Boden-Ratgeber
Selbstklebenden Vinylboden in Holzoptik verlegen Selbstklebenden Vinylboden in Holzoptik verlegen (Bild: Uzin Utz AG) Im Handel wird er oft wegen seiner Vorteile angepriesen – und zu günstigen Preisen angeboten: Die Rede ist von selbstklebendem Vinylboden. Spielen Sie mit dem Gedanken, sich für einen solchen Bodenbelag zu entscheiden? Dann ist es wichtig, sich vorher gründlich über seine Nachteile und mögliche Alternativen zu informieren. Denn nach unseren Erfahrungen klingen die Werbeversprechen zwar schön. In der Praxis entpuppen sie sich jedoch oft als Halbwahrheiten. Was ist selbstklebender Vinylboden? Vinylboden ist in vielen Ausführungen erhältlich. Der Anteil an selbstklebenden Belägen ist eher gering, auch wenn Sie bei Ihrer Recherche vielleicht einen anderen Eindruck vermittelt bekommen haben. Die Mehrheit der Vinylböden wird für zwei Verlegetechniken produziert: entweder für die vollflächige Verklebung oder für die schwimmende Verlegung Vinylböden zur vollflächigen Verklebung sind nicht selbstklebend, sondern müssen auf ein separates Klebemittel wie Nass- oder Trockenkleber verlegt werden. Schwimmend verlegbare Vinylböden lassen sich mithilfe eines Klicksystems befestigen, das eine klebstofffreie Verarbeitung ermöglicht. Im Unterschied dazu ist bei selbstklebenden Vinylböden das Klebemittel von Hause aus mit dabei: Bei der Herstellung wird es auf der Rückseite der einzelnen Belagsstücke aufgetragen und dann hinter einer Schutzfolie verborgen, damit sie problemlos transportiert werden können und das Klebemittel in einwandfreiem Zustand bleibt. Selbstklebender Vinylboden ≠ selbstliegender Vinylboden Die dritthäufigste Verlegetechnik bei Vinylboden ist die lose Verlegung. Das heißt, dass die Belagsstücke sowohl ohne Klebstoff, als auch ohne Klicksystem verlegt werden. Eine stabile Position erreichen sie zum einen durch ihr hohes Eigengewicht und zum anderen durch zusätzliche Haftvermittler – meist in Form von Klebestreifen oder vorher auf dem Untergrund aufzutragenden Haftfixierungen. Finden Sie eine große Auswahl an selbstliegenden Vinylböden bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/vinylboden-als-loose-lay.jpgSelbstliegender Vinylboden im Wohnzimmer Wie wird selbstklebender Vinylboden verlegt? Selbstklebender Vinylboden wird fest am Untergrund fixiert, indem man jeweils ein elastisches Belagsstück längs in die Hand nimmt, die Schutzfolie auf seiner Rückseite von einem Ende her abzieht und das Belagsstück von diesem Ende bis zum anderen Ende – nach und nach – von oben her andrückt. Im besten Fall sitzt die Klebediele oder -planke dann präzise und muss nicht noch einmal zur Korrektur angehoben werden. Falls doch eine Korrektur notwendig ist, empfiehlt es sich, einen Föhn zur Hand zu nehmen, um das Belagsstück und sein Klebemittel aufzuwärmen. Dann lässt es sich in der Regel leicht wieder vom Untergrund aufnehmen. Eine ausführliche Verlegeanleitung liegt jedem Belag herstellerseitig bei. Vorteile selbstklebenden Vinylbodens 1 Leicht zu verlegen Grundsätzlich kann man festhalten, dass selbstklebendes Vinyl vergleichbar leicht zu verlegen ist wie lose liegendes Vinyl. In dieser Hinsicht haben die Werbeversprechen Recht. Für die reinen Verlegearbeiten werden handwerkliche Erfahrungen nicht vorausgesetzt. Auch spezielle Werkzeuge sind nicht vonnöten: Cuttermesser, Stahllineal, Bleistift sowie Zollstock und Schlagschnur zur Markierung der Verlegerichtung genügen. Zum Entfernen überschüssigen Klebers können Sie sich vorsichtshalber Waschbenzin bereitstellen. 