(Bild: Gustavo Fring, Pexels) Parkett zählt zu den beliebtesten Bodenbelägen, denn es vereint natürliche Eleganz mit Langlebigkeit und Wohnkomfort. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass Parkettböden pflegeintensiv sind. Damit Ihr Exemplar dauerhaft schön bleibt, sollten Sie achtsam mit ihm umgehen und immer ein Auge darauf haben, ob seine Holzoberfläche Pflege benötigt. Zwar sind Parkettböden abschleifbar, eine grundlegende Renovierung sollte aber nur als letzte Maßnahme in Betracht gezogen werden. Daher ist es umso wichtiger, die richtige Pflegeroutine zu etablieren und den Parkettboden regelmäßig zu wischen und zu reinigen.
In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige darüber, wie, wie oft und womit Sie Ihren Parkettboden wischen sollten, um seine Schönheit und Qualität langfristig zu erhalten.
Darf man Parkettboden wischen?
Wie jeder Holzboden, sollte auch Parkett vor stehender Nässe und dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden. Als Feuchtraumboden ist es deshalb nur eingeschränkt zu empfehlen. Seine Oberfläche muss auf jeden Fall behandelt sein, damit sie nicht sofort auf eindringende Feuchtigkeit reagiert und Flecken bildet.
- Am effektivsten ist eine Lackierung, da diese wie eine wasserfeste Schutzschicht auf dem Holz wirkt.
- Nicht ganz so gut geschützt ist geöltes Parkett: Öl wirkt zwar wasserabweisend, aber nicht versiegelnd.
- Den schwächsten Schutz bietet Wachs, weil es ein Eindringen von Feuchtigkeit am wenigsten verhindern kann.
So lange ein Parkettboden eine der drei Oberflächenbehandlungen aufweist, können Sie ihn bei Bedarf wischen. Bedarf besteht in erster Linie, wenn der Bodenbelag Flecken oder andere Verschmutzungen aufweist, die sich nicht durch eine trockene Reinigung entfernen lassen. Unter einer trockenen Reinigung verstehen wir:
- das Abwischen mit einem trockenen und sauberen Tuch respektive einem Staubwedel,
- das Abfegen mit einem sauberen Besen respektive einer Handbürste oder
- das Absaugen mit einem Staubsauger mit weichem Bürstenkranz.
Wie sollte man Parkettboden wischen: nass oder feucht?
Wenn eine trockene Reinigung nicht ausreicht, wischen Sie Ihren Parkettboden am besten mit einem sauberen Tuch, das Sie einmal ins Wischwasser tauchen und danach gründlich über dem Eimer auswringen. Nur so gehen Sie sicher, dass mit dem Tuch nicht zu viel Feuchtigkeit auf das Parkett gelangt. Reinigungsprofis sprechen in diesem Zusammenhang auch von "nebelfeuchtem Wischen", um zu betonen, dass das Wischwasser sehr sparsam eingesetzt wird. Die Steigerung davon wäre feuchtes Wischen und der Extremfall nasses Wischen. (Bild links: Shvets Productions, Pexels - Bild rechts: Liliana Drew, Pexels)
Womit sollte man Parkettboden wischen?
Für das Wischen von Parkettböden sollten Sie spezielle Reinigungsmittel verwenden, die für Holzoberflächen geeignet sind. Vermeiden Sie aggressive Chemikalien und Allzweckreiniger, da diese die Schutzschicht des Parketts beschädigen und das Holz austrocknen können. Ideal sind pH-neutrale Holzreiniger oder spezielle Parkettreiniger, die Sie dem Wischwasser hinzufügen. Das Wischwasser wiederum sollten Sie entweder mit einem Wischmopp oder mit einem fusselfreien Tuch auftragen. Auch ein spezieller Parkettwischer kann eine gute Wahl sein, da er besonders schonend zur Oberfläche ist. Achtung: Von Mikrofasertüchern lassen Sie am besten die Hände! Diese können beim Reinigen Kratzer hinterlassen.
Wie oft sollte man Parkettboden wischen?
Wie oft ein Parkettboden gewischt werden sollte, hängt von der Nutzung und den individuellen Bedürfnissen ab. In stark frequentierten Bereichen wie Fluren, Küchen oder Wohnzimmern empfiehlt es sich, den Boden wöchentlich oder sogar häufiger zu wischen, um Schmutz und Staub zu entfernen und das Holz zu schützen. In weniger genutzten Räumen reicht es aus, den Boden alle zwei Wochen oder nach Bedarf zu reinigen. Achten Sie darauf, den Boden vor dem Wischen gründlich zu saugen oder zu fegen, um Schmutzpartikel zu entfernen, die beim Wischen Kratzer verursachen könnten. Regelmäßiges Wischen hilft nicht nur, den Boden sauber zu halten, sondern auch, seine Schönheit und Lebensdauer zu erhalten.
Tipps zum Wischen von Parkett
- 1 Nach dem Wischen sollten Sie den Parkettboden mit einem trockenen Vliestuch nachpolieren, um mögliche Restfeuchte aufzunehmen und die Oberfläche streifenfrei sauber zu bekommen.
- 2 Zum Entfernen einzelner Flecken brauchen Sie Ihren Parkettboden nicht komplett wischen! Es genügt, die Flecken punktuell zu behandeln. Verwenden Sie dazu ein sauberes Tuch, das Sie mit dem passenden Fleckenentferner benetzen, und putzen Sie damit die fleckige Stelle. Ist der Fleck beseitigt, wischen Sie einmal nach. Verwenden Sie dazu ein Tuch, das sie mit reinem Wasser angefeuchtet haben.
- 3 Haben Sie geöltes und/oder gewachstes Parkett verlegt? – Dann empfiehlt es sich, die Reinigung mit der Pflege zu verbinden: Verwenden Sie Reinigungsmittel, die das passende Pflegemittel für die Oberfläche enthalten.
- 4 Je besser Sie Schmutz bereits am Eingang aufhalten, umso geringer ist der Reinigungsaufwand in den weiteren Räumen. Wir empfehlen, ausreichend dimensionierte Fußmatten innerhalb des Türbereichs zu verlegen – bei gewerblich genutzten Objekten bestenfalls auch außerhalb.
Bei weiteren Fragen zur Pflege und Reinigung lesen Sie am besten die entsprechenden Herstellerhinweise im Lieferumfang Ihres Parkettbodens. Sollten diese unverständlich oder nicht ausführlich genug sein, wenden Sie sich einfach an unsere Kundenberatung! Das Team ist während der Bürozeiten telefonisch erreichbar. Gerne können Sie auch eine E-Mail mit Ihrem Anliegen schreiben.