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Klick-Vinyl: Welcher Untergrund ist geeignet?

BodenFuchs24
Klick-Vinyl: geeigneter Untergrund
Klick-Vinyl: geeigneter Untergrund

(Bild in Lizenz von VRD, stock.adobe.com) Damit Klick-Vinyl dauerhaft stabil liegt und das Klicksystem keinen Schaden nimmt, muss der Untergrund bestimmte Anforderungen erfüllen. Er sollte eben, tragfähig, trocken und sauber sein. Ob Estrich, Fliesen, OSB-Platten oder ein alter Bodenbelag – nicht jeder Untergrund eignet sich ohne Vorbereitung für die schwimmende Verlegung.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Untergründe geeignet sind, wann gespachtelt oder grundiert werden sollte, ob eine Trittschalldämmung oder Dampfbremse erforderlich ist und welche typischen Fehler Sie vor der Verlegung vermeiden sollten.

Warum stellt Klick-Vinyl andere Anforderungen als Klebevinyl?

Klick-Vinyl und Klebevinyl bestehen zwar beide überwiegend aus Polyvinylchlorid (PVC), unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Aufbau und ihrer Verlegeart. Während Klebevinyl vollflächig mit dem Untergrund verklebt wird und dadurch selbst kleinste Unebenheiten übernimmt, liegt Klick-Vinyl schwimmend auf einer Trittschalldämmung oder direkt auf dem Untergrund auf.

Entscheidend sind deshalb Materialaufbau, Belagsstärke und Klicksystem. Moderne Klick-Vinylböden verfügen häufig über einen formstabilen Träger aus einem Verbundstoff (z. B. SPC) oder einem harten Träger aus Holzwerkstoff (z. B. HDF). Dadurch gleichen sie kleinere Unebenheiten besser aus als dünnes Klebevinyl. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Untergrund beliebig uneben sein darf. Ist er nicht ausreichend eben oder tragfähig, können sich die Belastungen auf das Klicksystem übertragen und langfristig zu Fugen, Beschädigungen oder Knarrgeräuschen führen.

Für Klick-Vinyl gelten deshalb andere Anforderungen an den Untergrund als für Klebevinyl. Welche Untergründe geeignet sind und wann eine Vorbereitung notwendig wird, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

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Grundlegende Eigenschaften geeigneter Untergründe

Eigenschaft Bedeutung
Eben schützt das Klicksystem und verhindert Hohlstellen
Tragfähig verhindert Bewegungen und Beschädigungen
Trocken schützt vor Feuchtigkeitsschäden
Sauber sorgt für eine plan aufliegende Dämmunterlage

Weist der Untergrund diese vier Eigenschaften auf, kann ein Klick-Vinylboden schwimmend darauf verlegt werden.

Welche Untergründe eignen sich für Klick-Vinyl?

Die Theorie ist das eine, in der Praxis hat man es von Verlegeort zu Verlegeort mit verschiedenen Untergründen zu tun. Manche ihrer Eigenschaften sind offensichtlich, andere jedoch nicht auf Anhieb festzustellen. Damit Sie schnell erkennen, ob Ihr Untergrund geeignet ist, gehen wir auf die typischen Praxisbeispiele ein:

Untergrund
Eignung
Hinweise
Beton / Estrich
geeignet
Ebenheit und Restfeuchte prüfen
verspachtelte Untergründe
geeignet
vollständig durchgetrocknet
Epoxidharz-Beschichtungen
geeignet
sehr stabil
PVC-Boden / Linoleum verklebt
bedingt geeignet
nur vollflächig verklebt
Parkett verklebt
bedingt geeignet
Ebenheit prüfen
Fliesen / Stein
bedingt geeignet
Fugenbreite ≤ 5 mm
Holzdielen / OSB-Platten
bedingt geeignet
fest verschraubt, nicht federnd
lose Beläge / Teppich
nicht geeignet
zu weich, nicht tragfähig

Welche Besonderheiten bei den einzelnen Untergründen zu beachten sind, erläutern wir im Folgenden.

Klick-Vinyl auf Estrich-Untergrund

Estrich (Zement oder Calciumsulfat) kommt häufig im Neubau zum Einsatz und bietet in vielen Fällen eine gute Grundlage für Klick-Vinyl. Voraussetzung ist, dass der Estrich eben, trocken und sauber ist. Weist der Untergrund Unebenheiten von mehr als 3 mm pro Meter auf, muss er mit einer geeigneten Ausgleichsmasse nivelliert werden. Vor der Verlegung ist zudem sicherzustellen, dass der Estrich vollständig ausgetrocknet ist und eine geringe Restfeuchte aufweist.

Klick-Vinyl auf Holz-Untergrund

Holz arbeitet im Laufe der Zeit: Dielen können sich lockern, bewegen oder leicht schwingen. Wird Klick Vinyl auf einem solchen Untergrund verlegt, kann dies die Stabilität der Klick Verbindungen beeinträchtigen. Lose oder federnde Dielen sollten daher fest verschraubt werden, bis ein stabiler, tragfähiger und ebener Untergrund entsteht. Anschließend kann das Klick Vinyl verlegt werden – idealerweise quer zur Dielenrichtung, um Bewegungen besser auszugleichen.

