Boden-Ratgeber
Herkömmliche Klick-Verlegung von Laminat Herkömmliche Klick-Verlegung von Laminat (Bild in Lizenz von Serhii, stock.adobe.com) Wenn es einen Bodenbelag gibt, der zur Verbreitung von klebstofffreien Verlegesystemen beigetragen hat, dann ist es Laminat. Als klassischer Klickboden erlebte es in Neunzigerjahren einen regelrechten Boom. Seine einfache Verlegung nach dem Nut-und-Feder-Prinzip machte es zu einem der beliebtesten Bodenbeläge für Do-it-yourself-Projekte. Nicht von ungefähr fühlten sich die Hersteller von PVC-Böden herausgefordert, die Entwicklung von Klick-Vinylböden voranzutreiben. Diese aus Polyvinylchlorid (PVC) gefertigten Klickböden lösten Laminat nach der Jahrtausendwende an vielen Stellen ab und finden bis heute mehr Absatz. Grund für diesen Wandel sind zum einen materialbedingte Vorteile von PVC. Zum anderen haben Vinylböden gegenüber Laminat einen entscheidenden technischen Pluspunkt, der sie in der gewerblichen Anwendung etabliert hat: Sie sind auf verschiedene Weise verklebbar. Fest am Untergrund fixiert, eignen sie sich für eine stärkere Beanspruchung und erfüllen dadurch die Anforderungen höherer Nutzungsklassen. Während Laminatböden maximal für stark frequentierte Gewerberäume freigegeben sind, gibt es Vinylböden, die deutlich darüber hinausgehen und sogar im Industriebereich verlegt werden dürfen. In diesem Beitrag wollen wir der Frage nachgehen, ob Laminat wirklich nicht verklebt werden sollte. Was würde denn passieren, wenn man es versucht? Und gibt es vielleicht Anwendungsfälle, in denen eine Ausnahme gemacht werden kann? Wie wird Laminat fachgerecht verlegt? Zunächst möchten wir aber kurz auf die fachgerechte Verlegung von Laminat eingehen: Als Klickboden wird es nicht am Untergrund fixiert, sondern es liegt schwimmend auf ihm. In der Regel liegt noch eine Trittschalldämmung dazwischen. Die einzelnen Laminatstücke werden mithilfe eines Klicksystems miteinander verbunden. Dafür sind keine speziellen handwerklichen Vorkenntnisse nötig. Wer die Verlegeanleitung des Herstellers liest, ist auf einem guten Weg. Die meisten Arbeitsschritte sind Handarbeit. Mit Werkzeugen wie Gummihammer und Schlagholz erfolgt die präzise Fixierung, mit Hand- oder Stichsäge der Zuschnitt der Belagsstücke. Die Klicksysteme unterscheiden sich nicht großartig in ihrer Funktionsweise. Sie sind im Belagskern integriert und ermöglichen es, die einzelnen Dielen, Fliesen oder Planken sicher ineinander zu verhaken, sodass sie fest miteinander verbunden sind; ganz ohne Klebstoff oder Schrauben. Es entsteht eine geschlossene, stabile Fläche, die sich dennoch frei bewegen kann. Man spricht auch von "Schwimmen". Diese Bewegungsfreiheit ist entscheidend, weil Laminat auf Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit reagiert: Es dehnt sich aus und zieht sich wieder zusammen. Darum wird Laminat nicht verklebt Würde man Laminat nicht schwimmend verlegen, sondern mit Klebstoff am Untergrund fixieren, könnte es sich nicht ausreichend dehnen und zusammenziehen. Auf Grund seines hohen Holzanteils "arbeitet" es nämlich, wenn es Temperaturwechseln und schwankender Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist. Kann Laminat nicht ungehindert arbeiten, bauen sich Spannungen im Material auf, die zu Wölbungen, Fugenbildung oder gar Rissen führen können. Diese Folgeerscheinungen wären kaum reversibel, sondern würden als dauerhafte Schäden zurückbleiben. Der Boden müsste über kurz oder lang ausgetauscht werden. Finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Laminatböden bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/laminat-mit-trockenkleber-verkleben_as.jpgLaminat verkleben: mit Trockenkleber als Unterlage Wann darf Laminat verklebt werden? (Bild in Lizenz von ronstik, stock.adobe.com) Aus den vorgenannten Gründen hört man oft die Aussage: "Laminat wird nicht verklebt!" Das können wir jedoch nicht uneingeschränkt stehen lassen. Es gibt Anwendungsfälle, in denen eine Verklebung von Laminat sinnvoll oder sogar notwendig sein kann. Voraussetzung ist, dass der Hersteller es ausdrücklich freigibt. 