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Korkboden

Das Material, das viele nur von Flaschenverschlüssen kennen, kann auch als Fußboden verlegt werden: Korkboden bietet hohen Begehkomfort, fühlt sich fußwarm an und mindert den Hall in seiner Umgebung. Wer auf Nachhaltigkeit und gesundes Wohnen setzt, kommt eigentlich nicht an ihm vorbei. Mehr erfahren ...

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Kaufberatung: Korkboden

Im Vergleich zu Holz oder Stein ist Kork ein eher knapper Rohstoff. Weil er nur aus der Rinde von Korkeichen gewonnen werden kann, hängt seine Verfügbarkeit davon ab, wie viele Anbauflächen für die Bäume es gibt, wie gut diese gedeihen und wie verlustfrei die Rinden verarbeitet werden. Kein Wunder also, dass es weltweit nur wenige große Lieferanten gibt.

Was ist Korkboden?

Weil die Rindenstücke offensichtlich zu unförmig sind, um aus ihnen Fliesen oder Dielen für Bodenbeläge zu fertigen, behelfen sich die Korkverarbeiter mit Granulaten. Das heißt, sie zerkleinern Kork, der nicht anderweitig verwendet werden kann, und Korkreste, die bei der Korkverarbeitung anfallen, zu körnigen Rohmaterialien. Diese können anschließend unter hohem Druck zu Blöcken oder Scheiben gepresst werden. Durch die Gabe von Zusatzstoffen lässt sich die Festigkeit dieser Kork-Agglomerate variieren. Um aus ihnen Bodenbeläge herzustellen, werden beispielsweise Polyurethan- oder Phenolharze beigemengt.

Warum sich der Aufwand lohnt, wird deutlich, wenn man sich die Vorteile von Kork vergegenwärtigt: Er ist elastisch und gleichzeitig ein ausgezeichnetes Dämmmaterial. Beides kommt Bodenbelägen zu Gute, denn sie sollten sich beim Begehen möglichst komfortabel anfühlen, fußwarm sein und den Hall in der Umgebung mindern. Korkboden schneidet in dieser Hinsicht sogar besser ab als Parkett oder Fliesen. Hinzu kommt, dass er im Vergleich mit den meisten elastischen Bodenbelägen weitaus umweltfreundlicher, nachhaltiger und recyclingfähiger ist.

Zu den Nachteilen von Korkfußboden gehört, dass er sich unter dem Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit deutlich ausdehnt, sodass auf jeden Fall Dehnungsfugen eingehalten werden müssen. Außerdem kann er in Feuchträumen empfindlich auf stehende Nässe reagieren und aufquellen. Ein weiteres Manko ist sein vergleichsweise hoher Quadratmeterpreis: Laminat, Fliesen und auch viele der Vinylböden schneiden günstiger ab.

Varianten von Korkböden

Ähnlich wie Holz, kann Kork in verschiedenen Qualitäten und Materialzuständen zu Bodenbelägen verarbeitet werden. Grundlegend unterscheidet man zwischen:

  • Massivkork besteht aus nichts anderem als einzelnen, miteinander verpressten Korkstücken. Daraus können sowohl Korkparkett-, als auch Korkmosaikböden hergestellt werden. Während sich Korkparkett aus gehäckselten Korkstücken und -blöcken zusammensetzt, entstehen die Korkmosaike, indem gleichförmige Korkscheiben zu Matten verarbeitet werden, auf denen sie Reihe um Reihe angeordnet sind. Als Träger dient meist Papier oder Karton. Beide Arten von Massivkork werden in der Regel vollflächig am Untergrund verklebt.
  • Furnierkork ist ein Hybrid, bei dem in Scheiben geschnittener Kork auf eine Trägerschicht aus Korkgranulat verklebt wird. Daraus können sowohl Korkparkett, als auch Kork-Fertigparkett hergestellt werden. Der Unterschied zwischen den Korkvarianten liegt darin, dass bei Fertigparkett ein Nut-und-Feder-System an den Kanten der Belagsstücke eingearbeitet ist. So lassen sich die Fliesen und Dielen klebstofffrei schwimmend verlegen.

