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Vinylboden selbstklebend verlegen? Wir zeigen Alternativen auf!

BodenFuchs24
Selbstklebenden Vinylboden in Holzoptik verlegen
Selbstklebenden Vinylboden in Holzoptik verlegen

(Bild: Uzin Utz AG) Im Handel wird er oft wegen seiner Vorteile angepriesen – und zu günstigen Preisen angeboten: Die Rede ist von selbstklebendem Vinylboden. Spielen Sie mit dem Gedanken, sich für einen solchen Bodenbelag zu entscheiden? Dann ist es wichtig, sich vorher gründlich über seine Nachteile und mögliche Alternativen zu informieren. Denn nach unseren Erfahrungen klingen die Werbeversprechen zwar schön. In der Praxis entpuppen sie sich jedoch oft als Halbwahrheiten.

Was ist selbstklebender Vinylboden?

Vinylboden ist in vielen Ausführungen erhältlich. Der Anteil an selbstklebenden Belägen ist eher gering, auch wenn Sie bei Ihrer Recherche vielleicht einen anderen Eindruck vermittelt bekommen haben. Die Mehrheit der Vinylböden wird für zwei Verlegetechniken produziert:

  • entweder für die vollflächige Verklebung
  • oder für die schwimmende Verlegung

Vinylböden zur vollflächigen Verklebung sind nicht selbstklebend, sondern müssen auf ein separates Klebemittel wie Nass- oder Trockenkleber verlegt werden. Schwimmend verlegbare Vinylböden lassen sich mithilfe eines Klicksystems befestigen, das eine klebstofffreie Verarbeitung ermöglicht.

Im Unterschied dazu ist bei selbstklebenden Vinylböden das Klebemittel von Hause aus mit dabei: Bei der Herstellung wird es auf der Rückseite der einzelnen Belagsstücke aufgetragen und dann hinter einer Schutzfolie verborgen, damit sie problemlos transportiert werden können und das Klebemittel in einwandfreiem Zustand bleibt.

Selbstklebender Vinylboden ≠ selbstliegender Vinylboden

Die dritthäufigste Verlegetechnik bei Vinylboden ist die lose Verlegung. Das heißt, dass die Belagsstücke sowohl ohne Klebstoff, als auch ohne Klicksystem verlegt werden. Eine stabile Position erreichen sie zum einen durch ihr hohes Eigengewicht und zum anderen durch zusätzliche Haftvermittler – meist in Form von Klebestreifen oder vorher auf dem Untergrund aufzutragenden Haftfixierungen.

Finden Sie eine große Auswahl an selbstliegenden Vinylböden bei BodenFuchs24.

Moderner Loose-Lay VinylbodenSelbstliegender Vinylboden im Wohnzimmer

Wie wird selbstklebender Vinylboden verlegt?

Selbstklebender Vinylboden wird fest am Untergrund fixiert, indem man jeweils ein elastisches Belagsstück längs in die Hand nimmt, die Schutzfolie auf seiner Rückseite von einem Ende her abzieht und das Belagsstück von diesem Ende bis zum anderen Ende – nach und nach – von oben her andrückt. Im besten Fall sitzt die Klebediele oder -planke dann präzise und muss nicht noch einmal zur Korrektur angehoben werden. Falls doch eine Korrektur notwendig ist, empfiehlt es sich, einen Föhn zur Hand zu nehmen, um das Belagsstück und sein Klebemittel aufzuwärmen. Dann lässt es sich in der Regel leicht wieder vom Untergrund aufnehmen. Eine ausführliche Verlegeanleitung liegt jedem Belag herstellerseitig bei.

Vorteile selbstklebenden Vinylbodens

  1. 1 Leicht zu verlegen

Grundsätzlich kann man festhalten, dass selbstklebendes Vinyl vergleichbar leicht zu verlegen ist wie lose liegendes Vinyl. In dieser Hinsicht haben die Werbeversprechen Recht. Für die reinen Verlegearbeiten werden handwerkliche Erfahrungen nicht vorausgesetzt. Auch spezielle Werkzeuge sind nicht vonnöten: Cuttermesser, Stahllineal, Bleistift sowie Zollstock und Schlagschnur zur Markierung der Verlegerichtung genügen. Zum Entfernen überschüssigen Klebers können Sie sich vorsichtshalber Waschbenzin bereitstellen.

