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Boden-Ratgeber

Einträge insgesamt: 3

BodenFuchs24
23.01.2024

Vinylboden mit Dehnungsfuge und Sockelleiste Vinylboden mit Dehnungsfuge und Sockelleisten (Bilder: Balterio, Unilin Distribution Ltd.) Vinylboden erfreut sich aufgrund seiner vielfältigen Designs und praktischen Eigenschaften großer Beliebtheit. Wer den Bodenbelag selbst verlegen möchte, muss nicht unbedingt handwerklich erfahren sein. Er sollte sich in erster Linie an die Verlegeanleitung des Herstellers halten und die Voraussetzungen für eine fachgerechte Installation schaffen. Im Vergleich zu anderen Bodenbelägen lässt sich Vinylboden mit wenigen Werkzeugen schmutzarm und zügig verarbeiten. Eine Besonderheit sollte beim Verlegen jedoch unbedingt beachtet werden: Dass sich Vinylboden bei Wärme ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen kann. Hintergrund: Materialaufbau von Vinylboden Vinylboden ist ein Kunststoffboden. Sein Rohstoff ist Polyvinylchlorid (kurz: Vinyl oder PVC). Wie viel davon in einem Belag verarbeitet wird, hängt von seinem Materialaufbau ab. Klassische Vinylböden werden nahezu vollständig aus PVC-Schichten aufgebaut, sodass man sie fachsprachlich als "Vollvinyl" bezeichnet. Der Trend geht allerdings zu kunststoffärmeren Varianten, bei denen die Hersteller anstelle von PVC auf spezielle Verbundstoffe oder gar auf organische Rohstoffe zurückgreifen. Der Verzicht auf PVC schont nicht nur Ressourcen und verbessert die Umweltverträglichkeit der Beläge, er hat auch einen praktischen Vorteil: Je weniger PVC ein Vinylboden enthält, umso weniger empfindlich reagiert er auf Temperaturschwankungen. Finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Vinylböden bei BodenFuchs24. Zum Shop Warum sollte man bei Vinylboden eine Dehnungsfuge einhalten? Vollvinylböden können sich in Räumen mit direkter Sonneneinstrahlung so stark erwärmen, dass sie in Randbereichen Druck auf angrenzende Wände, Böden und festinstallierte Bauteile aufbauen. Weil sie selbst elastisch sind, geben sie dem Druck in der Regel nach und wellen sich auf. Dadurch können bleibende Schäden auftreten – ganz abgesehen von dem unschönen Anblick eines aufgewellten Fußbodens. Hersteller solcher Vollvinylböden weisen in ihren Verlegeanleitungen auf diese Gefahr hin und geben für Räume mit bodentiefen Fenstern, Erkern, Oberlichtern und großen sonnigen Bereichen keine Freigabe. Für Wintergärten sind Vinylböden ohnehin nur in Ausnahmefällen zugelassen. Vinylböden mit einem PVC-armen Materialaufbau sind weniger temperaturempfindlich und bleiben selbst bei starker Erwärmung relativ dimensionsstabil. Daher werden sie auch für sonnenintensive Anwendungsbereiche freigegeben. Das beste Beispiel dafür sind moderne Rigid-Vinylböden, die zum Teil sogar in Wintergärten verlegt werden dürfen. Bei ihnen wird das elastische PVC weitgehend durch spezielle Verbundstoffe ersetzt, die fast so starr wie keramische Fliesen sind. Dennoch können diese Vinylböden das Dehn- und Ziehverhalten ihrer Kunststoffanteile nicht ganz ablegen. Verklebter Vinylboden bildet die Ausnahme Demzufolge werden Sie in den Verlegeanleitungen der meisten Hersteller den Hinweis finden, dass eine Dehnungsfuge einzuhalten ist – egal, ob sie einen Voll- oder einen Rigid-Vinylboden verlegen. Es spielt auch keine Rolle, ob der Vinylboden in einem schattigen oder dunklen Raum zur Anwendung kommen soll; schließlich können auch Heizkörper, Öfen oder