbelagsarbeiten" ist eine fachgerechte Verarbeitung nur auf ebenen, sauberen, trockenen und festen – also auch tragfähigen – Untergründen möglich. Handelt es sich bei dem Untergrund um den bisher genutzten Bodenbelag, gelten je nach Materialaufbau des neuen Belags weitere Einschränkungen. Hersteller führen diese normalerweise in ihren Verlegeanleitungen auf. Wenn Sie in dieser Hinsicht unsicher sind oder noch Fragen offen bleiben, können Sie sich gerne mit unserer Kundenberatung in Verbindung setzen! Grundsätzlich gilt, dass sich viele Defizite von Untergründen mithilfe von Ausgleichsmassen oder Unterlagen beheben lassen. Solches Bodenzubehör können Sie in unserem Onlineshop gleich zu Ihrem PVC-Boden dazubestellen.

Anwendungsbereiche für PVC-Boden

Wenn Sie sich fragen, welcher PVC-Fußboden für Ihren Anwendungsbereich geeignet ist, sollten Sie sich vor allem an der Nutzschicht orientieren: Je dicker diese bei einem Belag gefertigt ist, umso stärker und langfristiger kann er strapaziert werden. Demzufolge werden Beläge mit dicken Nutzschichten eher höheren Nutzungsklassen zugeordnet. Die Einteilung dieser Klassen erfolgt gemäß DIN EN ISO 10874 bzw. DIN EN 13329. Um zu erfahren, welcher Klasse Ihr bevorzugter Belag zugeordnet ist, werfen Sie am besten einen Blick in sein technisches Datenblatt. Dieses steht auf seiner Artikeldetailseite zum Download bereit. Als Orientierungswert ist die Nutzschichtdicke aussagekräftig, die Sie jeweils unter den wichtigsten Merkmalen eines Belags finden.

  • mit 0,20 mm bis 0,30 mm Nutzschicht eignen sich PVC-Böden für Wohnbereiche mit geringer bis normaler Beanspruchung
  • ab 0,40 mm bis 0,55 mm Nutzschicht eignen sich PVC-Böden für alle Wohnbereiche sowie für öffentliche und gewerbliche Bereiche mit normaler Beanspruchung
  • ab 0,70 mm bis 1,00 mm Nutzschicht eignen sich PVC-Böden für öffentliche und gewerbliche Bereiche mit hoher Beanspruchung sowie für industrielle Bereiche mit geringer Beanspruchung
  • ab 1,00 mm Nutzschicht sind PVC-Böden für alle öffentlichen und gewerblichen Bereiche sowie für industrielle Bereiche mit hoher Beanspruchung geeignet

An der Nutzschicht allein können Sie allerdings noch nicht ablesen, ob sich ein PVC-Boden zur Verlegung in einem Feuchtraum eignet. Dies hängt in erster Linie von seinem Materialaufbau ab. Je höher der PVC-Anteil, umso wahrscheinlicher, dass ein Belag wasserdicht ist. Somit können Sie davon ausgehen, dass PVC als Meterware generell wasserfest ist und daher bedenkenlos in Bädern, Küchen, Toiletten u. Ä. verlegt werden kann. Auch bei PVC-Bodenplatten für industrielle Anwendungsbereiche gibt es normalerweise keine Einschränkungen. Vorsicht ist vor allem bei Vinylböden angebracht: Sind diese nicht aus Vollvinyl aufgebaut, sollten Sie darauf achten, ob sie von ihrem Hersteller als feuchtraumgeeignet gekennzeichnet sind!

Um zu verdeutlichen welche PVC-Bodenbeläge für welche Anwendungsbereiche am besten geeignet sind, haben wir folgende Übersicht für Sie zusammengestellt:

Welcher Anwendungsbereich? Welcher PVC-Boden eignet sich?
private Feuchträume (Badezimmer, Küche, WC u. Ä.) PVC-Meterware und feuchtraumgeeigneter Vinylboden
gewerblich oder öffentlich genutzte Feuchträume ausreichend rutschfeste PVC-Meterware
private Wohnräume (Flure, Schlafzimmer, Wohnzimmer) alle Vinylböden und dekorative PVC-Meterware
Heimbüros, gewerbliche oder öffentliche Büros entsprechend stuhlrollengeeignete Vinylböden und PVC-Meterware
andere gewerbliche Räume (Einzelhandel, Gastronomie u. Ä.) Vinylboden und PVC-Meterware mit geeigneter Nutzschicht
andere öffentlich genutzte Räume (Behörden, Schulen u. Ä.) PVC-Fliesen, PVC-Meterware und Vinylboden mit geeigneter Nutzschicht
Garagen, Werkstätten und industriell genutzte Räume PVC-Fliesen und Vinylboden mit geeigneter Nutzschicht
PVC-Boden in Textil- und Holzoptik

