Boden-Ratgeber
Linoleum in der Optik eines Vinylbodens Linoleum in der Optik eines Vinylbodens Wer sich dafür entscheidet, einen elastischen Bodenbelag zu verlegen (oder verlegen zu lassen), steht auch vor der Frage, ob es ein Linoleum- oder PVC-Boden sein soll. Beide sind so etwas wie "Klassiker" unter den biegsamen und zugleich strapazierfähigen Bodenbelägen. Sie kommen in vielen gewerblichen und öffentlich genutzten Gebäuden vor und sind auch in Wohnräumen verbreitet. Jeder kennt sie – oder meint sie zu kennen. Denn je mehr elastische Bodenbeläge in den letzten Jahren auf den Markt kamen, umso öfter kommt es nach unseren Erfahrungen zu Verwechslungen: So werden Linoleum und PVC-Boden gleichgesetzt, obwohl ihre jeweiligen Bezeichnungen bereits erkennen lassen, dass die Bodenbeläge aus verschiedenen Materialien bestehen. Linoleum wird aus dem gleichnamigen Verbundstoff gefertigt, der überwiegend aus organischen Stoffen besteht. PVC-Boden hat seinen Namen von Polyvinylchlorid – ein Spezialkunststoff, der komplett synthetischen Ursprungs ist. So unterschiedlich die Materialien, so deutlich können sich auch die Bodenbeläge im Hinblick auf ihre Verlegbarkeit, ihre Anwendungsbereiche und ihr Design unterscheiden. Diese Unterschiede sollten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung auf jeden Fall berücksichtigen! PVC-Boden – Mehr als Bahnenware! Bevor wir Linoleum und PVC-Boden näher vergleichen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es verschiedene Arten von PVC-Böden gibt. Ursprünglich war PVC-Boden ausnahmslos in Form von Bahnenware auf dem Markt. Seit den Neunzigerjahren gibt es aber auch PVC-Boden im Dielen-, Fliesen- oder Plankenformat. Obwohl beide Belagsarten aus PVC bestehen, gibt es Unterschiede in ihrer Herstellung, Materialzusammensetzung und den Anwendungsmöglichkeiten. Die traditionellen PVC-Bodenbeläge als Bahnenware haben sich über die Jahre bewährt und sind in vielen Bereichen verbreitet. Sie können homogen aus einer Schicht PVC aufgebaut sein oder heterogen aus einer Schicht PVC, die um eine oder mehrere Schichten aus anderen Materialien ergänzt wird. Dies können z. B. Schaumstoffe oder Textilvliese sein. All diese Beläge werden nach der Herstellung zu Bahnen aufgerollt und dann entweder in ganzen Rollen oder abschnittsweise in laufenden Metern verkauft. Ihr Format ist eher unhandlich und erfordert auf größeren Flächen professionelle Verlegekenntnisse. Eine Verklebung am Untergrund ist meistens obligatorisch. PVC-Bahnen sind bekannt für ihre Strapazierfähigkeit, Haltbarkeit und einfache Reinigung. Allerdings können sie in ihrer Ästhetik nicht mit modernen Designböden mithalten. Deren beliebtester Vertreter ist ausgerechnet Vinylboden – ursprünglich nichts anderes als PVC-Boden im Dielen-, Fliesen- oder Plankenformat. Mittlerweile werden Vinylböden auch mit anderen Materialien aufgebaut, was ihre breite Palette an Designs, Mustern und Oberflächenstrukturen zusätzlich um Verlegetechniken und Anwendungsbereiche erweitert hat. Im Gegensatz zu PVC-Boden als Bahnenware, kann Vinylboden zum Teil auch schwimmend verlegt werden. Voraussetzung dafür ist ein integriertes Klicksystem, das eine einfache und bequeme Verlegung nach dem Do-it-yourself-Prinzip ermöglicht. Die meisten modernen Vinylböden bestehen aus mehreren Schichten, darunter eine robuste Vinyl-Nutzschicht, eine Trägerschicht und eine rutschfeste Unterseite. Diese Konstruktion verleiht den Belägen eine gute Strapazierfähigkeit und Stabilität. Wenn Sie sich jetzt fragen, ob es falsch ist, zu Vinylboden auch PVC-Boden zu sagen, können wir Sie beruhigen: Die Verwendung der Begriffe "PVC" und "Vinyl" wird im Handel unterschiedlich interpretiert. Richtig oder falsch gibt es somit nicht. Einige Händler verwenden sie synonym, während andere den Begriff "Vinyl" spezifisch auf moderne Vinylböden beziehen. So handhaben wir es auch. Damit es zu keinen Missverständnissen kommt, achten Sie am besten darauf, in welchem Format der Bodenbelag erhältlich ist, dann erkennen Sie den Unterschied direkt. Linoleum – PVC-frei & nachhaltig Wie bereits erwähnt, wird Linoleum ohne PVC hergestellt. Es ist ein natürlicher Bodenbelag, der hauptsächlich aus organischen Materialien besteht – dazu gehören Leinöl, Kork- oder Holzmehl, Jute und Naturharze. Diese nachwachsenden Rohstoffe machen Linoleum zu einer geeigneten Wahl für Umweltbewusste mit einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Einrichtungsstil. Linoleum hat produktionsbedingt eine typische Textur, die an eine Marmorierung erinnert. Sie ist je nach Ausführung mal mehr, mal weniger