Fußbodenheizungen Wärmequellen sein. Die entscheidende Frage ist, wie Sie Ihren Vinylboden verlegen möchten: lose, schwimmend oder vollflächig verklebt? Sobald der Belag am Untergrund fixiert wird, wie es bei der Verklebung der Fall ist, kann er sich weniger ausdehnen und zusammenziehen. Deshalb schreiben viele Hersteller bei Klebevinyl keine Dehnungsfugen vor. Bei den beiden anderen Verlegetechniken bleibt der Vinylboden beweglich, weshalb das Einhalten von Dehnungsfugen obligatorisch ist. Dies soll zum einen verhindern, dass der Bodenbelag mit angrenzenden Wänden, Böden und festinstallierten Bauteilen in Berührung kommt. Zum anderen schützt der Spielraum die Form und Ästhetik des Bodenbelags sowie den Untergrund, der durch einen aufwellenden Belag ebenfalls Schaden nehmen kann. Wie wird die Dehnungsfuge eingehalten? Die Dehnungsfuge wird beim Verlegen durch einen entsprechenden Randabstand eingehalten. Das heißt, dass zwischen Vinylboden und angrenzenden Wänden, Böden und festinstallierten Bauteilen ein Abstand von etwa fünf Millimetern liegen sollte. Unter Bauteilen verstehen wir Träger, Säulen und Rohrleitungen. Ferner sollte zu Einrichtungsgegenständen, die direkt auf dem Untergrund stehen, ebenfalls ein Abstand gehalten werden; ein klassisches Beispiel dafür sind Küchenmöbel und -geräte, um die ein Klick-Vinylboden herum verlegt wird. Manche Hersteller geben in ihren Verlegeanleitungen sogar einen größeren Mindestabstand an. Dies kann mit dem Materialaufbau des jeweiligen Vinylbodens zusammenhängen oder auf Erfahrungswerten beruhen. Wenn Sie also etwas großzügiger sein möchten und zu den fünf Millimetern einige mehr hinzugeben, schadet es nichts. Handelt es sich bei dem zu verlegenden Vinylboden um ein Modell mit dunklem Dekor, ist es ohnehin besser, noch etwas Abstand hinzuzugeben. Dunkle Vinylböden dehnen sich durch Sonneneinstrahlung stärker aus als helle. Außerdem reichen fünf Millimeter nicht aus, wenn der Vinylboden auf einer großen Fläche verlegt wird. Dann erhöht sich nämlich die Materialmenge, die sich bei Temperaturschwankungen ausdehnt oder zusammenzieht, und benötigt mehr Spielraum. Sobald die längere Seite der Verlegefläche über fünf Meter breit ist, sollte mit jedem weiteren Meter auch ein Millimeter mehr Randabstand eingeräumt werden. Nachfolgend einige Beispiele: Verlegefläche benötigter Randabstand bis 5 Meter Breite und/oder Länge mindestens 5 mm 5 Meter Breite und/oder Länge mindestens 5 mm 6 Meter Breite und/oder Länge mindestens 6 mm 7 Meter Breite und/oder Länge mindestens 7 mm ... ... 10 Meter Breite und/oder Länge mindestens 10 mm Damit die Dehnfuge beim Verlegen eingehalten wird, sollten die Belagsstücke durchweg mit ausreichendem Randabstand verlegt werden. Bei jedem Belagsstück mit dem Zollstock nachzumessen, macht dabei allerdings keinen Sinn. Verwenden Sie einfach Abstandshalter bzw. Keile, um den Abstand zu fixieren. Sie können solche Keile im Fachhandel kaufen oder sich einfach selbst aus Holzresten oder anderem Verschnitt anfertigen. (Bild links: Bailey Alexander - Bild rechts: Christopher Burn, Unsplash) https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/vinylboden-fugen-fuellen_us.jpgDehnungsfuge in Vinylboden mit Sockelleiste und Übergangsprofil kaschiert Dehnungsfugen füllen oder kaschieren 1 Sockelleisten anbringen Die Dehnungsfugen an den Rändern von Vinylböden lassen sich mithilfe von Sockelleisten kaschieren, wenn der Bodenbelag an Wände angrenzt. Beachten Sie, dass Sie die Fugen nicht mit Silikon füllen. Dieses würde die Dehnungsfuge schließen und somit ihren Effekt aufheben. 