2 Geringe Aufbauhöhe Ein weiterer Vorteil selbstklebenden Vinylbodens ist sein flacher Materialaufbau. So liegt die Stärke der Belagsstücke meist zwischen 1,00 mm und 2,00 mm. Das bedeutet, dass sie sich als Renovierungsböden eignen: Sie sind so flach, dass sie auf vielen vorhandenen Bodenbelägen verlegt werden können, ohne dass dafür Türen oder Schwellen angepasst werden müssen. 3 Gut für die Raumakustik Indem sie fest am Untergrund fixiert sind und gleichzeitig eine hohe Elastizität aufweisen, wirken selbstklebende Vinylböden geh- und trittschallhemmend. Sie sparen sich somit die Verlegung einer separaten Dämmunterlage, um die sie bei schwimmend verlegten Vinylböden eigentlich nicht herumkommen. Nachteile selbstklebenden Vinylbodens 1 Endliche Klebekraft, begrenzte Lebensdauer Was Hersteller und Händler von selbstklebendem Vinylboden gerne verschweigen: Seine Klebekraft ist endlich – und vergänglicher als gedacht! Je nachdem, wie stark ein Belag strapaziert und im Laufe der Zeit von oben oder unten erwärmt wird, beginnen sich seine Klebedielen früher oder später wieder vom Untergrund zu lösen. Der Prozess fängt meist von außen her an und setzt sich dann bis zur Mitte hin fort. Lange bevor die Klebekraft komplett nachlässt, führen abstehende Ecken und Kanten einzelner Belagsstücke dazu, dass Stoß- und Schleifspuren an ihrem Dekor entstehen. Im schlimmsten Fall werden sie zu Stolperfallen. Anfangs mögen sich solche Schäden durch einen Austausch der betroffenen Belagsstücke beheben lassen. Bald macht jedoch nur ein kompletter Austausch Sinn. 2 Hohe Anforderungen an den Untergrund Die Verlegung von selbstklebendem Vinyl mag schnell und unkompliziert von der Hand gehen. Dafür kann es richtig aufwendig werden, den Untergrund für den Bodenbelag auf Vordermann zu bringen. Was in der Werbung nämlich oft zu kurz kommt: Selbstklebender Vinylboden stellt hohe Anforderungen an die Ebenheit und Sauberkeit seines Untergrunds. Schuld daran ist zum einen sein flacher Materialaufbau, wegen dem sich selbst kleinere Unebenheiten von unten her durch die Belagsstücke drücken können. Wir empfehlen daher, selbstklebenden Vinylboden nicht auf Fliesen oder anderen Altbelägen zu verlegen, sondern nur auf einem frisch verspachtelten bzw. nivelliertem Untergrund. Zum anderen ist die Klebekraft der Belagsstücke nur dann optimal, wenn ihr Gegenstück – also der Untergrund – fest, trocken und frei von Staub und Schmutz ist. Dies zu gewährleisten, ist nicht immer einfach und setzt durchaus handwerkliche Erfahrungen voraus. 3 Als Feuchtraumboden problematisch Vinylboden ist in den meisten Fällen wasserfest. Das gilt auch für selbstklebendes Vinyl. Hersteller geben die Beläge deshalb zur Verlegung in Feuchträumen wie Bädern und Küchen frei. Ein Argument, das auch dafür spricht, ist die vollflächige Verklebung der Belagsstücke. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit zum Untergrund gelangen und dort Schäden verursachen kann. Soweit, so gut. Es gibt nur ein Problem: Wie in Punkt 1. beschrieben, ist die Wirkung des Klebemittels endlich. Sobald sich die ersten Belagsstücke vom Untergrund lösen, verliert der Bodenbelag seine Dichtheit gegenüber eindringender Nässe. Folglich ist er nicht mehr als Feuchtraumboden geeignet. 