Boden-Ratgeber
Boden in Mietwohnung ändern & verschönern Boden in Mietwohnung ändern & verschönern (Bild: Blue Bird, Pexels) Kennen Sie das? Mal ist es ein dumpfes Fußstampfen, mal das Scharren einer Staubsaugerbürste, mal ein lautes Quietschen von Stühlen, die verschoben werden. Und wenn Sie schon einmal auf diese Geräusche aufmerksam geworden sind, fallen Ihnen gleich noch weitere auf. Wie schnell können Nachbarn so zur Belästigung werden – oder vielmehr ihre Lautstärke! Doch Vorsicht: Haben Sie schon einmal auf Ihr eigenes Verhalten geachtet? Wissen Sie, was die Nachbarn unter Ihnen davon halten? Auf die Frage: "Sind wir Ihnen zu laut?" wird aus falscher Verlegenheit nicht immer wahrheitsgemäß geantwortet. Mit einem harten Bodenbelag aus Fliesen oder Parkett, können Geh- und Trittschall unbemerkt zu einem Ärgernis für die Nachbarn werden. Wer als Mieter vorbeugen oder Abhilfe schaffen möchte, steht vor der Frage, ob er überhaupt einen eigenen Bodenbelag in seiner Mietwohnung verlegen darf. Gleiches gilt für Mieter, die unzufrieden mit dem Erscheinungsbild des verlegten Bodens sind: Dürfen sie selbst Hand anlegen oder einen Handwerker beauftragen, einen schöneren Bodenbelag darüber zu verlegen? – Wir verraten Ihnen, was die Rechtsprechung sagt und welche Beläge sich eignen, um den Boden in einer Mietwohnung auf eigene Initiative zu verschönern. Bodenbelag in Mietwohnungen – was sagt das Gesetz? Mietwohnungen haben einen Nachteil: Sie dürfen nicht beliebig verändert werden. Grundsätzlich ist der Vermieter zuständig für die Instandhaltung und Renovierung des Mietobjekts, das heißt, dass er sich verpflichtet, die Wohnung, das Geschäft oder das Haus in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten (§ 535 Abs. 1 BGB). Muss zum Beispiel der Fußboden erneuert werden, ist er dafür verantwortlich. Wie bei vielen Mietregeln, gelten auch hier bestimmte Fristen. So entscheidet sich anhand der allgemeinen Lebens- und Nutzungsdauer, ob der Vermieter den Bodenbelag erneuern muss. Bei einem Teppichboden oder Laminat wird eine ungefähre Lebensdauer von zehn Jahren angenommen (Amtsgericht Steinfurt, Urteil vom 30. November 2006, Az.: 4 C 168/05). Für Parkett wird eine Lebensdauer von 40 bis 48 Jahren angenommen, da es bis zu viermal renovierfähig ist. Hierbei handelt es sich allerdings um Richtwerte bei einer normalen Nutzung. Ist der Bodenbelag nach diesem Richtwert noch gut erhalten, hat der Mieter trotzdem keinen Anspruch auf einen neuen Bodenbelag. Wichtig: Wurde die Wohnung ohne Bodenbelag gemietet, besteht ebenfalls kein Anspruch auf einen neuen Bodenbelag! Als Mieter einen Bodenbelag ändern – was muss ich wissen? Möchten Mieter auf eigene Kosten einen neuen Bodenbelag verlegen, müssen sie in einem ersten Schritt das ausdrückliche Einverständnis des Vermieters einholen. Der Austausch des Bodenbelags ist eine bauliche Veränderung, die der Einwilligung des Eigentümers bedarf. In einem zweiten Schritt müssen Mieter vor dem Beginn der Arbeiten mit dem Vermieter klären, was mit dem Bodenbelag nach dem Auszug geschehen soll. Dafür sieht das Gesetz eine sogenannte Rückbauverpflichtung (§ 546 BGB) vor, das heißt, der Mieter muss alle von ihm vorgenommen Einbauten wieder rückgängig machen und das Mietobjekt in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Die Rückbauverpflichtung besteht auch dann, wenn der Vermieter dem Ein- oder Umbau nicht zugestimmt hat. Anders sieht es aus, wenn der Vermieter den Ein- oder Umbau selbst übernehmen möchte oder der Nachmieter den Wohnraum mit dem veränderten Boden mietet. Hier empfiehlt es sich, bereits vor dem Um- oder Einbau eine vertragliche Vereinbarung mit dem Vermieter zu treffen, dass die Rückbaupflicht nicht greift und zu welchen Bedingungen der Vermieter die Veränderungen am Mietobjekt übernimmt. Grundsätzlich ist es ratsam, den Bodenbelag so zu