deutlich zu erkennen. Abgesehen von seiner Textur, ist Linoleum recht vielseitig in seiner Farbgestaltung und zudem robust, langlebig und leicht sauber zu halten. Durch seine antistatischen Eigenschaften zieht es auch weniger Staub und Schmutz als viele andere Bodenbeläge an. Finden Sie eine große Auswahl an Linoleum & Klick-Linoleum bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/linoleum-oder-pvc.jpgGewerbeboden aus Linoleum und PVC im Vergleich Linoleum und PVC-/Vinylboden im Vergleich 1 Verlegung Ebenso wie herkömmlicher PVC-Boden, wird auch Linoleum klassischerweise in Bahnen produziert. Daraus folgt, dass seine Verlegung ähnlich anspruchsvoll ist: Auf großen Flächen muss es am Untergrund verklebt werden, damit es stabil liegen bleibt und einer hohen Beanspruchung standhalten kann. Hinzu kommt, dass parallel verlegte Bahnen in angrenzenden Kantenbereichen thermisch verfugt werden sollten. Bei PVC-Bahnen ist dagegen das Kaltverschweißen obligatorisch. Beide Verlegetechniken erfordern entsprechende Werkzeuge und praktische Vorkenntnisse, sodass sie von Laien schwer umzusetzen sind. Wesentlich einfacher geht es mit Vinylboden, der – bei entsprechender Ausführung – auch ohne Vorkenntnisse mit Klicksystem verlegt werden kann. 2 Formate & Ästhetik Zum Glück ist die Entwicklung auch bei Linoleum nicht stehengeblieben: Als Alternative zur herkömmlichen Bahnenware bieten einige Hersteller auch Beläge im Fliesen- und Plankenformat an, die teils lose, teils schwimmend verlegt werden können. Hinzu kommen modulare Beläge mit einer Dekorschicht auf dem Linoleum-Träger. Sie erreichen eine vergleichbare Ästhetik wie Vinylböden und andere Designböden, weil sie auf dieselbe Art mit vielfältigen Motiven bedruckt werden können. Das Linoleum als solches ist bei diesen Belägen nicht mehr zu erkennen. Bei den Bahnenwaren haben die PVC-Böden deutliche Vorteile gegenüber Linoleum, weil auch sie in der Regel eine bedruckte Dekorschicht aufweisen. Dadurch können diese Beläge deutlich kreativer und vielseitiger gestaltet werden. Selbst reine, einfarbige Dekore sind umsetzbar, während herkömmliches Linoleum immer eine gewisse Mehrfarbigkeit und Textur aufweist. 3 Komfort Sowohl Linoleum als auch PVC- und Vinylboden bieten einen angenehmen Gehkomfort. Durch ihren elastischen Materialaufbau sind die Bodenbeläge stets weich und fußwarm, was besonders in Wohnräumen und Bereichen, in denen viel Zeit mit Stehen verbringt, ein wichtiges Kaufargument ist. Am nachgiebigsten unter den Füßen sind Linoleumböden mit hoher Belagsstärke und PVC-Böden mit geschäumtem Vinyl (kurz: CV). Beide Bodenbeläge wirken grundlegend schallabsorbierend und sorgen so für eine bessere Raumakustik als harte Bodenbeläge wie Fliesen oder Parkett. 4 Pflege Linoleum- und PVC-Böden sind pflegeleichte Bodenbeläge, die wenig Aufwand erfordern, um sie sauber zu halten. Beide können regelmäßig mit einem Besen oder Staubsauger von Schmutz und Staub befreit werden. Für die Reinigung können Sie einen feuchten Mopp oder einen Wischmopp mit einem milden Reinigungsmittel verwenden. Es ist jedoch wichtig, auf scharfe oder aggressive Reinigungsmittel zu verzichten, da diese die Oberflächen der Beläge beschädigen könnten. Ein regelmäßiges Wischen hält sie in gutem Zustand und beugt Verschleißerscheinungen vor. 5 Renovierbarkeit PVC- und Vinylböden sind insofern renovierbar, als dass ihre Versiegelung bei Bedarf ausgebessert werden kann. Spezielle Pflegemittel sind im Fachhandel erhältlich. Eine komplette Neuversiegelung ist auch möglich, allerdings sollten Sie diese Maßnahme einer handwerklichen Fachkraft überlassen! Bei den modularen Vinylböden können einzelne beschädigte Belagsstücke ausgetauscht werden. Hierzu muss das betroffene Belagsstück bei Klebevinyl aus seiner Verklebung gelöst werden, während es bei Klick-Vinyl aus der Verriegelung zu lockern ist. Linoleum-Bahnen sind grundlegender renovierbar als PVC- und Vinylböden, ohne dass ein Austausch notwendig ist. Durch das Abschleifen ihrer Oberfläche und das Auftragen einer neuen Versiegelung können Kratzer und Gebrauchsspuren entfernt werden. Den Aufwand sollten Sie jedoch nicht unterschätzen! Sie benötigen auf jeden Fall professionelle Hilfe, die entsprechende Kosten mit sich bringt. Bei den modularen Belägen verhält es sich ähnlich wie mit den Vinylböden: Einzelne Belagsstücke sind austauschbar – auch in Eigenleistung. https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/vinylboden-statt-pvc-boden.jpgVinylboden statt Linoleum und PVC-Boden in der Gastronomie Eigenschaften Linoleum PVC-/Vinylboden Verlegbarkeit Verklebung oder