1 Auf Treppenstufen, Podesten und kleinen Flächen Hier ist zum einen kein großes Dehn- und Ziehverhalten zu erwarten. Zum anderen würde die herkömmliche Klickverbindung der Beanspruchung nicht gerecht werden. Das Laminat muss also punktuell fixiert werden, um ein Verrutschen oder Ablösen der Belagsstücke zu verhindern. 2 Zum Schutz vor Feuchtigkeit Um einen schwimmend verlegten Laminatboden gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, kann es helfen, seine Belagsstücke an Nut und Feder miteinander zu verkleben. Der Nachteil ist, dass sich die verklebten Belagsstücke später nicht mehr einzeln entfernen lassen, sondern nur zusammenhängend. 3 Um beschädigte Laminatstücke zu ersetzen Einige Hersteller geben das Verkleben für den Fall frei, dass einzelne beschädigte Belagsstücke ausgetauscht werden. Befindet sich der Schaden nicht im Randbereich, kann das Ersatzelement kaum wieder passend eingeklickt werden. Die Lösung: Sägen Sie an Stirn- und Längsseite des Ersatzelements vorsichtig die Feder ab. Und tragen Sie dann Laminatkleber (z. B. Weißleim) auf die Längs- und Stirnseite des Ersatzelements auf – sowie auf den Nutseiten der benachbarten Belagsstücke. Anschließend fügen Sie das vorbereitete Ersatzelement an der Reparaturstelle ein und beschweren Sie es so lange, bis die Trocknungszeit überschritten ist. Verlegetipps Wer Laminat am Untergrund verklebt, sollte daran denken, dass im verklebten Bereich keine Unterlage verlegt werden darf. Zum anderen sollte er sich der erschwerten Reparaturmöglichkeiten bewusst sein und die Belagsstücke so verlegen, dass sie möglichst lange unbeschadet bleiben. Eine schwimmende Verlegung bleibt in den meisten Fällen die praktikablere und nachhaltigere Lösung. Oder Sie verwenden anstelle eines Nass- einen Trockenkleber. Diese funktionieren meist nach dem Prinzip von doppelseitigen Klebebändern, sodass der Bodenbelag nicht direkt mit dem Untergrund verklebt werden muss. Das erleichtert das spätere Entfernen und mindert auch die Gefahr, dass Rückstände am Untergrund zurückbleiben. (Bild: Counselling, Pixabay) https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/laminat-kleben-reparieren_pb.jpgLaminat kann zur Reparatur in den Fugen verklebt werden Laminat an die Wand kleben Weil Laminatböden mit schönen Dekoren aufwarten, kann man auf die Idee kommen, einige Belagsstücke als Wandverkleidung zu nutzen. Hierzu werden Sie in den Unterlagen unserer Hersteller jedoch keine Verlegeanleitung finden. Für eine Verarbeitung an Wänden möchten diese keine Gewährleistung übernehmen. Falls Sie sich über die Herstellerempfehlung "hinwegsetzen" möchten, empfehlen wir, eine Unterkonstruktion zu installieren und die Laminatstücke darauf zu montieren. Je nachdem, wie großflächig und schwer die Wandverkleidung am Ende wird, ist es besser, sie auf der Unterkonstruktion zu verschrauben. Ein punktuelles Ankleben könnte nicht ausreichen. Zudem sollten Sie die Laminatstücke zunächst am Boden zusammenfügen und dabei in ihren Fugen verleimen. So verbessern Sie die Stabilität des Verbands wirksam. Überlegen Sie rechtzeitig, ob Sie Aussparungen (z. B. für Steckdosen) vor oder nach der Wandmontage aussägen. Wann darf Laminat nicht verklebt werden? Außer in den genannten Anwendungsfällen (1. bis 3.) sollte Laminat nicht verklebt werden! Grundsätzlich gilt: Wenn der