Bild 1: Sind Fliesen zu uneben, sollten sie überspachtelt werden (Bild links in Lizenz von ba11istic, stock.adobe.com)

Klick-Vinyl auf Fliesen als UntergrundFliesen-Untergrund zum Verlegen von Klick-Vinyl vorbereiten
Klick-Vinyl auf Fliesen als UntergrundFliesen-Untergrund zum Verlegen von Klick-Vinyl vorbereiten

Klick-Vinyl auf Fliesen-Untergrund

Klick-Vinyl kann aufgrund seines stabilen Aufbaus auch direkt auf keramischen Fliesen, Steinfliesen oder ähnlichen Belägen verlegt werden. Voraussetzung ist, dass alle losen Fliesen fixiert sind und sich die Fugen nicht durch den neuen Belag abzeichnen. Viele Hersteller geben maximale Fugenbreiten an. Werden diese überschritten, sollte der Fliesenuntergrund mit Ausgleichsmasse vorbereitet werden. Bei einem gleichmäßigen, flachen Fugenbild kann bereits eine geeignete Unterlagsmatte ausgleichend wirken. Besonders geeignet für die Verlegung auf Fliesen sind Rigid-Vinylböden, deren Trägerplatten aus Stein- oder Kalkmehl leichte Unebenheiten überbrücken und weniger empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen sind.

Klick-Vinyl auf OSB-, Span- und Holzfaserplatten

Plattenwerkstoffe wie OSB ("Oriented Strand Board"), Span- oder Holzfaserplatten eignen sich als Untergrund für Klick-Vinyl, sofern sie tragfähig, fest verschraubt und eben sind. Wichtig ist, dass die Platten nicht nachgeben oder schwingen, da dies die Klick-Verbindungen belasten kann. Zwischenräume und Höhenversätze an den Plattenstößen sollten verspachtelt werden, um eine durchgehend ebene Fläche zu erhalten. Außerdem müssen die Platten trocken, sauber und frei von Beschädigungen sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann der Vinylboden schwimmend darauf verlegt werden.

Klick-Vinyl auf Vinylboden als Altbelag

Eine Verlegung auf einem vorhandenen Vinylbelag ist möglich, sofern dieser vollflächig verklebt und in gutem Zustand ist. Da Klebevinyl meist eine geringe Aufbauhöhe besitzt und der Untergrund vor der Erstverlegung bereits ausgeglichen wurde, sind häufig keine zusätzlichen Vorbereitungen erforderlich. Der Altbelag muss eben, trocken, sauber und intakt sein. Risse, Ablösungen oder weiche Stellen schließen eine direkte Verlegung aus. In diesem Fall sollte der Altbelag entfernt und der Untergrund gründlich gereinigt werden. Wichtig ist, Klebstoffreste vollständig zu beseitigen, damit die Dämmunterlage plan aufliegt und das Klicksystem stabil bleibt.

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Welche Untergründe sind für Klick-Vinyl ungeeignet?

Untergründe, denen eine der vier grundlegenden Eigenschaften abgeht, sind nicht zum Verlegen von Klick-Vinyl geeignet. In der Praxis erkennen Sie ungeeignete Untergründe daran, dass sie nachgeben, schwingen oder keine dauerhaft stabile Auflagefläche bieten. In diesen Fällen können sich die Belastungen auf das Klicksystem des Bodenbelags übertragen und langfristig zu offenen Fugen oder Beschädigungen führen.

Altbeläge, die für Klick-Vinyl ungeeignet sind:

  • lose verlegte Bodenbeläge
  • textile Bodenbeläge wie Teppich oder Teppichfliesen
  • PVC- und CV-Beläge ("Cushioned Vinyl") mit Schaum- oder Textilrücken
  • Elastomer- und Gummibeläge
  • schwimmend verlegte Bodenbeläge wie Laminat, Klick-Parkett, Klick-Vinyl oder Klick-Linoleum

Weiche Bodenbeläge wie Teppich oder geschäumte CV-Beläge geben unter Belastung nach. Dadurch verliert der Klick-Vinylboden seine stabile Auflage und das Klicksystem wird dauerhaft belastet. Schwimmend verlegte Bodenbeläge stellen ebenfalls keinen geeigneten Untergrund dar, da sich zwei bewegliche Konstruktionen übereinander befinden würden. Die Folge können Knarrgeräusche, Fugenbildung oder beschädigte Verriegelungen sein.

Holzuntergründe wie Dielen oder OSB-Platten sind dagegen grundsätzlich geeignet, sofern sie fest verschraubt, tragfähig und schwingungsfrei sind. Lose Dielen sollten vor der Verlegung nachgeschraubt werden.