schwimmende Verlegung (mit Klicksystem) Verklebung, schwimmende Verlegung (mit Klicksystem) oder lose Verlegung Formate & Ästhetik Bahnenware mit begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten,nur modulare Beläge mit vielfältigen Designs Bahnenware und modulare Beläge (Dielen, Fliesen, Planken) bieten große Designvielfalt Komfort hohe Elastizität als Basis für angenehmen Begehkomfort,fußwarm im Winter - kühlend im Sommergrundsätzlich schallabsorbierend hohe Elastizität als Basis für angenehmen Begehkomfort,fußwarm im Winter - kühlend im Sommergrundsätzlich schallabsorbierend,modulare Beläge sind mit integrierten Dämmschichten erhältlich Pflege vergütete Oberflächen mit geringem Pflegebedarf,losen Schmutz mit Besen oder Staubsauger entfernen,Nassreinigung mit Neutralreiniger vergütete Oberflächen mit geringem Pflegebedarf,losen Schmutz mit Besen oder Staubsauger entfernen,Nassreinigung mit Neutralreiniger Renovierbarkeit kann mit hohem Aufwand abgeschliffen und neu versiegelt werden kann nicht abgeschliffen, sondern nur neu versiegelt werden Feuchtraumeignung mangelnde Feuchtigkeitsresistenz,als Feuchtraumboden eingeschränkt verwendbar in der Regel wasserfest und für Feuchträume geeignet,wasserdichte Verlegung vorausgesetzt Kosten ab 25 bis 30 Euro/m² Bahnenware ab 10 bis 15 Euro/m²,Vinylboden ab 15 bis 25 Euro/m² Die Tabelle soll Ihnen dabei helfen, die Unterschiede zwischen Linoleum und Vinylboden in Bezug auf verschiedene Eigenschaften schnell und übersichtlich zu erkennen. Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Informationen allgemeiner Natur sind und je nach Hersteller und Produktvariante variieren können. Es ist daher ratsam, weitere Informationen von spezifischen Herstellern und Fachleuten einzuholen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Fazit Der Vergleich zwischen Linoleum und PVC-/Vinylboden zeigt, dass beide Bodenbeläge in Bezug auf Komfort, Pflege und Renovierbarkeit gute Eigenschaften bieten. Linoleum punktet mit seinem natürlichen und nachhaltigen Charakter sowie seiner Unverwüstlichkeit. PVC-/Vinylboden überzeugt dagegen mit einer breiten Auswahl an Farben, Designs und einer haltbaren, wasserbeständigen Oberfläche. Die Entscheidung zwischen den beiden hängt letztendlich von den individuellen Vorlieben, Anforderungen und dem Budget ab. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Ratgeber bei der Entscheidung zwischen Linoleum und PVC- bzw. Vinylboden weiterhilft. Wenn Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen unsere Kundenberatung gerne zur Verfügung. Nutzen Sie dafür unsere Kontaktmöglichkeiten, also Telefon, E-Mail oder Kontaktformular.
Julian Dorra Campervan mit ausgebautem Innenraum, Ausstattung und Campingmöbeln Campervan mit ausgebautem Innenraum, Ausstattung und Campingmöbeln (Bild: Stephen Leonardi, Unsplash) Jedes Frühjahr aufs Neue erreichen unser Serviceteam gehäuft Anrufe und E-Mails, in denen es um die Bodenverlegung in Reisemobilen geht. Vor der Hochsaison sollen die Gefährte fertig ausgebaut oder wieder auf Vordermann gebracht sein. Da liegt es nahe, sich auch dem Boden zu widmen, auf dem später gewohnt, gespielt, gewaschen, geträumt und geräumt werden soll. Weil sich viele Campingbegeisterte bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal mit Bodenbelägen befassen, kommen sie mit ihren Problemen und Fragestellungen auf uns zu. Als Fachhändler ist BodenFuchs24 dafür prinzipiell der richtige Adressat. Für uns stellen Reisemobile allerdings einen Sonderfall dar: Zum einen sind sie weder richtige Innen-, noch richtige Außenräume. Dadurch mangelt es an eindeutigen Herstellerempfehlungen, nach denen wir uns richten können. Zum anderen verlegen die Fachkräfte in unserem angeschlossenen Handwerksbetrieb zwar tausende Quadratmeter pro Jahr, aber keinen einzigen in Reisemobilen! Mit den Herausforderungen, die der Innenausbau solcher rollenden Unterkünfte mit sich bringt, sind sie leider nicht vertraut. Unser Experte: Julian von Camper4all Um unseren Interessenten dennoch die wichtigsten Fragen rund um Bodenbeläge in Wohnmobilen, Wohnwagen und Campern beantworten zu können, haben wir uns an Camper4all gewandt. Das Magazin veröffentlicht seit 2021 jede Menge Routenvorschläge für Campingbegeisterte, empfiehlt Campingplätze in allen Ecken Europas und liefert seiner Leserschaft handfeste Tipps zum Ausrüsten und Ausstatten der verschiedenen Reisemobile. Aus der zehnköpfigen Redaktion stand uns Julian für ein Interview Rede und Antwort. Er ist seit seiner Kindheit nicht nur Pfadfinder, sondern auch begeisterter Camper und schreibt bei