Hersteller in seiner Verlegeanleitung keine Verklebung vorsieht, sollte diese auch nicht auf eigene Faust vorgenommen werden. Nur so bleiben Garantie- und Gewährleistungsansprüche erhalten. In den genannten Fällen gilt zudem, dass eine Verklebung auch nur dann zulässig und fachgerecht ist, wenn sich der Untergrund dafür eignet. Definitiv ungeeignet sind Textilböden, andere Klickböden sowie unebene, feuchte und instabile Untergründe. Vorsicht bei "Klebe-Laminat"! Sollten Sie im Handel auf so genanntes "Klebe-Laminat" stoßen, das direkt am Untergrund verklebt werden kann, dann verbirgt sich dahinter in der Regel kein echtes Laminat. Wahrscheinlich handelt es sich um einen selbstklebenden Vinylboden. Diese Bodenbeläge haben einen ganz anderen Materialaufbau als Laminat, verfügen aber ebenfalls über eine Dekorschicht. Für Außenstehende ist dadurch kein offensichtlicher Unterschied zu Laminatböden zu erkennen. Sie erhalten anstelle eines Laminats aber einen Kunststoffboden, der zudem Nachteile in puncto Stabilität, Belastbarkeit und Fugenbildung hat. Wir empfehlen in dem Fall, lieber einen selbstliegenden Vinylboden in Betracht zu ziehen. Beliebte Laminatböden im Überblick Article Slider
Teppichboden als Wohn- und Kinderzimmerboden Teppichboden als Wohn- und Kinderzimmerboden (Bild rechts: Curtis Adams, Pexels - Bild links: Arm Sarv, Unsplash) Unter den textilen Bodenbelägen gehören Teppichböden weiterhin zu den beliebtesten Lösungen für Wohnräume. Als vollflächige Auslegware versprechen die weichen, elastischen Beläge vor allem Gemütlichkeit, Fußwärme und eine angenehme Raumakustik. Mit ihrer Oberfläche reduzieren Teppichbödenbeläge nicht nur den Hall in Räumen, sondern mindern auch Schritt- und Trittgeräusche. Daher werden Sie abseits privater Wohnräume noch oft als Hotelböden verlegt, obwohl sie dort aus hygienischen Gründen keine lange Lebensdauer erreichen. Spätestens nach zehn Jahren sollten Teppichböden in gewerblichen Räumen ausgetauscht werden. Gleiches gilt für Teppichböden in Mietwohnungen. Je flauschiger ein Boden, umso schwieriger ist es, ihn sauber zu halten. Daher sollten in Gewerberäumen auch eher flachgewebte Teppichböden oder gar Nadelvlies verlegt werden. Gerne gehen wir in einer Fachberatung näher auf die Vorteile dieser strapazierfähigen Auslegware ein. Setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung! Wenn Sie sich einen herkömmlichen Teppichboden ausgesucht haben, sollten Sie vor dem Kauf klären, ob Sie die Verlegung selbst in die Hand nehmen oder lieber einen Fachbetrieb damit beauftragen. Am besten, Sie werfen einen Blick in die Verlegeanleitung des Herstellers, um einen Eindruck davon zu erhalten, mit welchem Aufwand Sie rechnen müssen und welche Verlegeart überhaupt fachgerecht ist. Verlegearten für Teppichboden Wie bei anderen elastischen Bodenbelägen gibt es auch bei Teppichböden mehrere mögliche Verlegearten. Neben der losen Verlegung sind auch die Fixierung mit Klebeband sowie die vollflächige Verklebung am Untergrund verbreitet. Die lose Verlegung ist zwar die einfachste Methode, wird jedoch in der Praxis nur selten angewendet. Sie eignet sich lediglich für kleine Räume, in denen der Teppichboden durch Möbel ausreichend fixiert wird und kaum verrutschen kann – etwa in Gästezimmern oder wenig genutzten Bereichen. In größeren Räumen oder bei stärkerer Beanspruchung entstehen dagegen schnell Falten oder Wellen, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch Stolperfallen darstellen können. Aus diesen Gründen konzentrieren wir uns im Folgenden auf die Fixierung mit Klebeband und die vollflächige Verklebung – also auf die beiden Verlegearten, die sich langfristig bewährt haben und für ein dauerhaft