PVC-Bodenbeläge: Formate & Ästhetik

Ihre große Beliebtheit verdanken PVC-Beläge nicht nur den zahlreichen praktischen Vorzügen und den breit gefächerten Anwendungsbereichen, sondern auch ihrer vielseitigen Ästhetik. Besonders die Entwicklung der Vinylböden mit ihren bedruckbaren Dekorschichten hat dem Image der elastischen Bodenbeläge anhaltend Auftrieb verliehen. Den führenden Herstellern ist es gelungen, hochauflösende Grafiken auf die extrem dünnen PVC-Schichten zu übertragen, sodass sie das Aussehen beliebter Bodenbeläge wie Fliesen und Teppichware bis hin zu natürlichen Materialien wie Holz oder Stein realistisch nachbilden.

  • PVC-Boden in Abstraktoptik ist oft dem Erscheinungsbild von Linoleum nachempfunden – mit der dafür typischen Marmorierung in vielen Farben. Hinzu kommen Beläge mit gesprenkelten, gepunkteten oder terrazzoähnlichen Mustern, die zur Verlegung auf großen Flächen in Behörden oder öffentlichen Einrichtungen vorgesehen sind.
  • PVC-Boden in Holzoptik ist dem Erscheinungsbild von Holzdielen und Parkett nachempfunden. Zu den beliebtesten Holznachbildungen gehört PVC-Boden in Eiche-Optik, weil das natürliche Vorbild hier besonders vielfältig hinsichtlich seiner Farbtöne ist. Die authentische Parkett-Optik wird dadurch erreicht, dass nicht nur die Holzoberflächen, sondern auch die Verlegemuster dieses klassischen Bodenbelags imitiert werden.
  • PVC-Boden in Stein- oder Fliesenoptik ist dem Erscheinungsbild von Kunst- oder Natursteinfliesen bzw. Natursteinoberflächen nachempfunden, wobei Vinylfliesen (nicht PVC-Fliesen) durch eine entsprechende Kantenfasung sogar das typische Fugenbild eines Fliesenbodens imitieren können. In gleicher Weise kann PVC als Bahnen- und Stückware an das Aussehen fugenloser Böden aus Beton oder Zement angelehnt sein. Zu den beliebtesten Steinimitationen gehört PVC-Boden in Marmor-Optik, weil er deutlich günstiger und ähnlich ausdrucksstark wie das natürliche Vorbild ist. Sehr gefragt sind neuerdings auch wieder Terrazzo-Optiken, sowohl in klassischer wie auch in bunter Farbgebung.
  • PVC-Boden in Textiloptik ist dem Erscheinungsbild von Textil- oder Teppichböden nachempfunden. Seine Haptik ist mit dem Vorbild sicher nicht vergleichbar, dafür erhalten Sie einen pflegeleichten und leicht zu reinigenden Bodenbelag.

Im Hinblick auf Vielfalt und Realismus übertreffen die modernen Vinylböden die klassische PVC-Meterware deutlich, wenngleich auch hier immer überzeugendere Ergebnisse erzielt werden. Ein entscheidender Vorteil der Stückware liegt jedoch in den kleinteiligen Formaten ihrer Belagsstücke, die sich sowohl an den Abmessungen von Fliesen als auch von Dielen oder Parkettstäben orientieren. Dem entsprechend können sie auch in verschiedenen Mustern verlegt und auch farblich durchmischt werden, sodass sich stets ein individuelles Gesamtbild ergibt.

Solche Gestaltungsspielräume bieten die Meterwaren nicht, da sie nach wie vor aus relativ breiten Bahnen bestehen. Diese sind mindestens 2 m breit. Bei einigen Modellen aus unserem Sortiment haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Bahnenbreiten von 2 m über 3 m bis 4 m. Bedenken Sie vor dem Kauf, dass von der Breite abhängt, wie viele einzelne Bahnen Sie in einem Raum verlegen müssen und wie viele Übergänge zwischen den Bahnen dadurch entstehen. Je weniger Übergänge, umso weniger Stöße müssen am Ende verschweißt werden! Andererseits ist die Arbeit mit breiten PVC-Bahnen oftmals schwieriger als mit schmaleren.