Camper4all rund ums Thema Camping und Zubehör. (Bild: Clay Banks, Unsplash) Mit einem Klick gelangen Sie direkt zum Online-Magazin Camper4all. Camper4all https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/bodenbelag-im-campervan_us.jpgCampervan in Ausbau: Bodenbelag, Zwischenboden & Einrichtung Der richtige Untergrund für den Bodenbelag BodenFuchs24: Die Bodenbeläge aus unserem Sortiment sind zur Verlegung auf ebenen, festen und trockenen Untergründen vorgesehen. Worauf kann eigentlich ein Bodenbelag in Reisemobilen verlegt werden? Camper4all: Bis auf die konkaven Übergänge zur Wand, sollte auch der Untergrund in einem Reisemobil gerade, trocken und fest sein. Dazu kann eine Unterkonstruktion mit Sperrholzplatte eingebaut werden, die das Blech der Karosserie überdeckt. So wird eine Grundfläche bzw. Bodenplatte geschaffen, die sich gut als Untergrund für Bodenbeläge eignet. BF24: Gibt es Unterschiede zwischen den Untergründen, die die verschiedenen Reisemobile (also Wohnmobile, Camper und Wohnwagen) bieten? Camper4all: Der größte Unterschied ist das Platzangebot. Wohnmobile und Wohnwagen bieten üblicherweise eine deutlich größere, zusammenhängende Fläche, während man besonders in einem Campervan um hervorstehende Elemente der Karosserie herumbauen muss. Das macht die Arbeit komplizierter. Ein Bodenbelag, der an sich schon aufwendig zu verlegen ist, bietet sich deshalb eher für Wohnmobile und Wohnwagen an. BF24: Wie sollte ein fachgerechter Boden in einem Reisemobil aufgebaut sein? Camper4all: Sobald man den blanken Boden seines Reisemobils gereinigt und von möglichem Rost befreit hat, wird darüber aus Konstruktionslatten ein Gestell für die Bodenplatte gebaut. Die Bodenplatte hat den Zweck, eine ebene Fläche zu schaffen. Sie überdeckt Unebenheiten der Karosserie bzw. des blechernen Bodens. Die Zwischenräume der Konstruktionslatten werden mit Dämmmaterial isoliert. Vorsicht: Einige Zwischenräume könnten gebraucht werden, um darin Kabel oder Leitungen dezent zu verlegen! Ist die Unterkonstruktion vorbereitet, wird sie mit einer Bodenplatte abgedeckt, auf der dann der Bodenbelag verlegt werden kann. Wie bereits erwähnt, kann Sperrholz oder OSB als Material für die Bodenplatte dienen. BF24: Welche Art von Isolierung sollte ich wählen? Camper4all: Es eignen sich viele verschiedene Dämmmaterialien: Armaflex, Hartschaumplatten, Styropor, Mineralwolle, Klemmfilz, Hanfmatten und Kork. Sie alle können in Reisemobilen verwendet werden! Die Wahl des richtigen Bodenbelags BF24: Welche Eigenschaften sollte ein Bodenbelag für Reisemobile aufweisen? Camper4all: In einem Reisemobil ist nicht viel Platz. Es ist also wichtig, dass der Bodenbelag möglichst flach ist, weil man sonst Raumhöhe verliert. Zweitens sollte der Belag möglichst leicht sein. Je schwerer er ist, umso schwerfälliger bewegt sich das Fahrzeug. Außerdem steigt sein Energieverbrauch. Und die dritte Eigenschaft, auf die man unbedingt achten sollte, ist die Strapazierfähigkeit. Ein Camperboden wird im Laufe der Jahre stark frequentiert und kommt oft mit Staub und Dreck in Berührung. Er sollte also robust und pflegeleicht sein. BF24: Für welchen Bodenbelag sollte ich mich entscheiden? Aus unserer Sicht sind Reisemobile keine geeignete Umgebung für Bodenbeläge, die empfindlich auf Temperaturunterschiede reagieren. Außerdem lassen sich Verunreinigungen viel schwerer vermeiden als in gewöhnlichen Innenräumen. Camper4all: Wir haben viele Bodenbeläge getestet und keiner ist absolut perfekt. Vinyl-Rollenware ist beliebt, weil sie wasserdicht, preiswert und strapazierfähig ist und dazu kaum etwas wiegt, aber wenn sie einmal verschleißt, muss man sie vollständig ersetzen. Gummiböden haben praktische thermische und schalldämpfende Eigenschaften und sind sowohl wasser- als auch rutschfest, aber wiegen viel und können unangenehm riechen. Linoleum, Laminat, Fertigparkett – all diese Böden werden hier und da verwendet und bringen Vor- und Nachteile mit sich. Man muss für sich selbst abwägen, was einem wichtig ist. Wir schätzen besonders Kork, weil er selbst isolierend wirkt und weil wir viel auf Umweltfreundlichkeit Wert legen. Aber Korkböden sind teuer und aufwendig zu verlegen. Solange ein Boden mit Temperaturveränderungen klarkommt und halbwegs abrieb-, wasser- und verschleißfest ist, kann man ihn verwenden. BF24: Wie lange hält so ein Bodenbelag dann? Und wie kann ich seine Lebensdauer verlängern? Camper4all: Auch hier ist die Antwort sehr abhängig von dem Belag, der gewählt wird. Vinyl-Rollenware verschleißt beispielsweise recht schnell im Vergleich zu Linoleum, das oft viele