zufriedenstellendes Ergebnis sorgen. (Bild in Lizenz von sveta, stock.adobe.com) Finden Sie eine große Auswahl an Nadelvlies-Teppichböden bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/teppichboden-mit-klebeband-fixieren_as.jpgTeppichboden kleben: mit Klebeband als Fixierung Teppichboden mit Klebeband fixieren Die Fixierung mit doppelseitigem Klebeband ist eine beliebte Methode, wenn der Teppichboden schnell und stabil verlegt werden soll. Sie eignet sich für Mietwohnungen und andere Mietobjekte sowie für kleine Räume, weil dort das Risiko gering, dass sich Beläge verschieben oder aufwellen können. Für diese Verlegeart benötigen Sie: doppelseitiges Teppichklebeband Cuttermesser oder Teppichmesser mit scharfer Klinge Nahtroller oder Andrückrolle Gliedermaßstab oder Zollstock Richtlatte oder gerade Holzleiste zum Schneiden idealerweise eine Knierolle oder ein Knieschoner Das Klebeband ist am besten auf die Teppichrückseite abgestimmt – z. B. für Vlies-, Schaum- oder Textilrücken. Es ist gitterförmig und entlang der Teppichränder auf dem sauberen, trockenen Untergrund aufzukleben. In größeren Räumen empfiehlt es sich, die Teppichbahnen zusätzlich im Abstand von ca. 50 bis 80 cm in Längs- und Querrichtung zu kleben, um dem Bodenbelag mehr Halt zu geben. Entfernen Sie die Schutzfolie des Klebebands erst, wenn Sie den Teppich ausgerichtet haben! Teppichboden vollflächig verkleben Die vollflächige Verklebung ist die dauerhafteste und professionellste Art, Teppichboden zu verlegen. Sie sorgt für eine besonders gute Haftung am Untergrund und verhindert das Verrutschen oder Wellenbildungen selbst in stark beanspruchten Bereichen – etwa in Wohnzimmern oder Fluren. Auch für Räume mit Fußbodenheizung ist die Verklebung meist die empfohlene Variante, da der Wärmedurchlasswiderstand so am geringsten bleibt. Für diese Verlegeart benötigen Sie: Teppichkleber (Nass- oder Trockenkleber) Zahnspachtel zur gleichmäßigen Verteilung des Klebers Andrückrolle oder Teppichwalze Teppichmesser oder Cuttermesser Nahtroller Gliedermaßstab, Richtlatte und ggf. Bleistift für Markierungen Nasse Teppichkleber sollten dispersionsbasiert, lösungsmittelfrei und für den jeweiligen Teppichrücken geeignet sein. Trockenkleber sind vorkonfektionierte Klebefolien oder -netze, die direkt auf den Untergrund aufgebracht werden. Sie ermöglichen eine saubere, geruchsarme und meist reversible Verklebung – ideal für Renovierungen oder Mietobjekte, da sich der Teppich später leichter wieder ablösen lässt. Finden Sie eine große Auswahl an hochwertigem Teppichzubehör bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/teppichboden-trocken-verkleben_uz.jpgTeppichboden kleben: mit Trockenkleber als Fixierung (Bilder: Uzin Utz AG) Damit die Kleber fachgerecht verarbeitet werden können, muss der Untergrund sauber, trocken, tragfähig und staubfrei sein. Vorhandene Unebenheiten sollten Sie unbedingt verspachteln – insbesondere bei dünneren Teppichböden zeichnen sich sonst Unebenheiten unschön ab. Beachten Sie zudem, dass einige Kleber eine Grundierung voraussetzen! Verkleben mit Nasskleber Tragen Sie Nasskleber abschnittsweise auf, damit sie nicht antrocknen, bevor der Bodenteppich eingelegt wird. Nach der vom Hersteller angegebenen Ablüftezeit (meist einige Minuten) legen Sie den Teppichboden in das Kleberbett ein und drücken ihn von der Mitte nach außen fest. Arbeiten Sie sorgfältig, um Lufteinschlüsse zu vermeiden! Anschließend werden die Stöße mit dem Nahtroller geschlossen und der Teppich mit der Walze gleichmäßig angedrückt, damit er optimal haftet. Nach dem Verlegen sollte der Boden mindestens 24 Stunden nicht betreten und nicht belastet werden, damit der Kleber vollständig aushärten kann. Erst danach