2 Übergangsprofile installieren An Randbereichen zu anderen Bodenflächen sollten Sie mit geeigneten Übergangsprofilen, so genannten Dehnfugenprofilen, arbeiten. Diese Metall- oder Kunststoffleisten gleichen leichte Höhenunterschiede aus und überdecken Fugen und andere Lücken ansehnlich. 3 Fugenfüller verwenden Für alle anderen Randbereiche – etwa zu Treppen, Schwellen und bodentiefen Fenstern – sollten Sie einen speziellen Fugenfüller als Dichtstoff verwenden. Dieser dichtet die Dehnungsfuge gegen Staub und Schmutz ab, ermöglicht dem Bodenbelag aber weiterhin, sich zu dehnen und zusammenzuziehen. Fugenfüller sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich, sodass Sie annähernd auf den Farbton des Bodenbelags abgestimmt werden können. 4 PE-Schnur und Silikon verwenden Dehnfugen in Feuchträumen und Nassbereichen sollten fachgerecht gefüllt und gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden. Verwenden Sie dafür nichts anderes als PE-Schnur und Sanitär-Silikon – in der richtigen Reihenfolge: Bei PE-Schnur handelt es sich um ein Füllmaterial aus Polyethylen (PE), das so in die Fuge eingebracht werden muss, dass es spannungsfrei liegt. Anschließend verwenden Sie das Silikon, um die Fuge von oben her abzudichten und zu verschönern – am besten mit Silikon, das im Farbton des Bodenbelags gehalten ist. Bei verklebtem Vinylboden ist es möglich, mit der Methode auch außerhalb von Feuchträumen Dehnungsfugen zu füllen. Gegenüber Profilen und H-Schienen hat sie allerdings einen entscheidenden Nachteil: Sie erhalten Wartungsfugen, die in Abständen erneuert werden sollten, weil sich das Silikon mit der Zeit von umgebenden Kanten ablösen kann. Immerhin ist im Bodenbelag immer etwas Bewegung – insbesondere, wenn er auf einer Fußbodenheizung verlegt wurde. Wo sollten Dehnungsfugen noch eingehalten werden? Auf sehr großen Flächen genügt es nicht, wenn der Vinylboden an seinen Rändern Spielraum hat. Dann sollte er auch innerhalb der Verlegefläche eine Möglichkeit bekommen, sich ausdehnen und zusammenziehen zu können. Die Hersteller geben in ihren Verlegeanleitungen entsprechende Hinweise. Auf die Faustregel, dass Vinylböden bzw. Klick-Vinylböden auf bis zu hundert Quadratmetern ohne Dehnungsfuge verlegt werden können, sollte man nicht blind vertrauen. Insbesondere bei Klick-Vinyl können auf zu großen Flächen die Klick-Verbindungen aufgehen, wenn der Belag sich nicht ausreichend ausdehnen und zusammenziehen kann. Hinzu kommt, dass manche Hersteller die Installation eines Übergangsprofils bei Türdurchgängen vorschreiben. Ein weiterer Grund für eine Dehnfuge kann im Untergrund liegen: Weist dieser eine oder mehrere konstruktionsbedingte Dehnungsfugen auf – wie es bei Estrich häufig der Fall ist –, müssen diese für den Bodenbelag übernommen werden. Sie einfach zu überdecken, wäre nicht fachgerecht und kann die Stabilität und Qualität des Belags beeinträchtigen! Dehnungsfugen nachträglich einziehen? Wenn sich Vinylboden aufwellt, ist es möglich, ihn durch nachträgliche Dehnungsfugen zu entlasten. Voraussetzung ist, dass er noch keine Schäden aufweist. Bei Klick-Vinyl sollten die Verbindungen noch nicht aufgesprungen respektive aufgebrochen sein. Um ausreichende (oder breitere) Randfugen einzuziehen, müssen Dinge wie Sockelleisten, Profile, Fugenfüller oder Silikon wieder