Jahre hält. An sich gilt dasselbe wie bei jedem anderen Boden: Wenn möglich, nicht mit Schuhen darauf herumlaufen und sofort reinigen, sollte es zu einem Missgeschick kommen! Die fachgerechte Verlegung des Bodenbelags BF24: Wie werden die geeigneten Bodenbeläge auf so einer kleinen Fläche am besten verlegt? Camper4all: Ein Boden lässt sich im Camper genau wie im Haus verlegen, der Unterschied ist gar nicht so groß. Vinyl wird von der Rolle genommen und korrekt zugeschnitten, Parkettdielen werden ausgelegt und an den Kanten modifiziert, damit sie sauber abschließen. BF24: Wir empfehlen unserer Kundschaft, auf Flächen, die starken Temperaturunterschieden ausgesetzt sind, lieber zu einem Klebeboden zu greifen und auch die geeigneten Klebstoffe dafür zu verwenden. Gilt das auch für Reisemobile: Also, sollte ich hier lieber verkleben? Und geht es dann um eine vollflächige Verklebung oder eher um punktuelles Fixieren? Camper4all: Da ist durchaus etwas dran. Klebeböden sind natürlich aufwendiger zu verarbeiten, aber dafür auch deutlich stabiler und temperaturresistenter. Wir würden aber sagen, dass vollflächige Verklebung und punktuelle Fixierung nicht pauschal zu bewerten sind. Es kommt auf den jeweiligen Bodenbelag an. Klick-Vinyl oder Fertigparkett bieten sich mehr für die punktuelle Fixierung an, während wir beispielsweise Vinyl von der Rolle vollflächig verkleben würden. BF24: Was ist mit Dehnungsfugen? Sind sie ein Thema oder nicht? Camper4all: Die meisten Camper machen sich tatsächlich nicht die Mühe, aber wir würden Dehnungsfugen empfehlen. Der Boden eines Reisemobils ist immer in Bewegung und auch Temperaturveränderungen und Vibrationen ausgesetzt. Dehnungsfugen könnten schöne Campervanböden deutlich langlebiger machen. Was wir schon gesehen haben, ist spezieller Konstruktionskleber, der als elastische Dehnungsfuge zwischen Bodenelementen fungiert. BF24: Wie stelle ich sicher, dass der verlegte Boden wasserdicht ist? Camper4all: Viele Bodenbeläge sind von sich aus wasserfest und wasserdicht, beispielsweise Vinyl-Rollenware. Andere, die nicht fugendicht schließen – wie Klick-Vinyl und Fertigparkett –, können mit verschiedenen Produkten behandelt werden. BF24: Zum Schluss noch eine Frage, die auch ein Anlass für uns war, das Thema Bodenbeläge in Reisemobilen unbedingt einmal aufzugreifen: Was sind denn geeignete Bezugsquellen für Bodenbeläge in solch kleinen Mengen, wie sie für Reisemobile ausreichen? Für uns als Online-Fachhändler lohnt sich der Versand von wenigen Quadratmetern PVC-Boden, Fertigparkett und Linoleum leider nicht. Viele Meterwaren können sogar nur in ganzen Rollen abgenommen werden. Wir können höchstens eine Selbstabholung von Lagerware oder Ware aus unserem Abverkauf anbieten. Camper4all: Das klingt doch gut! Selbstabholung von Lagerware geht in die richtige Richtung. Wir holen uns diese kleineren Mengen normalerweise im Baumarkt vor Ort. Da kann man so viel kaufen, wie man braucht, auch wenn es nicht viel ist. Man kann auch bei Kleinanzeigen, auf Facebook oder bei eBay Glück haben. Oder noch eine Idee: Belagsreste, die bei einem größeren Eigenheimprojekt übrig blieben, können für ein Reisemobil genug sein! BF24: Dann bleibt uns am Ende noch, Euch ein großes Dankeschön auszusprechen. Wir schätzen es sehr, dass Du Dir für uns Zeit genommen hast, Julian. Grüß die Redaktion und macht weiter so! https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/bodenbelag-im-campervan2_us.jpgFertiger Campervan: Bodenbelag, Innenverkleidung & Einrichtung Fazit (Bild: Clay Banks, Unsplash) Dank Camper4all konnten wir ein wenig über unseren Tellerrand hinausblicken und haben einige interessante Details zu Bodenbelägen für Wohnmobile, Wohnwagen und Camper erfahren. 1 Untergrund vorbereiten Der Untergrund in den Reisemobilen ist in der Regel nicht verlegefertig, sondern bedarf einer Unterkonstruktion mit Bodenplatte. Holzdielen können notfalls aber auch direkt auf der Unterkonstruktion befestigt werden. 2 Aufbauhöhe beachten Reisemobile haben ein begrenztes Platzangebot – speziell in der Höhe. Zwar kommt es in normalen Innenräumen auch darauf an, wie stark ihr Materialaufbau ist (Stichwort: Aufbauhöhe), allerdings geht es in Reisemobilen wirklich um jeden Zentimeter. Flache, elastische Bodenbeläge kommen also eher infrage als dicke Hartbeläge wie Holzdielen. 3 Gewicht nicht unterschätzen Reisemobile sind wie alle Fahrzeuge gewichtssensibel. Je leichter sie sind, umso besser – nicht zuletzt für die Umwelt. Vinylböden aus Vollvinyl, Linoleum oder Bodenbeläge mit einem ähnlich leichten Materialaufbau kommen als Bodenbeläge also eher infrage als Holzdielen, Fertigparkett oder wenig elastische Vinylböden mit so genanntem "Rigid-Kern" oder "SPC-Core". 