können Sockelleisten montiert und Möbel eingeräumt werden. Verkleben mit Trockenkleber Rollen Sie den Trockenkleber auf dem Untergrund aus und verkleben Sie ihn, falls es sich um eine doppelseitig verklebbare Variante handelt. Ziehen Sie danach die Schutzfolie von einem Teil des Trockenklebers ab und legen Sie den Teppichboden sorgfältig auf die Klebefläche. Drücken Sie ihn von der Raummitte nach außen fest, um Falten und Luftblasen zu vermeiden. Anschließend wird die nächste Bahn der Klebefolie vorbereitet und der Bodenbelag Stück für Stück weiter eingelegt. Nahtstellen sollten mit einem Nahtroller sorgfältig angedrückt werden, damit ein gleichmäßiges Verlegebild entsteht. Die Arbeit mit Trockenkleber ist eine saubere, geruchsarme und unkomplizierte Alternative zur Nassverklebung. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Boden sofort begehbar ist und keine Trocknungszeit benötigt. Zudem lässt sich der Bodenteppich – je nach Klebersystem – später meist rückstandsfrei entfernen, was diese Methode besonders für den temporären Einsatz attraktiv macht. Exkurs: Teppichboden richtig schneiden Beim Verlegen mehrerer Bahnen ist besonders auf die Stöße zu achten: Diese sollten am Ende exakt aufeinandertreffen, ohne zu überlappen oder Lücken zu bilden. Ein sauberer Nahtschnitt gelingt, wenn Sie beide Bahnen beim Verlegen zunächst leicht überlappen, dann gemeinsam mit einem scharfen Messer durchtrennen und die Schnittreste entfernen. Anschließend drücken Sie die Kanten mit dem Nahtroller an, damit die Stoßfuge kaum sichtbar bleibt. Grundsätzlich ist ein sauberer Schnitt entscheidend für das Gesamtbild. Verwenden Sie dazu ein Teppichmesser mit frischer Klinge. Schneiden Sie immer von der Rückseite her, um ein Ausfransen zu vermeiden. An Wänden oder Türzargen hilft ein Anschlaglineal, um den Schnitt präzise zu führen. In Innenecken müssen Sie Teppichboden immer diagonal einschneiden, damit er eingepasst und überstehendes Material weggeschnitten werden kann. An Außenecken sollten Sie den Teppichboden an der Wandkante anlegen und nicht ganz bis zum Boden einschneiden. Danach können Sie das überstehende Material wegschneiden. (Bild in Lizenz von Africe Studio, stock.adobe.com) https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/teppichboden-zuschneiden_as.jpgTeppichboden schneiden: mit Cuttermesser Fazit Welche Verlegetechnik die richtige ist, hängt nicht nur von Raumgröße, Nutzung und gewünschter Haltbarkeit ab. Entscheidend bleibt die Verlegeempfehlung des Herstellers. Wenn Sie sich nicht an diese halten, erlischt im Falle von Mängeln oder Schäden die obligatorische Gewährleistung. Für kleine Räume genügt meist eine lose Verlegung. Mit Klebeband erzielen Sie zusätzlichen Halt bei mittleren Flächen. Die vollflächige Verklebung ist die professionelle Lösung – nicht nur für große, stark beanspruchte Räume. Wie bei allen Klebeböden empfehlen wir auch bei der Verlegung von Teppichböden, einen Fachbetrieb zu beauftragen. Wenn Sie zutrauen, die Arbeit in Eigenleistung auszuführen, dann lassen Sie die Vorbereitung nicht außer Acht: Legen Sie den Teppichboden lose aus, damit er sich "legen" kann. Schneiden Sie ihn bei Bedarf vor, um besser mit ihm hantieren zu können. Und denken Sie an die notwendigen Werkzeuge. Dann kann eigentlich nichts schiefgehen! Beliebte Teppichböden aus Nadelvlies Article Slider
