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Bodenbeläge für Fußbodenheizungen

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Kaufberatung: Geeignete Fußböden die für Fußbodenheizung

Wer heutzutage neu baut oder ein Wohnhaus saniert, entscheidet sich in der Regel dafür, Flächenheizungen zu installieren. Heizkörper sind dagegen kaum noch gefragt. Bei Flächenheizungen unterscheidet man zwischen Bauteil-, Decken-, Fußboden- und Wandheizungssystemen. Am beliebtesten von ihnen sind Fußbodenheizungen. Bereits Ende der Zehnerjahre wurden in bis zu neunzig Prozent aller neuen Ein- und Zweifamilienhäuser Fußbodenheizungen installiert. Parallel dazu stieg die Nachfrage nach Bodenbelägen, die mit diesen Heizungssystemen kombiniert werden können.

Es gibt im Wesentlichen zwei Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein Bodenbelag auf einer Unterkonstruktion mit Fußbodenheizung verlegt werden kann:

  1. Der Bodenbelag muss wärmeleitfähig genug sein, damit die Heizung effektiv betrieben werden kann.
  2. Der Bodenbelag muss zur Art der installierten Fußbodenheizung passen.

Man unterscheidet zwei Arten von Fußbodenheizungen: elektrisch betriebene und wassergeführte. Erstere heizen mithilfe von Heizdrähten, in denen Energie in Wärme umgewandelt wird. Zweitere mit Heizungsrohren, in denen Wasser erwärmt wird. Der Knackpunkt: Die meisten Bodenbeläge sind für Warmwasser-Heizsysteme zugelassen. Für elektrische Heizsysteme gibt es deutlich weniger Zulassungen. Entscheidend für Sie ist, was der Hersteller des Bodenbelags sagt. In seinem technischen Datenblatt und/oder in der Verlegeanleitung sollten Sie die entsprechenden Angaben finden! Bleiben die Dokumente uneindeutig, finden Sie in unserer Kundenberatung einen geeigneten Ansprechpartner.

Vinylboden auf einer Fußbodenheizung?

Die Bodenbeläge aus Polyvinylchlorid (Vinyl oder kurz: PVC) überzeugen durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit und haben zudem den Vorteil eines flachen Materialaufbaus. Ihre Belagsstärke bewegt sich im Bereich zwischen 1,50 und 10,00 mm. Viele von ihnen sind nur um die 2 mm dick. So steht einem effektiven Heizbetrieb an sich nichts im Wege. Allerdings empfehlen wir, Vinylboden lieber auf einem Untergrund mit Fußbodenheizung zu verkleben, anstatt ihn schwimmend oder gar lose zu verlegen! Grund dafür ist, dass nur eine vollflächige Verklebung verhindert, dass sich kleine Hohlräume unter dem Belag bilden können, die den Wärmedurchlass behindern. Bei schwimmend verlegten Vinylböden kommt noch hinzu, dass sie immer mit einer Trittschalldämmung kombiniert werden sollten, die den Wärmedurchlass natürlich auch mindert.

PVC-Meterware auf einer Fußbodenheizung?

PVC-Meterware umfasst Bodenbeläge, die in Bahnen ausgerollt werden. Sie sind die Vorläufer der heutigen Vinylböden, deren Materialaufbau sich zum Teil deutlich von ihnen unterscheidet. PVC bleibt aber bei beiden das Grundmaterial. Deshalb sind auch die Eigenschaften der Beläge vergleichbar: Sie bieten eine hohe Elastizität, eine verlässliche Strapazierfähigkeit und beeinträchtigen die Wirkung von Fußbodenheizungen kaum. Ihre Wärmedurchlässigkeit liegt auf dem Niveau von Vinylböden. Voraussetzung ist aber auch bei der Meterware, dass sie vollflächig am Untergrund verklebt wird.

Laminat auf einer Fußbodenheizung?

Ähnlich dekorativ, aber ganz anders aufgebaut als Vinylboden – so könnte man Laminat in aller Kürze beschreiben. Weil der Bodenbelag weitgehend aus Holzwerkstoffen und etwas Papier besteht, ist er als günstige Alternative zu Parkett noch immer aktuell. Seine Eigenschaften unterscheiden sich zwar in einigen Punkten von dem Holzboden, im Hinblick auf seine Wärmedurchlässigkeit gibt es aber deutliche Überschneidungen: Die meisten Laminatböden lassen einen effektiven Betrieb von Fußbodenheizungen gerade noch zu, sie wirken jedoch wie eine zusätzliche Dämmschicht – zumal sie auch nur schwimmend verlegt werden können. Je dicker ein Laminatboden, umso größer sein Wärmedurchlasswiderstand. Ab einer Belagsstärke von 9,00 bis 10,00 mm kann dieser zu groß sein. Achten Sie deshalb genau darauf, ob Ihr gewünschter Belag für Fußbodenheizungen zugelassen ist!

Parkett auf einer Fußbodenheizung?

Im Unterschied zu Laminat, können Parkettböden sowohl schwimmend verlegt, als auch vollflächig verklebt werden. Letzteres ist beim Verlegen auf Fußbodenheizungen unbedingt zu empfehlen, selbst wenn Sie sich aus Überzeugung für Fertigparkett entschieden haben. Mit der Verklebung stellen Sie einen direkten Kontakt zwischen Parkett und Untergrund her, sodass der Wärmedurchlass verbessert wird. Dies kann nur von Vorteil sein, da der Holzboden grundsätzlich schlechtere Werte erreicht als Vinyl- und Fliesenböden. Aus welcher Holzart das Parkett gefertigt wurde, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wie bei den anderen Bodenbelägen, erhalten Sie nur dann endgültige Gewissheit über die Eignung, wenn Sie in das technische Datenblatt oder die Verlegeanleitung des Herstellers schauen.

Überblick: Wärmedurchlasswiderstand von Bodenbelägen

Bodenbelag Wärmedurchlasswiderstand
PVC-Meterware um 0,010 m²K/W
Fliesen 0,012 bis 0,017 m²K/W
Vinylboden um 0,015 m²K/W
Linoleum 0,010 bis 0,030 m²K/W
Laminat um 0,040 m²K/W
Nadelvlies 0,050 - 0,100 m²K/W
Parkett 0,040 - 0,150 m²K/W

Bei Fragen rund um die Heizungseignung von Bodenbelägen aus unserem Sortiment, wenden Sie sich am besten an unsere Kundenberatung! Sie ist während der Bürozeiten telefonisch, per E-Mail und über das Kontaktformular zu erreichen.