4 Mindestabnahmemengen im Online-Handel umgehen Wer seinen Bodenbelag für das Reisemobil online bestellen möchte, wird feststellen, dass es viele Händler gibt, bei denen Mindestmengen abgenommen werden müssen. Meist liegen diese deutlich über den wenigen Quadratmetern, die ein Reisemobil als Verlegefläche bietet. Deshalb empfehlen wir, entweder bei den Händlern nach Restbeständen zu stöbern – oder danach zu fragen, ob bei ihnen eine Selbstabholung von Lagerware möglich ist. Für uns als Händler ist es am besten, wenn Sie einen Bodenbelag für das Reisemobil und für einen Ihrer Wohn- oder Geschäftsräume zusammen kaufen, um dadurch die Mindestabnahmemenge zu erreichen. Andere Möglichkeiten hat Julian von Camper4all im Interview aufgezählt.
Fertigparkett aus Eiche im Wohnzimmer Fertigparkett aus Eiche im Wohnzimmer Wenn Sie einen Parkettboden verlegen möchten, kommen Sie heutzutage nicht an Fertigparkett vorbei. Seit Jahren ist diese Parkettart mit Abstand beliebter als alle nicht-verlegefertigen Parkettarten. Ihr Marktanteil lag 2021 bei etwa 83 Prozent.1 Bevor wir Ihnen erklären, wie Fertigparkett verlegt wird, möchten wir kurz auf seine Eigenschaften eingehen, damit Sie die Unterschiede zu den anderen Parkettarten verstehen. Was ist Fertigparkett – und was nicht? Fertigparkett kann nach dem Verlegen direkt genutzt werden und benötigt dazu keine Einpflege oder Endbehandlung. Diese wird durch die werksseitige Oberflächenveredelung bereits vorweggenommen. Die meisten Hersteller lassen Ihnen die Wahl zwischen lackiertem und geöltem Fertigparkett. Beide Veredelungen müssen früher oder später aufgefrischt werden, damit der Bodenbelag seine hohe Lebensdauer erreicht, wobei geöltes Parkett deutlich pflegeintensiver ist. Aus technischer Sicht unterscheidet sich Fertigparkett durch seinen mehrschichtigen Aufbau von nicht-verlegefertigem Parkett – wobei Mehrschichtparkett und Fertigparkett nicht mehr pauschal gleichgesetzt werden können. Es sind mittlerweile nämlich auch massive, also einschichtige Parkettböden auf dem Markt, die verlegefertig erhältlich sind. Mehrschichtig bedeutet, dass die einzelnen Belagsstücke nicht aus einem Stück Holz bzw. Vollholz bestehen, sondern mindestens aus einer Nutzschicht und einer Trägerschicht gefertigt sind. Für beide werden unterschiedliche Holzarten verwendet. Im Einstiegssegment bevorzugen manche Hersteller auch Holzfaserwerkstoffe für die Trägerschicht. In unserem Onlineshop finden Sie überwiegend dreischichtiges Fertigparkett, bei dem zu den genannten Schichten noch ein Gegenzug aus Holz hinzukommt. Finden Sie eine große Auswahl an Fertigparkett bei BodenFuchs24. Zum Shop Verlegetechnik von Fertigparkett Ist Fertigparkett dreischichtig, verfügt es auch über ein integriertes Klicksystem, das eine schwimmende Verlegung ermöglicht. Das Prinzip kennen Sie vielleicht von Laminatböden: Die Belagsstücke verfügen über eine Nut- und über eine Federseite. Sie können somit ineinandergesteckt werden und ergeben zusammen einen Verband, der nicht am Untergrund fixiert, sondern in sich stabil ist. Im Unterschied zu massivem Parkett benötigen Sie also keine Klebemittel. Das vereinfacht nicht nur die Verlegung, sondern erspart Ihnen auch die Trocknungszeit, die bei Klebern obligatorisch ist. Wie bereits erwähnt, kann ein Fertigparkettboden direkt nach Fertigstellung genutzt werden. Checkliste Das schwimmende Verlegen von Bodenbelägen ist grundsätzlich weniger herausfordernd als das Verkleben. Laien sind also nicht zwingend auf professionelle Hilfe angewiesen. Sie sollten jedoch nicht unterschätzen, dass handwerkliche Vorkenntnisse die Verlegepraxis und den Umgang mit den erforderlichen Werkzeugen erleichtern. Das benötigen Sie zwingend Das könnten Sie gebrauchen Fertigparkett Dampfbremse (und doppelseitiges Klebeband) Trittschalldämmung Abstandhalter Bleistift und Zollstock Anschlagswinkel Stichsäge Stichsäge (elektrisch) Schlagholz und Hammer Zugeisen Sockelleisten Abschluss- bzw. Übergangsprofile https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/fertigparkett-verlegen-untergrund.jpgUntergrund für die Verlegung von Fertigparkett vorbereiten Vorbereiten des Untergrunds Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich mit der Verlegeanleitung des Herstellers vertraut machen. In dem Dokument, das zum Lieferumfang Ihres Fertigparketts gehört, werden nicht nur die einzelnen Schritte bei der Verlegung zusammengefasst. Sie finden dort auch wichtige Hinweise zum geeigneten