verlegen, dass er problemlos beim Auszug ohne Rückstände oder Schäden wieder entfernt werden kann. Selbstliegende Bodenbeläge, Teppichfliesen oder Bodenbeläge mit Klicksystem eignen sich perfekt für Mietwohnungen. Sie lassen sich einfach verlegen und ohne Rückstände wieder entfernen. Finden Sie eine große Auswahl an Bodenbelägen mit Klicksystem bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/bodenbelag-fuer-mietwohnung.jpgBodenbelag mit Klicksystem in Mietwohnung verlegen Einfach zu verlegen: Klickböden & selbstliegende Bodenbeläge Dank innovativer Verlegetechniken müssen Sie nicht mehr auf Ihren Traum-Bodenbelag verzichten. Der Markt bietet inzwischen zahlreiche Böden für Mieter und ihre Mietwohnungen: Laminat Klick-Vinylboden selbstliegenden Vinylboden (Loose-Lay) Klick- bzw. Fertig-Parkettboden Solche Klick- und Loose-Lay-Bodenbeläge sollten Ihre erste Wahl sein, wenn Sie Wert auf das Erscheinungsbild der Belagsoberflächen legen. So werden Sie bei diesen Bodenbelägen auf eine große Auswahl an realistischen Holz- und Steinoptiken stoßen. Klickparkett besteht sogar aus massiven Deckbelägen und ist dadurch kaum von Massivparkett zu unterscheiden! Ein weiterer Vorteil dieser Bodenbeläge besteht darin, dass sie sich leicht verlegen lassen und dennoch stabil sind. Der vorhandene Bodenbelag muss dazu nicht zwingend entfernt werden. Insbesondere Klick-Vinylboden eignet sich dank seiner geringen Belagsstärke als Aufbau. Beim späteren Auszug lassen sich die Beläge einfach wieder aufnehmen, rückstandslos entfernen und in der neuen Wohnung womöglich sogar ein zweites Mal verwenden. Beliebte Bodenbeläge mit Klicksystem Article Slider Eine Alternative zum Teppich: selbstliegende Teppichfliesen Wer textile Bodenbeläge bevorzugt, muss sich in der Mietwohnung nicht auf Teppiche beschränken. Teppichfliesen wie z. B. aus der Kollektion Forbo Tessera sind in zahlreichen Designs erhältlich und bieten neben einem angenehmen Trittgefühl auch eine wohltuende Fußwärme. Hinzu kommt, dass sie den anderen Bodenbelägen in puncto Schallreduktion deutlich überlegen sind. Damit leisten sie einen oft unterschätzten Beitrag zu einem besseren Wohnkomfort. Fazit Mieter haben also durchaus die Möglichkeit, in ihrer Mietwohnung einen neuen Bodenbelag zu verlegen. Wichtig ist das Einverständnis des Vermieters. Auf Nummer sicher gehen Mieter, wenn sie einen Bodenbelag über den vorhandenen verlegen, der sich beim Auszug wieder rückstandslos entfernen lässt.
Verlegerichtung von Vinyl: längs zur Lichtquelle Verlegerichtung von Vinyl: längs zur Lichtquelle Innenarchitekten und Bodenleger können ein Lied davon singen – so oft, wie Sie Ihrer Kundschaft bereits erklärt haben, in welche Richtung man einen Vinylboden verlegen sollte und in welche nicht. Der Einfluss, den der Bodenbelag auf die Atmosphäre und Wirkung eines Raums nehmen kann, wird oft unterschätzt. Auf den ersten Blick ist er nur einer von vielen Faktoren – angefangen bei der Breite und Länge des Raums über seine Wandfarbe(n) bis hin zum Lichteinfall und der Anzahl seiner Fenster. Doch schnell wird klar: All diese Faktoren sind nicht ohne Weiteres veränderbar! Ist der Bodenbelag erst einmal ausgewählt, bestellt und geliefert, bleibt seine Verlegerichtung im Grunde die einzige Stellschraube, an der man noch drehen kann. Wenn Sie Ihren neuen Vinylboden gerade auswählen oder ihn bereits bestellt haben, ist der Zeitpunkt gekommen, sich über seine bestmögliche Ausrichtung Gedanken zu machen. Was es dabei zu beachten gilt, fassen wir in diesem Beitrag für Sie zusammen. Warum ist die Vinyl-Verlegerichtung wichtig? Bevor wir uns dem Thema Verlegerichtung widmen, gehen wir zuerst den Grundbegriffen nach. Was ist eigentlich ein Vinylboden? – Die Antwort lautet: ein Bodenbelag aus Polyvinylchlorid (PVC). Kombinationen mit anderen Materialien wie hochdichte Faserplatte, Mineralgemischen