Furnierter Klebekork als Korkboden

In unserem Onlineshop bieten wir Ihnen Furnierkork zum Kleben an, der mit seinem zweischichtigen Aufbau natürliche Nachteile von Massivkork ausgleicht – insbesondere die Neigung, sich bei Wärme stark auszudehnen. Seine Trägerschicht aus Korkgranulat kann wie ein Gegenzug zum Deckbelag aus Kork wirken. Aus ästhetischer Sicht punktet Furnierkork mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten: Zum einen kann das Erscheinungsbild seines Deckbelags mit Oberflächenveredelungen variiert werden. Zum anderen sind Aufdrucke oder Einfärbungen möglich, die eine völlig neue Optik entstehen lassen.

Vor diesem Hintergrund haben Sie nicht nur Wahl zwischen herkömmlichen Korkböden, sondern können sich auch für Beläge mit realistischen Holz- oder Fliesennachbildungen entscheiden. Der Hersteller Amorim versteht es, die richtigen Korkstrukturen und Farbtöne zu kombinieren, um den Vorbildern möglichst nahe zu kommen. So können Sie auch zwischen Belägen wählen, die deutlich heller oder dunkler als natürlicher Kork gefärbt sind oder gar den braunen Farbbereich komplett verlassen. Die Produktentwickler von Amorim erreichen damit ein lange gehegtes Ziel: Korkböden werden ab sofort auch dort Einzug halten, wo sie mit ihrem herkömmlichen Erscheinungsbild wie Fremdkörper gewirkt hätten; etwa in urbanen Lofts, modernen Küchen oder repräsentativen Büros, in denen kühle Farben und reduziertes Design vorherrschen.

Die neue Flexibilität im Hinblick auf Verlegeorte und Anwendungsbereiche wird auch dadurch begünstigt, dass die Kork-Bodenbeläge von Amorim nicht nur feuchtraumgeeignet, sondern auch für Fußbodenheizungen zugelassen sind. Hier spielt der Klebekork mit Furnier weitere Vorteile gegenüber massivem Kork aus. Zum einen ist er durch seinen Materialaufbau wärmedurchlässiger, sodass er die Effizienz von Fußbodenheizungen nicht mehr beeinträchtigt als andere Bodenbeläge. Zum anderen können Sie davon ausgehen, dass der Korkboden wasserfest ist und somit nicht zum Aufquellen neigt, wenn er mit hoher Luftfeuchtigkeit und Spritzwasser konfrontiert wird. Daher kann er auch in Küchen und Badezimmern verlegt werden. Genaueres zum Feuchtigkeitsschutz und zur fachgerechten Verarbeitung erfahren Sie in der Verlegeanleitung des Herstellers.

Musterservice für Korkfußböden

Von allen Korkbelägen in unserem Sortiment können Sie sich vorab Muster nach Hause oder ins Büro schicken lassen. Nutzen Sie dazu die separate Bestellfunktion in unserem Onlineshop! Der Musterversand ist nicht kostenfrei. Im Gegenzug stellen wir Ihnen jedoch einen Einkaufs-Gutschein zu Verfügung, den Sie bei der Bestellung Ihres ausgewählten Korkbodens einlösen können.

Tipp: Kork-Designboden als Alternative

Wenn Sie grundsätzlich von Kork überzeugt sind, aber mit unserer Auswahl an Klebekork leider nicht glücklich werden, sollten Sie einen Blick auf unsere Kork-Designböden werfen! Diese umweltfreundlichen Bodenbeläge sind mehrschichtig aufgebaut und nutzen Kork entweder als Trägermaterial oder als Trittschalldämmung. Ihre Dekorschichten werden mit den unterschiedlichsten Motiven bedruckt und können ähnliche Holz- oder Steinnachbildungen aufweisen wie herkömmliche Designböden mit Vinyl.

Wir hoffen, dass wir Ihnen auf diese Weise bei Ihrer Kaufentscheidung helfen konnten. Sollten Fragen offengeblieben sein, erreichen Sie unsere Kundenberatung während der Servicezeiten telefonisch. Gerne können Sie Ihre Anfrage auch über das Kontaktformular einschicken.