Untergrund bzw. zur Vorbereitung des Untergrunds. Am besten, Sie werfen bereits vor dem Kauf einen Blick in dieses Dokument! Bei BodenFuchs24 können Sie es auf der Artikeldetailseite des jeweiligen Belags herunterladen. Nicht jeder Untergrund ist zum Verlegen von Fertigparkett geeignet. Entscheidend ist, dass er eben, trocken, sauber und tragfähig ist. Trifft das auf einen vorhandenen Bodenbelag zu, kann auch dieser als Untergrund genutzt werden. Beachten Sie in so einem Fall, dass der gesamte Fußbodenaufbau nicht zu hoch kommt, sodass die Türen, Schwellen und andere Anschlüsse weiterhin passen. Bei folgenden Altbelägen sollten Sie ganz genau hinschauen: Holzdielen und Parkett: Sind einzelne Belagsstücke lose? Dann sollten Sie diese festschrauben. Unebenheiten durch Gebrauchsspuren, Wellen oder Schüsselungen hilft – wenn überhaupt – nur gründliches Schleifen und Verspachteln der Fugen. Alternativ können Sie Span- bzw. OSB-Platten auf dem alten Holzboden verlegen, um einen ebenen Untergrund herzustellen. Fliesen: Bei allen Altbelägen sollten Sie die Ebenheitstoleranzen der DIN 18202 "Toleranzen im Hochbau" berücksichtigen. Bei Fliesen gelten die erhöhten Anforderungen: Unebenheiten von mehr als 3,00 mm je laufendem Meter müssen ausgeglichen werden. Am besten verwenden Sie dazu eine Spachtel- bzw. Ausgleichsmasse, die auf Fliesen verarbeitet werden kann. Teppich bzw. Teppichboden: Solche textilen Bodenbeläge sind aus mehreren Gründen ungeeignet als Untergrund für Fertigparkett. Einer davon ist ihre geringe Stabilität. So können die Klick-Verbindungen durch das Begehen der Parkettböden mit der Zeit aufgehen bzw. aufbrechen. Vinyl- bzw. PVC-Boden: Wie die textilen Bodenbeläge, gefährden auch die elastischen Kunststoffböden die Stabilität von schwimmend verlegtem Parkett. Nun können Sie einwenden, dass Ihr Vinyl- oder PVC-Boden flach und kaum elastisch ist, sodass er als Trittschalldämmung genutzt werden könnte. In so einem speziellen Fall sollte der Altbelag allerdings verklebt sein, damit er wirklich einen stabilen Untergrund bildet. Wir empfehlen, trotz allem eine separate Trittschalldämmung zu verlegen. Wenn Sie das Fertigparkett auf einem mineralischem Untergrund wie Estrich verlegen möchten, benötigen Sie zusätzlich eine Dampfbremse in Form einer PE-Folie. PE steht für Polyethylen. Die Bahnen werden vollflächig ausgelegt, können sich ruhig überlappen und sollten mit doppelseitigem Klebeband am Untergrund fixiert werden. Untergrund mit Fußbodenheizung? Ist im Untergrund eine Fußbodenheizung installiert, sollten Sie prüfen, ob das gewählte Fertigparkett vom Hersteller zur Verlegung freigegeben ist. Ausschlaggebend ist der Wärmedurchlasswiderstand des Belags. Manche Holzarten wie Ahorn, Buche oder Esche bieten einen zu hohen Widerstand, über dem Grenzwert von 0,15 m²K/W. Dadurch wäre ein effektiver Betrieb der Heizung nicht möglich. Beachten Sie außerdem, dass Fertigparkett auch nur auf Warmwasser-Heizsystemen verlegt werden darf und die Hersteller in der Regel keine Freigabe für die Verlegung auf elektrischen Heizsystemen geben. Vor der Verlegung Fertigparkett sollte vor der weiteren Verarbeitung sachgemäß am Verlegeort gelagert und mindestens 24 Stunden akklimatisiert werden. Eventuell benötigen Sie Lagerhölzer, damit die Luft zwischen dem Untergrund und den Paketen mit dem Parkett zirkulieren kann. Die Pakete selbst sollten Sie geschlossen lassen und erst direkt vor dem Verlegen öffnen. Öffnen Sie ruhig mehrere Pakete, damit Sie die Belagsstücke beim Verlegen mischen können und nicht aus einem Paket nach dem anderen nehmen. Am Verlegeort sollte zu dem Zeitpunkt eine Umgebungstemperatur von etwa 18 °C herrschen. Die Temperatur des Untergrunds sollte bei etwa 15° C liegen (Bild links: Kelly, Pexels - Bild rechts: Jirikraus, Pixabay). Finden Sie die nötigen Trittschall- und Unterlagsmatten bei BodenFuchs24. Zum Shop Beliebte Fertigparkettböden im Überblick Article Slider Fertigparkett verlegen – Schritt für Schritt Haben Sie die separate Trittschalldämmung verlegt? Dann kann es losgehen: Messen Sie die Verlegefläche noch einmal aus, um ein geeignetes Verlegemuster zu ermitteln und beim Verschnitt zu sparen. Wir empfehlen, die Belagsstücke in Längsrichtung des Raumes zu verlegen. Bei Räumen mit quadratischem Grundriss wirken die meisten Fertigparkettböden schöner, wenn sie mit der Richtung des einfallenden Tageslichts verlegt werden. 