4 Schwinden und Fugenbildung Auch ein weiterer Nachteil spricht dagegen, selbstklebenden Vinylboden in Feuchträumen zu verlegen: seine "natürliche" Fugenbildung. Generell neigen Vinylböden dazu, im Laufe der Zeit zu schwinden, womit sich ihre Abmessungen geringfügig verändern. Das kann viele Ursachen haben. Eine davon ist, dass sich in ihrem Vinyl enthaltene Weichmacher teilweise verflüchtigen. Als Vollvinylböden sind selbstklebende Vinylböden vom Schwinden stärker betroffen als beispielsweise Klick-Vinylböden mit mehrschichtigem Aufbau. Die Erklärung ist einfach: Je höher der Vinyl-Anteil, umso stärker der Effekt. In Kombination mit ihrer nachlassenden Klebekraft heißt das, dass sichtbare Fugen zwischen ihren Belagsstücken entstehen können. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/klebevinyl-statt-selbstklebendes-vinyl.jpgKlebevinyl als Alternative zu selbstklebendem Vinyl Geeignete Alternativen zu selbstklebendem Vinylboden In Summe sprechen nicht nur mehr, sondern auch gewichtige Nachteile gegen die Verwendung von selbstklebendem Vinylboden. Aus diesem Grund finden Sie in unserem Onlineshop keine solchen Beläge. Damit Sie mit Ihrer Recherche nicht bei Null anfangen müssen, möchten wir Ihnen abschließend folgende Alternativen aufzeigen: Selbstliegender Vinylboden Wenn Sie einen leicht zu verlegenden und auch leicht wieder entfernbaren Bodenbelag suchen, sind Sie mit selbstliegendem Vinylboden gut beraten. Dieser ist klebstofffrei verlegbar und demzufolge problemlos wieder aufnehmbar. Zudem gehen Sie sicher, dass die Belagsstücke rückstandslos entfernt werden können, während bei selbstklebendem Vinyl durchaus Kleberückstände am Untergrund verbleiben. Selbstliegendes Vinyl wird im Handel auch als Loose-Lay Vinyl bezeichnet und war ursprünglich für Event- und Messeböden konzipiert. Die Strapazierfähigkeit der Beläge machte sie auch für Wohnbereiche interessant – speziell in Mietwohnungen können sie als temporäre Lösung Sinn machen. Klick-Vinylboden Ähnlich leicht zu verlegen, dafür aber weniger anspruchsvoll, was die Untergrundvorbereitung betrifft, ist Vinylboden zum Klicken. Der Bodenbelag wird schwimmend verlegt und kommt ohne Klebemittel aus. Die Belagsstücke werden auf Basis des Nut-und-Feder-Prinzips ineinander verhakt und ergeben einen festen Verband, der nur auf dem Untergrund aufliegt, aber nicht an ihm fixiert ist. Eine Fugenbildung ist unter normalen Umständen nicht möglich. Dafür müssen Sie aber daran denken, auf größeren Flächen Dehnungsfugen einzuhalten, weil die Beläge im Laufe der Zeit "arbeiten" können. Ähnlich wie selbstliegendes Vinyl lässt sich auch Klick-Vinyl rückstandslos entfernen. In puncto Stabilität und Langlebigkeit hat es deutliche Vorteile. Klebe-Vinylboden Im Unterschied zu selbstklebendem Vinylboden muss Klebe-Vinylboden mithilfe eines separat zu verarbeitenden Klebemittels am Untergrund fixiert werden. Es kann sich entweder um Nasskleber oder um zwei Arten von Trockenklebern handeln: Die einen bilden einen Haftvermittler zwischen Bodenbelag und Untergrund und kleben beidseitig. Die anderen haben nur eine Klebeseite, auf der der Bodenbelag aufgeklebt wird. Ihre Rückseite ist klebstofffrei, sodass es zu keiner Fixierung am Untergrund kommt. Dies ist beim späteren Entfernen von Vorteil. Insgesamt ist die Verarbeitung von Klebevinyl schwieriger als von selbstklebendem Vinyl, dafür lohnt sich der Aufwand in mehrerlei Hinsicht: Der fertige Boden ist der strapazierfähigste unter allen Vinylböden, dabei gut für die Raumakustik, leicht wasserdicht zu bekommen und ideal für Untergründe mit Fußbodenheizungen. Ist Ihnen mit diesen Informationen noch nicht geholfen? – Dann schlagen wir Ihnen vor, in unserem Ratgeber den ausführlichen Vergleich der drei Verlegetechniken von Vinylboden nachzulesen! Beliebte Vinylböden im Überblick Article Slider Passende Videos