Heimwerker entfernt Linoleum beim Renovieren Heimwerker entfernt Linoleum beim Renovieren (Bild in Lizenz von stokkete, stock.adobe.com) Mit Linoleum werden seit Jahrzehnten Böden belegt: vor allem in öffentlichen Gebäuden, in Geschäftsräumen oder in gewerblichen Bereichen. In den letzten Jahren hielt der Bodenbelag wieder vermehrt in Privaträumen Einzug. Dies ist auf den ersten Blick erstaunlich, weil die Verarbeitung von Linoleumböden am besten in professionelle Hände gelegt werden sollte. Wer den Markt etwas genauer kennt, weiß aber, dass es mittlerweile auch Klick-Linoleum gibt, das sich für Do-it-yourself-Projekte eignet. Gegenüber anderen Fußbodenbelägen bietet Linoleum zudem den Vorteil, dass es elastisch, strapazierfähig und ressourcenschonend ist. In dieser Kombination gibt es das eigentlich nur bei einigen der modernen Bio-Designböden. Wenn der Altbelag ein Linoleum ist So beständig die Nachfrage nach Linoleum ist, so regelmäßig erreicht uns die Frage, wie man mit einem Altbelag umgehen sollte. Denn auch wenn Linoleum lange hält – irgendwann kommt der Tag, an dem eine größere Renovierung oder Umgestaltung ansteht. Muss der vorhandene Boden dann vollständig entfernt werden – oder kann man ihn einfach überkleben? Und wenn das Entfernen nötig ist, wie geht man dabei am besten vor? Tatsächlich hängt die richtige Vorgehensweise davon ab, wie der Boden verlegt wurde, welche Materialien verwendet wurden und wie alt der Belag ist. Besonders bei Linoleum aus früheren Jahrzehnten ist Vorsicht geboten, da die Beläge oder deren Kleber Schadstoffe enthalten können. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Linoleum sicher und effizient entfernen, worauf Sie bei verklebten und alten Belägen achten sollten und wann das Überkleben eine sinnvolle Alternative sein kann. Verklebtes Linoleum entfernen Das Entfernen von verklebtem Linoleum ist aufwendiger als bei schwimmend verlegten oder lose liegenden Varianten. In den meisten Fällen ist das Material vollflächig mit einem starken Kleber am Untergrund fixiert – häufig mit Dispersionskleber oder Bitumenkleber, je nach Alter des Bodens. Das bedeutet: Der Belag lässt sich nicht einfach abziehen, sondern muss stückweise vom Untergrund gelöst werden. 1 Altes Linoleum zerschneiden Am besten beginnen Sie in einer Raumecke oder an einer losen Stelle. Schneiden Sie das Linoleum in handliche Bahnen oder Quadrate (etwa 30 bis 50 cm breit), damit sich die einzelnen Stücke besser ablösen lassen. 2 Altes Linoleum vom Untergrund abziehen Mit einem Spachtel, Schaber oder einem Bodenstripper können Sie den Belag anschließend Stück für Stück abtragen. Dabei hilft es, die Fläche leicht zu erwärmen – beispielsweise mit einem Heißluftföhn –, um den Kleber weicher zu machen. Achten Sie darauf, den Untergrund nicht zu beschädigen, insbesondere bei Estrich- oder Holzuntergründen. Wenn größere Flächen betroffen sind oder der Kleber sehr fest sitzt, lohnt sich der Einsatz einer professionellen Schleif- oder Fräsmaschine. Diese Geräte können im Baumarkt oder Fachhandel ausgeliehen werden und erleichtern die Arbeit erheblich. 3 Klebereste entfernen Nach dem Entfernen des Linoleums bleiben häufig hartnäckige Klebereste auf dem Boden zurück. Diese lassen sich meist mechanisch mit einem Spachtel oder einer Schleifmaschine beseitigen. Wenn der Kleber sehr fest sitzt, kann ein spezieller Entferner helfen – achten Sie dabei aber auf die Verträglichkeit mit dem Untergrund und auf gute Lüftung beim Arbeiten! Vorsicht bei bitumenhaltigen Bodenklebern, die oft zu DDR-Zeiten verwendet wurden: Sie erkennen diese an ihrer schwarzen Färbung. Harte Bitumenkleber können "mit geeigneten Grundierungen und Spachtelmassen"1 bearbeitet und abgetragen werden. Weiche Bitumenkleber sollten Sie nicht selbst entfernen, da diese gesundheitlich bedenkliche Schadstoffe enthalten können. Gleiches gilt für Sulfidablaugekleber. Diese sind durch ihre bräunliche bis gelbliche Färbung erkennbar. Die Färbung kann durch Kontakt mit Wasser provoziert werden. In beiden Fällen ist es ratsam, einen Fachbetrieb