  1. 2 Geringe Aufbauhöhe

Ein weiterer Vorteil selbstklebenden Vinylbodens ist sein flacher Materialaufbau. So liegt die Stärke der Belagsstücke meist zwischen 1,00 mm und 2,00 mm. Das bedeutet, dass sie sich als Renovierungsböden eignen: Sie sind so flach, dass sie auf vielen vorhandenen Bodenbelägen verlegt werden können, ohne dass dafür Türen oder Schwellen angepasst werden müssen.

  1. 3 Gut für die Raumakustik

Indem sie fest am Untergrund fixiert sind und gleichzeitig eine hohe Elastizität aufweisen, wirken selbstklebende Vinylböden geh- und trittschallhemmend. Sie sparen sich somit die Verlegung einer separaten Dämmunterlage, um die sie bei schwimmend verlegten Vinylböden eigentlich nicht herumkommen.

Nachteile selbstklebenden Vinylbodens

  1. 1 Endliche Klebekraft, begrenzte Lebensdauer

Was Hersteller und Händler von selbstklebendem Vinylboden gerne verschweigen: Seine Klebekraft ist endlich – und vergänglicher als gedacht! Je nachdem, wie stark ein Belag strapaziert und im Laufe der Zeit von oben oder unten erwärmt wird, beginnen sich seine Klebedielen früher oder später wieder vom Untergrund zu lösen. Der Prozess fängt meist von außen her an und setzt sich dann bis zur Mitte hin fort. Lange bevor die Klebekraft komplett nachlässt, führen abstehende Ecken und Kanten einzelner Belagsstücke dazu, dass Stoß- und Schleifspuren an ihrem Dekor entstehen. Im schlimmsten Fall werden sie zu Stolperfallen. Anfangs mögen sich solche Schäden durch einen Austausch der betroffenen Belagsstücke beheben lassen. Bald macht jedoch nur ein kompletter Austausch Sinn.

  1. 2 Hohe Anforderungen an den Untergrund

Die Verlegung von selbstklebendem Vinyl mag schnell und unkompliziert von der Hand gehen. Dafür kann es richtig aufwendig werden, den Untergrund für den Bodenbelag auf Vordermann zu bringen. Was in der Werbung nämlich oft zu kurz kommt: Selbstklebender Vinylboden stellt hohe Anforderungen an die Ebenheit und Sauberkeit seines Untergrunds. Schuld daran ist zum einen sein flacher Materialaufbau, wegen dem sich selbst kleinere Unebenheiten von unten her durch die Belagsstücke drücken können. Wir empfehlen daher, selbstklebenden Vinylboden nicht auf Fliesen oder anderen Altbelägen zu verlegen, sondern nur auf einem frisch verspachtelten bzw. nivelliertem Untergrund. Zum anderen ist die Klebekraft der Belagsstücke nur dann optimal, wenn ihr Gegenstück – also der Untergrund – fest, trocken und frei von Staub und Schmutz ist. Dies zu gewährleisten, ist nicht immer einfach und setzt durchaus handwerkliche Erfahrungen voraus.

  1. 3 Als Feuchtraumboden problematisch

Vinylboden ist in den meisten Fällen wasserfest. Das gilt auch für selbstklebendes Vinyl. Hersteller geben die Beläge deshalb zur Verlegung in Feuchträumen wie Bädern und Küchen frei. Ein Argument, das auch dafür spricht, ist die vollflächige Verklebung der Belagsstücke. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit zum Untergrund gelangen und dort Schäden verursachen kann. Soweit, so gut. Es gibt nur ein Problem: Wie in Punkt 1. beschrieben, ist die Wirkung des Klebemittels endlich. Sobald sich die ersten Belagsstücke vom Untergrund lösen, verliert der Bodenbelag seine Dichtheit gegenüber eindringender Nässe. Folglich ist er nicht mehr als Feuchtraumboden geeignet.