Unsere Kundenberatung erreicht immer wieder Frage, welche Altbeläge als Untergrund zugelassen sind. Daher weisen wir an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass es darauf keine pauschale Antwort gibt, weil von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Freigaben gelten. Unsere Empfehlung lautet, stets die Verlegeanleitung zu prüfen, die Ihrem Klick-Vinylbelag beigelegt ist. Dort finden Sie verbindliche Angaben zu zulässigen Untergründen sowie zu den Anforderungen an Ebenheit, Restfeuchte und Trittschalldämmung.

Bild 2: Mit Fließspachtel können verschiedenste Untergründe ausgeglichen werden (Bild links in Lizenz von tortoon, Bild rechts in Lizenz von V. Shevchuk, stock.adobe.com)

Klick-Vinyl: UntergrundvorbereitungUntergrund vorbereiten für Klick-Vinyl-Verlegung
Klick-Vinyl: UntergrundvorbereitungUntergrund vorbereiten für Klick-Vinyl-Verlegung

Untergrund für Klick-Vinyl richtig vorbereiten

Auch wenn ein Untergrund grundsätzlich für Klick-Vinyl geeignet ist, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie sofort mit der Verlegung beginnen können. Vor dem Verlegen sollten Sie prüfen, ob der Untergrund die Anforderungen der DIN 18365 "Bodenbelagarbeiten" sowie die Verlegehinweise des Herstellers erfüllt. Besonders wichtig sind Ebenheit, Restfeuchte und Sauberkeit.

  1. 1 Ebenheit prüfen

Kontrollieren Sie den Untergrund mit einem Richtscheit oder einer langen Wasserwaage. Kleinere Unebenheiten sind meist unkritisch. Betragen die Höhenunterschiede jedoch mehr als etwa 2 bis 3 mm pro laufendem Meter, sollten sie ausgeglichen werden.

Je nach Untergrund kommen dafür unterschiedliche Verfahren infrage:

  • Ausgleichsmasse oder Fließspachtel für kleinere Unebenheiten
  • Reparaturmörtel für Risse und Schadstellen
  • Ausgleichsschüttungen bei größeren Höhenunterschieden

Ein ebener Untergrund schützt das Klicksystem und verhindert Hohlstellen oder Knarrgeräusche.

  1. 2 Restfeuchte messen

Mineralische Untergründe müssen ausreichend trocken sein. Als Richtwerte gelten:

  • Zementestrich: maximal 2,0 CM-%
  • Calciumsulfatestrich (Anhydrit): maximal 0,5 CM-%

Die Restfeuchte wird fachgerecht mit einem CM-Messgerät bestimmt. Ist der Untergrund noch zu feucht, sollte er zunächst vollständig austrocknen.

  1. 3 Untergrund reinigen

Vor der Verlegung muss der Untergrund sauber, staubfrei und frei von losen Bestandteilen sein. Entfernen Sie insbesondere:

  • Staub
  • Schleifrückstände
  • Kleberreste
  • Fett- oder Ölflecken

Anschließend empfiehlt sich das gründliche Absaugen mit einem Industriestaubsauger.

Wann ist eine Dampfbremse erforderlich?

Ein häufiger Irrtum ist, dass unter Klick-Vinyl grundsätzlich eine Dampfbremse verlegt werden muss. Tatsächlich hängt dies vom Untergrund und vom Aufbau des Bodenbelags ab. Eine Dampfbremse ist insbesondere sinnvoll oder vorgeschrieben, ...

  • auf mineralischen Untergründen wie Beton oder Estrich,
  • wenn mitaufsteigender Restfeuchte gerechnet werden muss,
  • in Kellerräumen oder über unbeheizten Bereichen sowie
  • bei Klick-Vinyl mit Holz- oder Korkbestandteilen, sofern der Hersteller dies verlangt.

Besteht der Klickboden dagegen aus wasserunempfindlichem Vollvinyl und schließt der Hersteller eine Dampfbremse aus, sollte auf zusätzliche Folien verzichtet werden.

Benötigt Klick-Vinyl eine Trittschalldämmung?

Ob eine Trittschalldämmung erforderlich ist, hängt vom Aufbau des Klick-Vinyls ab.

  • mit integrierter Trittschalldämmung: keine zusätzliche Unterlage verwenden, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt
  • ohne integrierte Dämmung: geeignete Trittschalldämmung einsetzen

Eine passende Unterlage verbessert den Gehkomfort, reduziert Trittschall und gleicht kleinere Unebenheiten aus. Besonders in Mehrfamilienhäusern trägt sie dazu bei, die Geräuschübertragung in angrenzende Räume zu verringern.

Sind Untergrund, Trittschalldämmung und gegebenenfalls Dampfbremse vorbereitet, kann das Klick-Vinyl verlegt werden. Lassen Sie den Bodenbelag zuvor entsprechend der Herstellerangaben akklimatisieren und halten Sie beim Verlegen den empfohlenen Randabstand zu allen aufgehenden Bauteilen ein. So schaffen Sie die Grundlage für einen dauerhaft stabilen und langlebigen Boden!


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