oder modernen Verbundstoffen sind möglich. Da das Grundmaterial sehr hart ist, werden bei der Verarbeitung Zusätze wie Weichmacher dazugegeben. Waren diese früher als gesundheitsschädlich verrufen, setzen Hersteller heutzutage auf gesunde und umweltverträgliche Zusätze. Vinylboden gibt es nicht nur in verschiedenen Formaten wie Planken, Dielen und Fliesen, sondern auch in verschiedenen Farben, Optiken und Haptiken. Und hier kommt die Verlegerichtung ins Spiel: Sie beeinflusst unseren Blick auf die ästhetischen Besonderheiten der Beläge. Wussten Sie beispielsweise, dass sie kleine Räume größer wirken lassen kann? Und dass große Räume mit einem passend verlegten Bodenbelag eine bessere Struktur bekommen, die ihre Ausmaße erst zur Geltung kommen lässt? Beliebte Vinylböden im Überblick Article Slider So richten Sie den Vinylboden richtig aus – 3 Grundregeln Angesichts ihres Effektes mag es beruhigen, dass im Grunde nur zwei Verlegerichtungen zur Auswahl stehen: längs und quer. Längsverlegung bedeutet, dass die Belagsstücke parallel zu den längeren Wänden eines Raums ausgerichtet werden. Querverlegung bedeutet, dass die Belagsstücke parallel zu den kürzeren Wänden eines Raums ausgerichtet werden. Bei Räumen, die relativ gleichseitig geschnitten sind, können Sie sich auch an der größten Lichtquelle orientieren. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie weiter unten im Beitrag. 1. Vinyl-Verlegerichtung in schmalen Räumen Schmale Räume wirken oft wie ein Schlauch. Mit einer Querverlegung des Vinylbodens können Sie diesem Eindruck entgegensteuern. Durch die Querverlegung der Planken, Dielen oder Fliesen wirkt der Raum etwas breiter und nicht mehr so langgestreckt. Wir erinnern uns: Querverlegung bedeutet, dass Sie die Belagsstücke parallel zu den kürzeren und quer zu den längeren Wänden eines Raums ausrichten. 2. Vinyl-Verlegerichtung in breiten Räumen In breiten Räumen sollten Sie auf die Querverlegung verzichten! Richten Sie die Belagsstücke in solchen Räumen quer aus, droht der Raum überproportional breit zu wirken. Längs verlegte Vinylplanken verlängern den Raum hingegen optisch, sodass er mehr Tiefenwirkung bekommt. 3. Vinyl-Verlegerichtung an der Decke ausrichten Auch die Deckengestaltung beeinflusst die Raumwirkung und sollte bei der Verlegung von Vinylboden berücksichtigt werden: Ist die Decke beispielsweise mit Paneelen verkleidet, sollten Sie die Belagsstücke in die gleiche Richtung verlegen, in der die Deckenpaneele befestigt wurden. Wenn Sie den Vinylboden in eine andere Richtung verlegen, würde das beim Betrachter für Irritationen sorgen; insbesondere bei Räumen mit niedrigen Decken. Für das menschliche Auge scheinen sich die gegenläufig ausgerichteten Oberflächen von Boden und Wand buchstäblich "über Kreuz" zu liegen. Dies sorgt eher für Unruhe als für Harmonie. Ein ähnlicher Effekt entsteht übrigens, wenn der Vinylboden auf eine Wand ausgerichtet wird, die eine quer zum Belag ausgerichtete Wandverkleidung aufweist. Umgekehrt scheinen längs zum Belag ausgerichtete Wandpaneele den Boden zur Decke hin zu verlängern. Finden Sie eine große Auswahl an schicken Vinylböden bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/vinyl-verlegerichtung-nach-flur.jpgVinyl-Verlegerichtung nach Flur ausrichten Verlegerichtung in angrenzenden Räumen beachten! Wer die Grundregeln 1 bis 3 schlüssig findet, kann dennoch einen berechtigten Einwand gegen sie erheben – und zwar, dass Räume miteinander verbunden sind und daher nicht unbedingt einzeln in Betracht gezogen werden können. Das Paradebeispiel dafür bilden Räume, die an offenen Durchgängen aneinandergrenzen. Aber selbst Türen werden ab und zu geöffnet oder offen stehen gelassen, sodass sie den Blick von einem in den anderen Raum freigeben. Soll in diesen Räumen ein einheitlicher Vinylboden verlegt werden, ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild, wenn seine Verlegerichtung von einem zum anderen Raum beibehalten wird. Aber auch verschiedene Vinylboden-Modelle können "nebeneinander" harmonischer aussehen, wenn sie in die gleiche Richtung verlegt sind; vor allem, wenn sie eine ähnliche Holz- oder Fliesenoptik aufweisen. Ein Raum, der bei der Festlegung von Verlegerichtungen eine besondere Rolle spielt, ist der Flur. Er ist mit den meisten Räumen einer Wohnung oder eines Geschäftsraums verbunden. Wenn Sie die Verlegerichtung Ihres Flurbodens festlegen, sollten Sie sich also bewusst sein, dass Ihre Entscheidung Auswirkungen auf alle angrenzenden Räume hat! Wirkung der Fenster auf die Verlegerichtung Bei der Verlegerichtung gibt es eine weitere Regel. Sie bezieht sich auf die natürliche(n) Lichtquelle(n) eines Raums: Demnach sollte der Bodenbelag immer nach dem Lichteinfall des Fensters ausgerichtet werden, das als Hauptlichtquelle fungiert. Sie können auf diese Weise zweierlei Effekte erzielen: Verlegung längs zum Lichteinfall: Fugen im Bodenbelag fallen nicht auf Verlegung quer zum Lichteinfall: Fugen im Bodenbelag werden betont Richten Sie die Belagsstücke längs zur Lichtquelle aus, werden mögliche Unebenheiten und Fugen im Bodenbelag kaschiert und seine Oberfläche als harmonisches Gefüge betont. Gleichzeitig wirkt der Belag so, als trüge er das Licht in den Raum hinein. Dies lässt die Umgebung für den Betrachter freundlicher und heller wirken. Die Verlegerichtung quer zum Lichteinfall wirkt vor allem in großen Räumen reizvoll. Die parallel verlaufenden Fugen zwischen den Belagsstücken werfen intensivere Schatten und fallen dadurch mehr auf. Diese Richtung sollten Sie favorisieren, wenn Sie das Dekor respektive die Textur Ihres Vinylbodens besonders hervorheben möchten. Was aber, wenn es mehrere Fenster in einem Raum gibt? – In diesem Fall kann die diagonale Verlegung sinnvoll sein. Mit ihr entsteht eine spannende Bodenwirkung, die in abwechslungsreichen Kontrast zu den Konturen des Zimmers tritt. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/vinyl-verlegerichtung-quer-zur-lichtquelle.jpgVerlegerichtung von Vinyl: quer zur Lichtquelle Das Dekor – Faktor X bei der Ausrichtung des Vinylbodens Wie eingangs erwähnt, hat auch das Dekor eines Vinylbodens Einfluss auf seine räumliche Wirkung. So verleiht Vinylboden mit Fischgrät-Optik großen Räumen vornehme Eleganz, kann dafür aber kleine Räume mit seinen Details überladen. Wenn Sie grundsätzlich zu einem Dekor mit markantem Muster oder auffälliger Textur tendieren, empfehlen wir – wenn möglich – den Raumplaner des Herstellers zu nutzen oder sich von unserer Kundenberatung ausführlich zur Verlegerichtung beraten zu lassen! Unser Tipp: Auch der Farbton eines Vinylbodens verändert einen Raum grundlegend. Kleine Zimmer mit niedriger Decke sollten Sie mit einem hellen Boden auslegen, um eine offene Wirkung zu erzielen. Kombinieren Sie diesen mit einer hell gestrichenen Decke, wirkt der Raum höher. Altbauten hingegen sollten Sie mit dunklen Böden ausstatten. Das reduziert die Höhe des Raumes aus Sicht des Betrachters. Fazit Wir würden uns freuen, wenn wir Ihre Überlegungen mit unseren Anregungen buchstäblich in die richtige Richtung lenken konnten! Denken Sie daran, nach der Lieferung des Vinylbodens nicht sofort mit der Verlegung zu beginnen, sondern den Belag erst 24 Stunden vor Ort akklimatisieren zu lassen. Danach sollten Sie Ihre Überlegungen prüfen, indem Sie einige Belagsstücke in die geplante Richtung verlegen. Am besten, Sie wählen dazu einen hellen Tag mit viel Sonnenlicht, sodass der Raum mitsamt dem Bodenbelag gut ausgeleuchtet wird. Probieren Sie bei dieser Gelegenheit auch die alternativen Verlegerichtungen aus. Letzten Endes zählen nicht unsere Anregungen, sondern dass Sie die Entscheidung mit Ihrem persönlichen Geschmack vereinbaren können!