  1. 4 Schwinden und Fugenbildung

Auch ein weiterer Nachteil spricht dagegen, selbstklebenden Vinylboden in Feuchträumen zu verlegen: seine "natürliche" Fugenbildung. Generell neigen Vinylböden dazu, im Laufe der Zeit zu schwinden, womit sich ihre Abmessungen geringfügig verändern. Das kann viele Ursachen haben. Eine davon ist, dass sich in ihrem Vinyl enthaltene Weichmacher teilweise verflüchtigen. Als Vollvinylböden sind selbstklebende Vinylböden vom Schwinden stärker betroffen als beispielsweise Klick-Vinylböden mit mehrschichtigem Aufbau. Die Erklärung ist einfach: Je höher der Vinyl-Anteil, umso stärker der Effekt. In Kombination mit ihrer nachlassenden Klebekraft heißt das, dass sichtbare Fugen zwischen ihren Belagsstücken entstehen können.

Klebevinyl im FeuchtraumKlebevinyl als Alternative zu selbstklebendem Vinyl

Geeignete Alternativen zu selbstklebendem Vinylboden

In Summe sprechen nicht nur mehr, sondern auch gewichtige Nachteile gegen die Verwendung von selbstklebendem Vinylboden. Aus diesem Grund finden Sie in unserem Onlineshop keine solchen Beläge. Damit Sie mit Ihrer Recherche nicht bei Null anfangen müssen, möchten wir Ihnen abschließend folgende Alternativen aufzeigen:

Selbstliegender Vinylboden

Wenn Sie einen leicht zu verlegenden und auch leicht wieder entfernbaren Bodenbelag suchen, sind Sie mit selbstliegendem Vinylboden gut beraten. Dieser ist klebstofffrei verlegbar und demzufolge problemlos wieder aufnehmbar. Zudem gehen Sie sicher, dass die Belagsstücke rückstandslos entfernt werden können, während bei selbstklebendem Vinyl durchaus Kleberückstände am Untergrund verbleiben. Selbstliegendes Vinyl wird im Handel auch als Loose-Lay Vinyl bezeichnet und war ursprünglich für Event- und Messeböden konzipiert. Die Strapazierfähigkeit der Beläge machte sie auch für Wohnbereiche interessant – speziell in Mietwohnungen können sie als temporäre Lösung Sinn machen.

Klick-Vinylboden

Ähnlich leicht zu verlegen, dafür aber weniger anspruchsvoll, was die Untergrundvorbereitung betrifft, ist Vinylboden zum Klicken. Der Bodenbelag wird schwimmend verlegt und kommt ohne Klebemittel aus. Die Belagsstücke werden auf Basis des Nut-und-Feder-Prinzips ineinander verhakt und ergeben einen festen Verband, der nur auf dem Untergrund aufliegt, aber nicht an ihm fixiert ist. Eine Fugenbildung ist unter normalen Umständen nicht möglich. Dafür müssen Sie aber daran denken, auf größeren Flächen Dehnungsfugen einzuhalten, weil die Beläge im Laufe der Zeit "arbeiten" können. Ähnlich wie selbstliegendes Vinyl lässt sich auch Klick-Vinyl rückstandslos entfernen. In puncto Stabilität und Langlebigkeit hat es deutliche Vorteile.

Klebe-Vinylboden

Im Unterschied zu selbstklebendem Vinylboden muss Klebe-Vinylboden mithilfe eines separat zu verarbeitenden Klebemittels am Untergrund fixiert werden. Es kann sich entweder um Nasskleber oder um zwei Arten von Trockenklebern handeln: Die einen bilden einen Haftvermittler zwischen Bodenbelag und Untergrund und kleben beidseitig. Die anderen haben nur eine Klebeseite, auf der der Bodenbelag aufgeklebt wird. Ihre Rückseite ist klebstofffrei, sodass es zu keiner Fixierung am Untergrund kommt. Dies ist beim späteren Entfernen von Vorteil. Insgesamt ist die Verarbeitung von Klebevinyl schwieriger als von selbstklebendem Vinyl, dafür lohnt sich der Aufwand in mehrerlei Hinsicht: Der fertige Boden ist der strapazierfähigste unter allen Vinylböden, dabei gut für die Raumakustik, leicht wasserdicht zu bekommen und ideal für Untergründe mit Fußbodenheizungen.

Ist Ihnen mit diesen Informationen noch nicht geholfen? – Dann schlagen wir Ihnen vor, in unserem Ratgeber den ausführlichen Vergleich der drei Verlegetechniken von Vinylboden nachzulesen!


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