Schwimmend verlegter Vinylboden im Wohnzimmer Schwimmend verlegter Vinylboden im Wohnzimmer Vinylboden ist ein Bodenbelag im Dielen-, Fliesen- oder Plankenformat. Seine Belagsstücke können auf dreierlei Weise verlegt werden: durch Verkleben, schwimmend oder lose. Die schwimmende Verlegung setzt voraus, dass die Belagsstücke mit einem Klicksystem ausgestattet sind. So können sie miteinander verbunden werden und benötigen kein Klebemittel, um sicheren Halt zu finden. Der Halt ergibt sich durch den festen Verband, den die geklickten Belagsstücke bilden. Er liegt nur auf dem Untergrund auf, ohne mit ihm verbunden zu sein. Deshalb spricht man auch von einer "schwebenden" bzw. "schwimmenden Verlegung". Alle drei Verlegetechniken haben Vor- und Nachteile, auf die wir im Beitrag "Vinylboden verlegen" ausführlich eingehen. An dieser Stelle beschränken wir uns darauf, die Vor- und Nachteile der schwimmenden Verlegung aufzulisten: Vorteile Nachteile leichter und schneller zu verlegen verkraftet kleinere Unebenheiten des Untergrunds nur mit Trittschalldämmung geräuscharm kann "wandern" - deshalb mit Dehnungsfugen zu verlegen (meistens) klebstofffrei und rückstandslos entfernbar sollte in Feuchträumen bzw. Nassbereichen verklebt werden direkt nach dem Verlegen nutzbar nicht unter schweren Möbeln und Küchengeräten verlegbar Um schwimmende Vinylböden dimensionsstabiler zu gestalten, damit sie weniger empfindlich auf Temperaturveränderungen reagieren und Dehnungsfugen so gut wie überflüssig werden, verwenden Hersteller zunehmend starre Trägerschichten in den Belägen. Das Resultat sind so genannte Rigid-Klick-Vinylböden, die Sie ebenfalls in unserem Sortiment finden. Herkömmliche Vinylböden ohne starre Trägerschichten können von der Verlegung an besonders warmen oder sonnenlicht-exponierten Orten ausgeschlossen sein. Achten Sie auf entsprechende Hinweise in der Verlegeanleitung des Herstellers! Im Folgenden möchten wir Ihnen eine allgemeine Anleitung geben, wie Sie Vinylboden schwimmend verlegen können. Dazu listen wir auf, welches Material Sie benötigen, und gehen auf notwendige Arbeitsschritte ein: Checkliste Das benötigen Sie zwingend Das könnten Sie gebrauchen Vinylbelag Ausgleichsmasse Abstandshalter Sockelleisten Cuttermesser Unterlagsmatte Zollstock Gummihammer Winkelmaß Zugeisen Bleistift Übergangsprofil Finden Sie eine große Auswahl an schwimmend verlegbarem Vinyl bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/klick-vinyl-verlegen-untergrund.jpgUntergrund für schwimmendes Vinyl vorbereiten Vorbereitende Arbeiten 1 Falls nötig, alten Bodenbelag entfernen! Nicht immer ist es notwendig, vor der Verlegung des alten Bodenbelags den alten zu entfernen. Beachten Sie die entsprechenden Hinweise des Herstellers in der Verlegeanleitung und unseren Ratgeber zu den geeigneten Untergründen für schwimmendes Vinyl! Klebend verlegte Vinylböden – auch Rollenwaren – können durchaus liegenbleiben, wenn sie unbeschädigt sind und nur eine geringe Aufbauhöhe aufweisen. Ist der alte Bodenbelag beweglich, elastisch oder uneben, sollte er entfernt werden, um möglichen Schäden am neuen Bodenbelag vorzubeugen. 2 Alte Sockelleisten entfernen! In jedem Fall sollten Sie die alten Sockelleisten entfernen. Sind diese mit der Wand verklebt, kann es beim Entfernen zu einem Ablösen der Farbe oder Tapete kommen. Das verhindern Sie, indem Sie die Farbe bzw. Tapete oberhalb der Sockelleiste mit einem Teppichmesser einschneiden. Lösen Sie dann die Sockelleiste mit einem Stechbeitel. Bei einer mit Nägeln befestigten Sockelleiste ziehen Sie die Nägel mit einer Kneifzange heraus. Eventuell vorhandene Übergangsprofile müssen ebenfalls entfernt werden. Sollte sich unter dem alten Bodenbelag noch eine Unterlage befinden, muss auch diese entfernt werden. 