entfernt und der Vinylboden am Rand entlang eingekürzt werden. Ein Cuttermesser als Schneidewerkzeug reicht in der Regel aus. Achtung: Bevor die Randfuge danach wieder gefüllt bzw. kaschiert wird, sollte sich der Belag erst wieder ausgedehnt und eingeebnet haben. Das nachträgliche Einziehen einer Dehnungsfuge ist auch innerhalb der Verlegefläche möglich, allerdings ungleich kniffliger. Einen solchen Eingriff sollte man lieber einer handwerklichen Fachkraft überlassen! Beliebte Dehnungsfugenprofile im Überblick Article Slider

BodenFuchs24
22.01.2024

Sebastian Lauff Moderne Architektur: Designboden als Bodenbelag Moderne Architektur: Designboden als Bodenbelag (Bild: R Architecture, Unsplash) Früher haben Fachhändler für Bodenbeläge vor allem Fliesen, Parkett und Laminat verkauft. Heute ist das anders – auch bei uns: Designboden macht einen Großteil unseres Sortiments aus. Seine Wurzeln liegen zum einen in den Siebzigerjahren und bei den ersten Kunststoffböden, die nicht mehr als Meter-, sondern als Stückware produziert wurden. Zum anderen reichen sie in die Neunzigerjahre zurück. Damals kamen neue Drucktechniken auf, die es ermöglichten, realistische Nachbildungen von Holz- und Steinoberflächen auf dünne Vinylschichten zu übertragen. Als Fachhändler haben wir diese Entwicklung miterlebt. Unserer Kundschaft geht es anders. Sie verfolgt die Aufs und Abs unserer Branche in der Regel nicht mit und bekommt Innovationen kaum oder nur gelegentlich mit – etwa, wenn es darum geht, im Altbau einen Renovierungsboden zu verlegen oder einen Neubau mit neuen Bodenbelägen zu gestalten. Deshalb haben wir uns gefragt, wie es eigentlich um die Schlüsselpersonen bei Bauvorhaben steht: Kennt sich die Architektenschaft von heute mit Designboden aus? Welche Erfahrungen hat sie schon mit ihm gemacht? Und wie schätzt sie die Zukunftsfähigkeit des Bodenbelags ein? Unser Experte: Dipl.-Ing. Sebastian Lauff von archimag Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen und mehr über den aktuellen Stellenwert von Designboden in der Architektur zu erfahren, haben wir uns an Dipl.-Ing. Sebastian Lauff gewandt. Er betreibt seit 2009 das Onlinearchitekturmagazin "archimag" und damit eines der ältesten Architektur-Blogs, das noch aktiv ist. Es fliegt nach eigenem Bekunden gerne "unter dem Radar der großen Architekturmagazine" und richtet sich in erster Linie an die Architektenschaft sowie an Architekturinteressierte aus dem deutschsprachigen Raum. Herr Lauff ist jedoch nicht nur passionierter Blogger und Baufluencer, sondern seit 2002 selbst als Architekt und Betreuer von Bauleuten tätig. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/archimag.jpgLogo: archimag Mit einem Klick gelangen Sie direkt zum Online-Magazin archimag. archimag Erfahrungsbild zeigt: Designböden finden immer mehr Verbreitung BodenFuchs24: Was schätzen Sie: In wie vielen "Perlen der Alltagsarchitektur", die Sie in archimag vorgestellt haben, haben Sie auf den Boden geschaut und einen Designboden erkannt? Sebastian Lauff: Seit 2009 habe ich kontinuierlich die "Perlen der Alltagsarchitektur" auf archimag.de betrachtet. Diese Zeit bot die Möglichkeit, eine Vielzahl von Projekten zu erkunden und zu analysieren. Während dieser Reisen durch verschiedenste architektonische Konzepte und Umsetzungen ist mir aufgefallen, dass Designböden im Laufe der Jahre zugenommen haben. Allerdings gestaltet sich die Beschaffung detaillierter Informationen zu diesen Bodenbelägen