1 Erste Reihe verlegen Das erste Belagsstück mit der Nutseite (erkennbar am schmalen Überstand) zur Wand ausrichten und mit der Federseite (breiter Überstand) zum Raum. Als Dehnungsfuge sollten Sie einen Randabstand von ca. 10 bis 15 mm einhalten. Das zweite Belagsstück legen Sie mit der Stirnseite (schmale Seite) an die Stirnseite des ersten und klicken sie ineinander. Beachten Sie, dass die Flucht an der Kopfseite präzise verläuft. Eine Abweichung wirkt sich auf alle weiteren Reihen aus. Mit Hammer und Schlagholz gehen Sie sicher, dass die Belagsstücke fugendicht schließen. Das letzte Belagsstück der ersten Reihe legen Sie umgedreht auf das vorletzte, schieben es bis es mit der Stirnseite an die Wand stößt und kennzeichnen mit einem Bleistift die Schnittkante. Halten Sie benötigte Dehnungsfuge von ca. 10 bis 15 mm und rechnen Sie diese beim Kürzen mit ein. Mit einer Stichsäge kürzen Sie das letzte Belagsstück an der Schnittkante. Sägen Sie immer von der Unterseite eines Belagsstücks aus, damit dessen Nutzschicht nicht beschädigt wird. 2 Weitere Reihen verlegen Nutzen Sie gekürzte Belagsstücke aus einer vorangegangenen Reihe immer als Anfangsstück für die jeweils nachfolgende Reihe – sofern sie breit genug sind. Kürzer als ca. 40 cm sollten sie nicht sein! Legen Sie das Belagsstück an das erste der vorangegangenen Reihe an und klicken Sie es mit der Nutseite in die Federseite des bereits verlegten Belagsstücks. Nehmen Sie nun das zweite Belagsstück der neuen Reihe und klicken Sie es mit der Stirnseite in das bereits verlegte Belagsstück der neuen Reihe. Um das Belagsstück dann auch mit der Nutseite in die Federseite der vorderen Reihe zu befestigen, heben sie es zusammen mit dem verbundenen Belagsstück leicht an und benutzen wieder Hammer und Schlagklotz, um Nut und Feder so dicht wie möglich ineinander zu verschränken. 3 Letzte Reihe verlegen Ermitteln Sie, wie breit die Belagsstücke in der letzten Reihe höchstens sein dürfen, indem Sie das nächste Belagsstück zuerst bündig auf das zuletzt verlegte Belagsstück legen. Nehmen Sie nun ein drittes Belagsstück als Schablone und legen es auf das Belagsstück, das Sie als Nächstes verlegen möchten. Verschieben Sie die Schablone nun mit ihrer Kopfseite (breite Seite) zur Wand. Halten Sie dabei wieder eine Randfuge von ca. 10 bis 15 mm ein. Nun können Sie die exakte Schnittkante auf dem Belagsstück anzeichnen, das Sie als Nächstes verlegen möchten. Mit einer Stichsäge kürzen Sie das letzte Belagsstück an der Schnittkante. Um die Belagsstücke der letzten Reihe mit den Belagsstücken der vorletzten Reihe zu verschränken bzw. einzuklicken, können Sie wahrscheinlich nicht mehr mit Hammer und Schlagklotz arbeiten. Der Abstand zur Wand ist dafür zu gering. Verwenden Sie daher das Zugeisen: Es wird mit einem Ende unter die Stirnseite eines Belagsstücks geklemmt und an seinem anderen Ende (das nun vom Belagsstück absteht) mit dem Hammer beschlagen. 4 Fertig Nach dem Verlegen ist das Fertigparkett sofort begehbar. Sie können damit fortfahren, die Sockelleisten anzubringen. Befestigen Sie diese – je nach System – mit Schrauben, Clipsen oder durch Verkleben, jedoch immer an der Wand und nicht im Boden! Hinweis: Diese Verlegeanleitung zeigt allgemein die einzelnen Schritte bei der Verlegung auf. Bitte beachten Sie stets die jeweils vom Hersteller vorgegebene Verlegeanleitung! https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/fertigparkett-verlegen_pe.jpgFertigparkett schwimmend verlegen mit geeignetem Werkzeug Wann sollte man Fertigparkett verkleben? Ein Verkleben von Fertigparkett ist möglich, bei zweischichtigen Belägen, die nur aus Nutz- und Trägerschicht bestehen, sogar erforderlich. Bei dreischichtigen Belägen empfehlen wir die Verklebung in zwei Fällen: Zum einen, wenn das Fertigparkett in einem Feuchtraum verlegt wird. Darunter können im weiteren Sinne auch Küchen und Eingangsbereiche verstanden werden, wenn dort häufig mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser zu rechnen ist. Zum anderen, wenn das Fertigparkett auf einem Untergrund mit Fußbodenheizung verlegt wird. Die Verklebung verbessert den Wärmedurchlass und ist somit energiesparender als die schwimmende Verlegung. Haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an die Kundenberatung von BodenFuchs24! Das Team ist während der Bürozeiten telefonisch für Sie da. Alternativ können Sie uns Ihr Anliegen per E-Mail oder über das Kontaktformular schildern. 1 Wenn man Fertigparkett mit Mehrschichtparkett gleichsetzt. Tatsächlich ist der Marktanteil verlegefertiger Parkettböden sogar noch höher, weil mittlerweile auch Fertigparkett mit massivem Aufbau angeboten wird. Quelle: https://www.parkettmagazin.de/willkommen-seriennummer-103896-lang-de.htm, zuletzt aufgerufen am 07.06.2023 Passende Videos