hinzuzuziehen. Dieser kann Sie zum Vorgehen beraten oder die Arbeit bestenfalls selbst ausführen. Wichtig ist, dass die Klebereste am Ende fachgerecht entsorgt werden. (Bild in Lizenz von Volodymyr Shevchuk, stock.adobe.com) Finden Sie eine große Auswahl an hochwertigem Linoleum bei BodenFuchs24. Zum Shop https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/linoleum-klebereste-abschleifen_as.jpgSchleifmaschine zum Entfernen von Linoleumkleber Linoleum maschinell entfernen Bei großflächigen oder stark verklebten Linoleumböden lohnt sich der Einsatz einer professionellen Bodenfräse oder eines Strippers. Diese Maschinen heben den alten Bodenbelag mit vibrierenden Klingen an und trennen ihn samt Kleberschicht vom Untergrund. Viele Baumärkte oder Geräteverleiher bieten diese Maschinen tageweise an. Achten Sie bei der Arbeit auf: ausreichenden Arbeitsschutz (Gehör-, Augen- und Atemschutz) die korrekte Einstellung der Frästiefe eine gleichmäßige Arbeitsbewegung, um den Untergrund nicht zu beschädigen Nicht verklebtes Linoleum entfernen Wird Linoleum auf kleinen Flächen lose verlegt, lässt es sich deutlich leichter entfernen. Meist genügt es, die Sockelleisten zu lösen und den Altbelag anschließend bahnenweise aufzurollen. Achten Sie darauf, vorsichtig vorzugehen, damit die Bahnen nicht einreißen. Sie lassen sich im Ganzen leichter transportieren und entsorgen. Rückstände bleiben in der Regel keine zurück, sodass der Untergrund nach einer Reinigung sofort weiterverarbeitet oder neu belegt werden kann. Handelt es sich bei dem Altbelag um Klick-Linoleum, dann ist dieses schwimmend verlegt. Das heißt, dass die einzelnen Belagsstücke ineinander verhakt sind. Sie können sie also unkompliziert voneinander lösen und Stück für Stück vom Untergrund aufnehmen. Rückstände am Untergrund sind nicht zu erwarten. Eventuell wurde aber eine Unterlagsmatte verlegt, die Sie im nächsten Schritt entfernen sollten. Denn auch wenn für den neuen Bodenbelag eine Unterlage benötigt wird, sollten Sie die alte nicht weiterverwenden. Altes Linoleum entsorgen Wie Linoleum entsorgt werden muss, hängt von seinem Alter und seiner Zusammensetzung ab: Neueres Linoleum besteht in der Regel aus natürlichen Rohstoffen wie Leinöl, Holzmehl und Jutegewebe und kann daher in kleineren Mengen über den Sperrmüll entsorgt werden. Größere Mengen bringen Sie zum Wertstoffhof, wo Sie es als Sperr- oder Mischabfall entsorgen können. Beachten Sie, dass das Linoleum frei von Klebstroffresten sein sollte. Ist es zu stark verunreinigt, wird es vom Entsorgungsunternehmen als Sondermüll eingestuft. Ältere Linoleumbeläge, insbesondere solche aus den Fünfziger- bis Siebzigerjahren, können Asbest oder andere Schadstoffe enthalten. Speziell Asbest diente damals als Bindemittel; entweder im Linoleum selbst oder im Linoleumkleber. In diesem Fall darf der Belag nicht eigenständig entfernt oder entsorgt werden. Wir empfehlen dringend, einen Fachbetrieb für Schadstoffsanierung hinzuzuziehen! Erst die Laboranalyse einer Materialprobe kann wirklich Gewissheit bringen, ob in einem Altbelag Asbest enthalten ist. Es gibt jedoch ein typisches Szenario, bei dem das gesundheitsschädliche Material sehr häufig in Erscheinung tritt – und zwar bei alten mehrschichtig aufgebauten Linoleumböden. Bis zum Verbot von Asbest im Jahre 1993 wurde das Mineral von einigen Herstellern in die Trägerschicht eingearbeitet. Asbesthaltiges Linoleum entfernen & entsorgen Ist ein Asbestgehalt festgestellt worden, dürfen Sie den Altbelag aus rechtlichen Gründen nicht selbst entfernen! Sie würden sich und ihre Umwelt einer großen gesundheitlichen Gefahr aussetzen. Bestenfalls kann der Fachbetrieb, der mit der Prüfung beauftragt war, die Maßnahme