oft als Herausforderung. Dennoch finde ich es bemerkenswert, dass Designböden, trotz ihrer zahlreichen Vorteile in verschiedenen Bereichen, nicht sofort als solche identifiziert werden. Es fiel mir auf, dass ihr Einsatz zunächst vorwiegend im gewerblichen Bereich erfolgte, jedoch aktuell vermehrt im privaten Hausbau zu sehen ist. Hier wird ihre Vielseitigkeit und ihre ästhetischen Vorteile zunehmend erkannt, ein Aspekt, der sich auch in meiner täglichen Arbeit als Architekt widerspiegelt. BF24: In archimag haben Sie Ihre "persönliche Reise durch die Welt der Designböden" mit einer Artikelserie dokumentiert. Würden Sie sagen, dass sich Ihre Einstellung gegenüber den Bodenbelägen verändert hat? Sebastian Lauff: Die Artikelserie, in der ich meine persönliche Reise durch die Welt der Designböden dokumentierte, war eine faszinierende Erfahrung. Sie ermöglichte mir, umfassendere Einblicke in diesen Bereich zu gewinnen. Als Architekt strebe ich stets danach, mein Wissen zu erweitern und stelle fest, dass sich besonders in der Welt der Bodenbeläge ständig Neuerungen ergeben. Neben der anhaltenden Langlebigkeit von Designböden hat mich vor allem das vermehrte Bewusstsein für ökologische Aspekte sowie die Schadstoffarmut beeindruckt. Auch die Entdeckung der vielfältigen haptischen Eigenschaften und Gestaltungsmöglichkeiten hat meine Wahrnehmung von Designböden stark geprägt und sie in den Mittelpunkt meiner architektonischen Überlegungen gerückt. BF24: Da liegt die Frage nahe, ob es in Ihrem Zuhause Räume gibt, in denen Designböden liegen? Und wenn ja: Wie zufrieden sind Sie damit? Sebastian Lauff: Unser Haus, erbaut im Jahr 2011, verfügt in verschiedenen Räumen über Fliesen und Parkett, aber auch über klassisches Laminat. Rückblickend betrachtet, würde ich heute vermutlich anders entscheiden. Parkett erfordert eine intensive Pflege und entwickelt im Laufe der Zeit – um es sanft auszudrücken – eine gewisse Patina. Beim Laminat haben wir bereits bei der Auswahl auf umweltbewusste Optionen geachtet, wie beispielsweise den Blauen Engel. Aktuell wäre ein Designboden definitiv eine überlegenswerte Alternative, insbesondere im Hinblick auf unseren geplanten Ausbau des Dachgeschosses. Hier erwäge ich sogar, entlang der Dachschrägen mit einem Designboden zu arbeiten, um eine harmonische Gestaltung zu erreichen. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/designboden-innenarchitektur.jpgDesignboden als Gestaltungselement der modernen Innenarchitektur Fachwelt ohne offensichtliche Vorbehalte gegenüber Designboden BF24: Unter welchen Vorzeichen empfehlen Sie Bauverantwortlichen einen Designboden – und wann raten Sie eher zu Klassikern wie Parkett und Fliesen? Sebastian Lauff: Bei der Empfehlung von Bodenbelägen steht oft das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Fokus. Designböden weisen dabei sowohl bei der Anschaffung als auch langfristig zahlreiche Vorteile auf. Dies spiegelt sich auch in der Nutzung von Designböden in Hotels wider, insbesondere in den Hotelzimmern. Trotzdem sind Umweltverträglichkeit, Schadstoffemissionen und Pflegeaspekte bei der Entscheidungsfindung ebenso relevant. Manche Kunden bevorzugen klassisches Parkett aufgrund des natürlichen Materials Holz, während andere nach dem Erlebnis und der direkten Berührung eines Designbodens offener sind. Als Architekt betrachte ich meine Rolle nicht als die des Entscheiders, sondern vielmehr als die eines Lotsen, der Bauleute durch