Farbvielfalt von PVC-Böden

So abwechslungsreich sich PVC-Böden im Hinblick auf die Gestaltung ihrer Dekore zeigen, so vielfältig ist auch ihre Farbwelt. Doch bevor Sie in die Recherche nach einem Belag in Ihrer Lieblingsfarbe einsteigen, sollten Sie zuerst entscheiden, ob ein heller oder dunkler Belag besser geeignet ist.

  • Der Vorteil eines hellen PVC-Bodens besteht zum einen darin, dass er kleine Räume oder Räume mit niedrigen Decken größer wirken lässt. Zum anderen verstärkt er den natürlichen Lichteinfall in Räumen mit kleinen Fenstern oder einer Einrichtung in dunklen Farben.
  • Umgekehrt neigt ein dunkler PVC-Boden dazu, den natürlichen Lichteinfall zu "schlucken" und große Räume kleiner wirken zu lassen. Wenn Sie sich mit hellen Möbeln eingerichtet haben, kann ein dunkler Bodenbelag eine Überlegung wert sein, selbst wenn es sich um einen kleineren Raum handelt. In dem Fall wirkt der Boden durch den Kontrast wie eine Präsentationsfläche für die Möbel und setzt sie wirkungsvoll in Szene.

Auf Grundlage dieser Entscheidung können Sie in unserem Sortiment nach Ihrer bevorzugten Farbe stöbern. Beachten Sie dabei, dass die PVC-Meterwaren die komplette Farbpalette ausschöpfen, während Vinylböden vor allem in Braun-, Grau- und Weißtönen erhältlich sind. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass ihre Dekore vor allem als Holz- und Steinnachbildungen gestaltet sind. Aus demselben Grund sind auch einfarbige PVC-Böden eher bei den Meterwaren verbreitet. Von der Verwendung reinweißer oder reinschwarzer Beläge raten wir Ihnen aus praktischen Gründen ab. Um Ihnen bei der Auswahl zu helfen, fassen wir in der folgenden Übersicht die Wirkungen der beliebtesten Farben zusammen:

Belagsfarbe Psychologische Farbwirkung Wirkungsvolle Verlegeorte
PVC-Boden in Blau sachlich, besonnen, beständig Büros, Räume in Behörden und Praxen sowie öffentliche Empfangsbereiche
PVC-Boden in Braun geerdet, gemütlich, solide Ess- und Wohnzimmer, Empfangs- und Kundenbereiche in Gastronomie
PVC-Boden in Grau neutral, zurückhaltend, modern private Wohnräume wie Bäder, Küchen und Wohnzimmer, öffentliche Flure
PVC-Boden in Grün natürlich, lebendig, entspannend private Wohnräume wie Schlaf- und Kinderzimmer, Räume in Praxen
PVC-Boden in Schwarz seriös, elegant, würdevoll repräsentative Büros und Kundenbereiche im Einzelhandel, Räume für Ausstellungen
PVC-Boden in Weiß rein, sensibel, aufgeschlossen private Wohnräume wie Bäder, Schlaf- und Wohnzimmer, Räume für Ausstellungen

PVC-Boden als Muster bestellen

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Sie müssen keinen PVC-Boden aus unserem Sortiment ungesehen kaufen! Nutzen Sie unseren Musterversand, um sich vorab ein Bild von Ihren bevorzugten Modellen zu machen. Bis zu fünf Muster können Sie ein einem Durchgang bestellen. Für den Service erheben wir eine Aufwandsentschädigung, um missbräuchliche Bestellungen zu unterbinden. Im Gegenzug erhalten Sie von uns einen Einkaufs-Gutschein, den Sie direkt beim Kauf Ihres neuen PVC-Bodens in unserem Onlineshop einlösen können!

Haben wir Ihnen mit diesem Überblick weitergeholfen? Dann zögern Sie nicht, Ihre Recherche in unserem Onlineshop fortzusetzen! Bei Fragen zu einzelnen Artikeln oder zum Bestellvorgang hilft Ihnen unsere Kundenberatung gerne weiter. Sie erreichen Sie telefonisch, per E-Mail oder über das Kontaktformular.

Weiterführende Ratgeber-Beiträge