selbst durchführen. Denken Sie daran, sich vom Dienstleister einen Kostenvoranschlag einzuholen und gleich die Entsorgung einkalkulieren zu lassen! Schadstoffe wie Asbest dürfen "nur bei zertifizierten Deponien"2 abgegeben werden. (Bild in Lizenz von galitskaya, stock.adobe.com) https://www.bodenfuchs24.de/mediafiles/Bilder/linoleum-ueberkleben_as.jpgLinoleum mit Nass- oder Trockenkleber überkleben Wann kann altes Linoleum liegen bleiben? Wenn der Altbelag fest, trocken, sauber und eben auf dem Untergrund haftet, kann er durchaus als Basis für einen neuen Bodenbelag dienen. Dies gilt besonders, wenn das Linoleum nicht beschädigt oder aufgequollen ist und keine weichen, nachgiebigen Stellen aufweist. Wichtig für die Wohngesundheit: Manche Linoleumböden können "Aldehyde ausgasen, die bei empfindlichen Menschen Augen und Schleimhäute reizen"3. Im Zweifelsfall sollte der Altbelag lieber entfernt werden – oder Sie lassen die Raumluft auf ihren Aldehydgehalt testen. Definitiv entfernt werden muss der Altbelag, wenn Feuchtigkeit unter dem Linoleum vermutet wird, wenn der Belag asbesthaltig ist oder wenn er stark uneben verlegt wurde. Auch bei Fußbodenheizungen sollte geprüft werden, ob der Wärmedurchlass durch einen zusätzlichen Belag über dem Linoleum beeinträchtigt wird. Wenn der Altbelag guten Gewissens liegen bleiben kann, gibt es zwei Möglichkeiten, ihn zu überdecken: Zum einen, indem ein neuer Bodenbelag auf ihn geklebt wird. Zum anderen, in dem ein neuer Bodenbelag schwimmend über ihm verlegt wird. Egal, für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden: Sie sollten auf jeden Fall die Verlegeanleitung zum neuen Bodenbelag lesen und sicherstellen, dass eine Verlegung auf Linoleum vom Hersteller freigegeben ist! Linoleum überkleben – geht das? Die Erfahrung sagt uns: Besser keinen neuen Bodenbelag auf einen alten kleben. Wenn Sie dennoch der Ansicht sind, dass Ihr altes Linoleum als Untergrund verbleiben soll und es für ein fachgerechtes Überkleben geeignet ist, sollte zuerst die Oberfläche des Altbelags gründlich entfettet werden. Vor der endgültigen Reinigung empfiehlt es sich, das alte Linoleum außerdem mit Schleifpapier leicht anzuschleifen. Anschließend kann ein Klebeboden darüber verlegt werden. Infrage kommen vor allem: Korkböden zum Verkleben Linoleumböden zum Verkleben Wenn Sie sich für einen Belag entschieden haben, empfehlen wir, den vorbereiteten Altbelag zuerst zu grundieren und anschließend einen lösemittelfreien, schnell abbindenden Klebstoff für den Neubelag zu verwenden. So mindern Sie das Risiko, dass die Feuchtigkeit den Altbelag beschädigt. Oder Sie greifen zu einem Trockenkleber. Diese auf Rolle gewickelten Folien haben zwei Klebeseiten: Die untere wird am Untergrund festgeklebt. Die obere dient dazu, den Bodenbelag zu fixieren. Der Vorteil von Trockenklebern besteht darin, dass das Linoleum vor Feuchtigkeit bewahrt wird. Fazit Beim Renovieren sollten Sie stets darauf achten, dass sich die Gesamthöhe des Bodens nicht so stark verändert, dass Türen, Übergänge oder Sockelleisten angepasst werden müssen. Wenn Sie Ihren alten Linoleumboden modernisieren möchten, ohne ihn vollständig zu entfernen, bietet sich Klick-Vinylboden als ideale Lösung an. Er kann auf vielen Untergründen verlegt werden, lässt sich einfach, sauber und klebstofffrei installieren – und ist damit perfekt geeignet für Renovierungsprojekte in Eigenleistung. 1 https://www.boden-wand-decke.de/weg-mit-den-altlasten-270026/, zuletzt aufgerufen am 07.10.20252 https://obolus-group.de/linoleum-mit-asbest/, zuletzt aufgerufen am 07.10.20253 https://www.test.de/Laminat-und-Fertigparkett-Starker-Auftritt-von-Meister-1254406-1254600/, zuletzt aufgerufen am 07.10.2025