die verschiedenen Möglichkeiten führt. BF24: Welchen Eindruck haben Sie: Wie gut kommen Designböden hierzulande bei Ihren Fachkolleginnen und Fachkollegen an? Sebastian Lauff: Die Akzeptanz von Designböden in der Fachwelt scheint uneinheitlich zu sein. Während es keine offensichtlichen Vorbehalte gegenüber Designböden gibt, herrscht dennoch möglicherweise eine gewisse Uneinigkeit darüber, ob Designböden bereits als optimale Alternative wahrgenommen werden. Insbesondere im gewerblichen Bereich sind sie etabliert, aber in kleineren Architekturbüros variiert die Meinung stark und hängt von den individuellen Erfahrungen der Kollegen ab. BF24: Stimmt die Behauptung eines bekannten Herstellers, dass junge Architektinnen und Architekten während ihrer Ausbildung eher klassische Bodenbeläge kennenlernen und wenig mit Designboden in Berührung kommen? Sebastian Lauff: Ich stimme der Behauptung zu, dass junge Architektinnen und Architekten während ihrer Ausbildung eher traditionelle Bodenbeläge kennenlernen und weniger mit Designböden in Berührung kommen. Meine eigenen Erfahrungen, die einige Jahre zurückliegen, werden durch die Rückmeldungen und Erfahrungen junger Kollegen bestätigt. Die Ausbildung an vielen Universitäten konzentriert sich stark auf den architektonischen Entwurf und vernachlässigt häufig die Auseinandersetzung mit Bodenbelägen, was meiner Ansicht nach eine Lücke in der Ausbildung darstellt. BF24: Materialien sind bei der Planung von Häusern und Gebäuden kein unwesentliches Detail. Werden Designböden immer noch mit Kunststoff bzw. Polyvinylchlorid (PVC) gleichgesetzt? Oder sind Varianten wie Vinyllaminat, Rigid-Vinylboden und Mineraldesignboden bei Architektinnen und Architekten bekannt? Sebastian Lauff: Designböden werden meines Erachtens noch automatisch mit PVC-Boden assoziiert. Während Endkunden möglicherweise die Begriffe Vinyl, Designboden und Laminat in einen Topf werfen, haben Architekten in der Regel eine differenziertere Sichtweise. Dennoch ist es möglich, dass nicht alle Varianten dieser Bodenbeläge jedem in allen Details bekannt sind. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/bodenbelag-im-nachhaltigen-bauen.jpgNachhaltige Bio-Designboden im nachhaltigen Zuhause Nachhaltigkeit als Kaufkriterium wird wichtiger (und spricht nicht gegen Designboden) BF24: Wie steht es um die Vorbehalte gegenüber PVC als wichtigstes Material vieler Designböden: Sind Schadstoffemissionen und gesundheitliche Risiken aus Ihrer Sicht noch ein Thema? Sebastian Lauff: In meiner beruflichen Tätigkeit als Architekt und als Herausgeber von archimag wird mir zunehmend bewusst, dass Aspekte wie Schadstoffemissionen, gesundheitliche Risiken und Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Häuser sollten nicht nur während ihrer Entstehung, sondern auch über ihre gesamte Lebensdauer hinweg gesund und umweltfreundlich sein. Es ist wichtig, dies bei der Auswahl von Bodenbelägen zu berücksichtigen und sich bewusst zu machen, dass nicht immer die Gleichung "Parkett gleich Holz gleich umweltfreundlich" und "PVC gleich Kunststoff gleich ungesund" aufgeht. Insbesondere Designbodenhersteller betonen von Anfang an ihre Wohngesundheit und ihren ökologischen Fußabdruck. Dabei ist es essenziell, die Konsequenzen der Wahl eines Bodenbelags im Kontext der Gesamtplanung zu betrachten und sorgfältig auszuwählen. BF24: Stichwort Nachhaltigkeit: Wie schätzen Sie die Chancen von PVC-freien und generell kunststoffarmen