3 Den Untergrund vorbereiten! Der Untergrund muss trocken, plan, sauber und unbeschädigt sein. Ist der Untergrund eben und weist lediglich einige schadhafte Stellen auf, genügt es, ihn mit Reparaturmörtel zu verspachteln und die Reparaturstellen mit der Bodenfläche bündig abzuziehen. Größere Unebenheiten gleichen Sie am besten mit Spachtel- bzw. Ausgleichsmasse aus. Für einen sauberen Untergrund fegen und saugen Sie den Untergrund nach dem Trocknen ab. Danach ist er bereit für die Verlegung. Weitere Hinweise zur Untergrundvorbereitung entnehmen Sie der Verlegeanleitung des Herstellers! 4 Unterlagsmatten verlegen! Unter schwimmendem Vinyl muss in der Regel eine dämmende und druckstabile Unterlage verlegt werden. Sie sorgt dafür, dass die Klick-Verbindungen zwischen den Belagsstücken später nicht einfach aufbrechen und dass der fertige Fußboden geh- und trittschallmindernd ist. Schneiden Sie die Unterlagsmatten mit dem Cuttermesser zu und verkleben Sie die Stöße mit einem Alu-Dichtband. Achten Sie darauf, dass Sie die Unterlagsbahn in die gleiche Richtung verlegen wie die Belagsstücke und dass Sie auch die Stellen in Nischen und hinter Heizungsrohren und -körpern mit ihnen bedecken. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/klick-vinyl-verlegen.jpgVinyl schwimmend verlegen und Belagsstücke einrasten Arbeitsschritte beim Verlegen 1 Belagsstücke akklimatisieren und mischen! Vinylböden sollten zum Akklimatisieren für 24 Stunden in dem Raum lagern, in dem sie später verlegt werden. Öffnen Sie danach die einzelnen Pakete, sodass Sie die Belagsstücke beim Verlegen mischen können! Dies begünstigt ein natürlicheres Verlegebild. Bevor Sie mit dem Verlegen der ersten Reihe beginnen, sollten Sie noch Randabstandshalter einsetzen und sich für eine Verlegerichtung entscheiden. Ist beides erledigt, können Sie mit dem ersten Belagsstück von rechts oder links in der Ecke beginnen. Die Feder sollte zum Rand zeigen. Tipp: Die Verlegerichtung des Vinylbodens entscheidet darüber, ob der Raum schmaler oder breiter wirkt. Stellen Sie beim Planen der Verlegerichtung fest, dass die letzte Reihe Vinyldielen bzw. -planken sehr schmal wird, sollten Sie auch die erste Reihe der Belagsstücke längs zuschneiden. So gleicht sich das etwas aus. Allerdings lassen sich in kompliziert geschnittenen Räumen nicht immer schmale Reihen vermeiden. Die Reihenfolge der Verlegung hängt oft auch vom verwendeten Vinylboden ab. Einige werden von rechts nach links und andere von links nach rechts verlegt. Lesen Sie sich daher vor Beginn die Verlegeanleitung des Herstellers durch, um Fehler zu vermeiden. 2 Erste Reihe abschließen und Endstück zuschneiden! Sie haben weitere Belagsstücke an das erste angelegt? Dann müssen am Ende der ersten Reihe die letzte Vinyldiele bzw. -planke massgerecht zuschneiden. Dazu drehen Sie das Belagsstück und legen es mit etwas Abstand zur Wand an (mehr zu Abständen siehe Schritt 5). Ritzen Sie dann die benötigte Dielenlänge mit dem Cuttermesser und dem Stahllineal an und knicken Sie das Belagsstück einfach ab. Tipp: Reststücke können Sie für den Anfang der nächsten Reihe verwenden. Diese Vorgehensweise wird Endlosverlegung genannt. Voraussetzung ist, dass das Reststück mindestens ein Drittel Versatz zur vorigen Reihen besitzen muss und nicht kürzer als 10 cm sein darf. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, schneiden Sie ein neues Belagsstück in der passenden Länge zu. Ab der zweiten Reihe klicken Sie die Dielen bzw. Planken erst an der Stirnseite ein. Heben Sie dann die Reihe leicht an und klicken Sie die Längsseite ein! 3 Ermitteln Sie die Breite der Zuschnitte! Um die benötigte Breite der Zuschnitte ermitteln und anfertigen zu können, beginnen Sie in der Außenecke mit dem Belagsstück, aus dem die Ecke herausgelöst wird. Auch hier sollten Sie auf den Fugenversatz achten! Danach verlegen Sie die nächste Reihe mit dem umgedrehten Belagsstück bis zur Wand. Auf diese Weise können Sie die Breite der Zuschnitte ermitteln und anfertigen. 4 Verlegen Sie die schmalen Zuschnitte! Jetzt können Sie die schmalen Zuschnitte bis zur Wand verlegen und im Nachgang die übrigen Belagsstücke in die andere Richtung. Danach verlegen Sie die Belagsstücke wie gehabt. Tipp: Knicken Sie schmale Zuschnitte nach dem Anritzen mit der Kneifzange ab! Das erleichtert Ihnen die Arbeit und spart Zeit. 5 Rand- bzw. Dehnungsfugen einplanen! In größeren Räumen müssen Randfugen gesetzt werden, die das Ausdehnen und Zusammenziehen des Vinylbodens ausgleichen. Die Fugen schaffen einen Abstand zu Wänden, Treppen, festen Installationen und angrenzenden Fußbodenflächen. Sie sorgen dafür, dass sich die Belagsstücke ausdehnen können, ohne in den Randbereichen anzustoßen. Nach der Verlegung werden sie mit einem Übergangsprofil abgedeckt. Die Breite der Randfugen richtet sich nach der Fläche des verlegten Vinylbodens. Bei großen, durchgängigen Flächen kann es notwendig sein, eine Dehnungsfuge innerhalb der Verlegefläche einzuhalten. Sollte der Belag auf Estrich verlegt werden, sollten Sie zudem die Dehnungsfugen des Estrichs beim Verlegen des Vinylbodens übernehmen! Tipp: Heizungsrohre sparen Sie am besten aus. Auf diese Weise sorgen Sie für ein ebenmäßiges und sauberes Verlegebild. Die Löcher für die Aussparungen bohren Sie nach Möglichkeit mit dem Forstnerbohrer. Sie erleichtern sich den Anfang zum Bohren, indem Sie am Rand des Bodenbelags das Stück anritzen und herausbrechen. Schützen Sie Ihren Untergrund vor Schäden durch den Bohrer, indem Sie vor dem Bohren eine Unterlage, z. B. eine Hartschaumplatte, unter den Bodenbelag legen. 6 Verlegen Sie die letzte Reihe! Zur Verlegung der letzten Reihe legen Sie die Belagsstücke wieder übereinander und verwenden diese als Schablone für den Zuschnitt. So vermeiden Sie ein ungleichmäßiges Verlegebild. Nach der Verlegung der letzten Reihen können Sie das Übergangsprofil wie gehabt montieren – sollte es noch wiederverwendbar sein. Sollte dies nicht der Fall sein, montieren Sie ein neues, passendes Übergangsprofil. Abschließende Arbeiten Sobald Sie die Übergangsprofile wieder montiert haben, können Sie die neuen Sockelleisten montieren. Für eine einfachere Montage empfiehlt es sich, spezielle Eckteile zu verwenden. So ersparen Sie sich die Gehrungsschnitte mit der Gehrungssäge. Mit ihr können Sie übrigens alle weiteren Zuschnitte vornehmen. Je genauer Sie beim Anzeichnen arbeiten, desto präziser sind die Eckverbindungen. Verkleben Sie die Sockelleisten mit Montagekleber oder nutzen Sie ein klebstofffreies Clip-System, falls die Leisten dafür geeignet sind. Bohrungen für Schrauben o. Ä. sollten Sie vermeiden, da Sie meist nicht wissen, an welcher Stelle genau Leitungen in der Wand verlegt sind. Sollten Lücken an der Türzarge vorhanden sein, können Sie diese mit passendem Silikon verschließen. Danach tragen Sie Silikon-Glättmittel auf das Silikon auf und glätten die Fuge mit Fugengummi. Der schwimmende Vinylboden sofort belastbar und kann betreten werden! Finden Sie eine große Auswahl an Sockelleisten für Vinylböden bei BodenFuchs24. Zum Shop Passende Videos