Designböden ein – werden sie sich, trotz der höheren Kosten, mittelfristig gegenüber ihren Vorläufern durchsetzen? Sebastian Lauff: Die Relevanz von Nachhaltigkeit nimmt stetig zu, selbst wenn wirtschaftliche Einschränkungen möglicherweise kurzfristig eine Rolle spielen. Es geht nicht nur um die Verantwortung gegenüber unserer Umwelt, sondern auch um direkte Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die unserer Familien. Trotzdem können auch PVC-haltige Produkte wohngesund sein, aber das Bewusstsein für umweltfreundliche Alternativen wird weiter wachsen. Als unabhängige Beratungsinstanz sehe ich die Architektenschaft in der Pflicht, objektiv und ausgewogen zu beraten, um Bauleuten eine informierte Entscheidung zu ermöglichen. BF24: Designböden verzeichnen seit Jahren große Marktanteile, aber jeder Trend hat ein Ablaufdatum. Ist dieses in Ihren Augen schon in Sicht? Sebastian Lauff: Es ist wichtig anzuerkennen, dass jeder Trend seine zeitliche Begrenzung hat. Dennoch verdrängt ein neuer Trend nicht zwangsläufig ein bestehendes Produkt vollständig. Vielmehr ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung entscheidend. Designböden werden sich verändern und weiterentwickeln, möglicherweise in modifizierter Form, aber sie werden als Bodenbelag bestehen bleiben. Neue Entwicklungen wie Vinyllaminat, Rigid-Vinylboden und Mineraldesignboden unterstreichen diese anhaltende Evolution und zeigen, dass dieses Produkt sich stetig an die Bedürfnisse anpasst und weiterentwickelt. BF24: Herr Lauff, das war sehr aufschlussreich! Aus Respekt gegenüber der Kategorie "11 Fragen an … ", die eine klassische Interviewreihe im archimag bildet, belassen wir es an dieser Stelle bei zehn Fragen und wünschen Ihnen andauernden Erfolg mit Ihrem Onlinemagazin und natürlich auch mit Ihren aktuellen und zukünftigen Architektur-Projekten! Fazit 1 Designboden erobert nach dem Gewerbe-, auch den Wohnbereich Auch wenn es etwas gedauert hat: Die Architektenschaft kennt die Vielseitigkeit und ästhetischen Vorteile von Designboden zunehmend und stellt ihn Bauleuten immer häufiger als Alternative zu traditionellen Bodenbelägen vor. So werden die verschiedenen Designböden auch beim privaten Hausbau immer mehr zum Thema. 2 Fachwelt (noch) uneins über Designboden als optimale Alternative Quer durch die Fachwelt bietet sich noch kein einheitliches Bild: Der individuelle Erfahrungshorizont gibt oft den Ausschlag darüber, ob sich ein Architekt oder eine Architektin näher über Designboden informiert und mit seinen Möglichkeiten befasst. Oft wird der Bodenbelag noch mit PVC-Boden gleichgesetzt. Seine Varianten, speziell die PVC-freien Designböden, sind nicht unbedingt bekannt. Deshalb ist sich die Architektenschaft (noch) nicht einig darin, ob Designboden eine optimale Alternative zu klassischem Parkett und anderen traditionellen Bodenbelägen darstellt. 3 Ein zukunftsorientiertes Kosten-Nutzen-Verhältnis spricht auch für PVC-freie Designböden Designboden ist zukunftsfähig, wenn er kontinuierlich weiterentwickelt wird. Bereits heute zeigt sich die Innovationsfreude der Hersteller anhand vieler Varianten. Bauverantwortliche, die neben dem reinen Kosten-Nutzen-Verhältnis auch die langfristigen Konsequenzen der Wahl eines Bodenbelags betrachten, werden nicht mehr an PVC-freien Designböden – als umweltfreundliche Alternativen zu PVC- und anderen Kunststoffböden – vorbeikommen.

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